Diplomarbeit, 2006
88 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung, Methodenwahl und Aufbau der Arbeit
2. Zur Bedeutung des Sitzens und Stehens bei Funktionseinschränkungen
2.1 Krankheitsbilder und deren Symptomatiken, bei denen Stehmedien eingesetzt werden
2.2 Therapeutische Stehmedien der Vergangenheit
2.3 Modellbeispiele der heutigen Stehrollstühle
3. Bewältigungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Stehrollstühlen
3.1 Die inneren Organe
3.2 Der Bewegungsapparat
3.3 Die psycho-soziale Ebene und der Partizipationsaspekt
4. Empirische Erfahrungen mit Stehrollstühlen
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Entwicklung eines Fragebogens
5. Ergebnisse der Befragung
5.1 Darstellung der Stichprobe
5.2 Ergebnisse zur Beurteilung der Stehrollstühle
5.3 Sonstige Angaben der Befragten
6. Diskussion der Ergebnisse
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität von Stehrollstühlen der Firma LifeStand® aus ergotherapeutischer Sicht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf den medizinischen Nutzen sowie die psychosozialen Auswirkungen, die durch ein selbstbestimmtes Stehtraining im Alltag für rollstuhlpflichtige Menschen entstehen.
3.1 Die inneren Organe
Der menschliche Darm verfügt über eine besondere Art von Muskelarbeit, die sog. Darmperistaltik. Bei dieser Darmtätigkeit wird der Darminhalt bis zur Ausscheidung fortbewegt, eine Darmpassage entsteht. Die ringförmigen Muskelpartien des Darmes kontrahieren rasch nacheinander, somit entsteht eine Dynamik, die einer Fortbewegung eines Regenwurmes ähnelt. Dieser Vorgang kann nur ungehindert vonstatten gehen, wenn dem Darm genügend Raum gegeben ist. Eine sitzende Position übt Druck auf den gesamten Bauchraum aus. Die gesamten Verdauungsorgane, zugehörig Speiseröhre, Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Dick- und Dünndarm werden komprimiert. Auf Dauer schränkt dies die Funktionstätigkeit dieser Organe ein, insbesondere wird die Darmperistaltik gehemmt. Regelmäßig treten Blähungen und Verstopfungen auf, die nicht selten zu chronischen Funktionseinschränkungen führen. Stehen gibt dem Bauchraum genügend Platz und wirkt diesen Symptomen entgegen.
1. Problemstellung, Methodenwahl und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik des ständigen Sitzens und Definition der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Zur Bedeutung des Sitzens und Stehens bei Funktionseinschränkungen: Analyse von medizinischen Folgen der Immobilität und Vorstellung historischer sowie moderner Stehhilfen.
3. Bewältigungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Stehrollstühlen: Untersuchung der physiologischen Auswirkungen auf Organe und Bewegungsapparat sowie Betrachtung der psychosozialen Partizipation.
4. Empirische Erfahrungen mit Stehrollstühlen: Beschreibung des methodischen Aufbaus der Nutzerbefragung und der Entwicklung des Erhebungsinstruments.
5. Ergebnisse der Befragung: Statistische Darstellung der gewonnenen Daten aus der Nutzerbefragung, unterteilt in Stichprobenstruktur und qualitative Beurteilung.
6. Diskussion der Ergebnisse: Interpretation der Umfragedaten im Kontext medizinischer und ergotherapeutischer Erkenntnisse.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit und Fazit zur zukünftigen Bedeutung der Stehrollstuhl-Nutzung.
Stehrollstuhl, Ergotherapie, Mobilität, Partizipation, Multiple Sklerose, Querschnittslähmung, Kontrakturenprophylaxe, Kreislauftraining, Dekubitus, Hilfsmittel, Lebensqualität, Selbstbestimmtheit, Rehabilitation, Muskulatur, Bewegungsapparat.
Die Arbeit analysiert die Effektivität und den therapeutischen Nutzen von Stehrollstühlen für Menschen mit körperlichen Funktionseinschränkungen.
Im Zentrum stehen die physiologischen Vorteile des Stehens für die Verdauung, Atmung und den Bewegungsapparat sowie der Gewinn an Selbstständigkeit im Alltag.
Ziel ist es, den Nutzen von Stehrollstühlen empirisch zu belegen und zu zeigen, dass sie über die reine Sitzfunktion hinaus zur Lebensqualität beitragen.
Die Autorin führte eine empirische Befragung unter Nutzern von Stehrollstühlen der Firma LifeStand® durch und wertete diese deskriptiv aus.
Neben theoretischen Grundlagen zu Krankheitsbildern und zur Wirksamkeit des Stehens folgt ein empirischer Teil mit Auswertung von Nutzererfahrungen zu Komfort, Sicherheit und Anpassung.
Begriffe wie Kontrakturenprophylaxe, Partizipation, Stehfunktion und ergonomische Anpassung beschreiben den Kern der Untersuchung.
Im Gegensatz zu stationären, oft als "Folterinstrumente" empfundenen Geräten der Vergangenheit ermöglichen moderne Stehrollstühle Mobilität im Stand und fördern die soziale Integration.
Die Arbeit betont, dass der Erfolg eines Stehrollstuhls maßgeblich von der fachgerechten, individuellen Einstellung an die körperlichen Bedürfnisse und Einschränkungen des Patienten abhängt.
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