Diplomarbeit, 2007
82 Seiten, Note: 1,7
1. Verhaltensänderung durch Lernen
1.1. Neuropsychologische Voraussetzungen
1.1.1. Gehirnentwicklung
1.1.2. Gedächtnis
1.2. Wahrnehmung und Sinnessysteme
1.3. Lerntheorien
1.3.1. Lernen durch Einsicht
1.3.2. Konditionierung
1.3.3. Lernen am Modell
1.3.4. Lernen im Schlaf
1.4. Verschiedene Lernformen
2. Motivation als Verhaltensbereitschaft
2.1. Intrinische und extrinische Motivation
2.2. Aufmerksamkeit und Interesse
2.3. Die eigene Zielsetzung
2.4. Selbstwirksamkeit und eigener Antrieb
3. Wechselwirkung zwischen Emotion und Lernen
3.1. Die Wirkung von Emotionen auf den Körper
3.2. Zusammenhang von Emotion und Lernen
3.3. Emotion und Hirnentwicklung
4. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse
5. Beeinträchtigungen der Lernförderung
5.1. Neuro-(psycho-)logische Störungen
5.2. Motivationsstörungen
5.2.1. Ursachen für Motivationsstörungen
5.2.2. Folgen von Motivationsstörungen
6. Möglichkeiten der Lern- und Motivationsförderung
6.1. Das Lernverhalten einschätzen
6.2. Förderung der Motivation
6.3. Kritische Anmerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen Motivation und Förderung im pädagogischen Kontext, insbesondere im Hinblick auf das schulische Lernen von Kindern. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss hat Förderung auf die Lernmotivation und wie beeinflusst Motivation wiederum den Lernerfolg?
1.1.1. Gehirnentwicklung
Oftmals wird das Gehirn mit Computern verglichen, denn im Prinzip funktioniert es ähnlich wie solch ein Netzwerk. Das Gehirn besteht aus ca. 100 Milliarden Nervenzellen, die mit Nervenbahnen verbunden sind und durch die, bei allem was wir tun, beim Denken, Handeln oder beim Lernen, elektrische Impulse ausgetauscht werden. Die Nervenbahnen bei Neugeborenen sind noch sehr dünn. Mit zunehmendem Alter werden die Nervenbahnen durch die häufigen elektrischen Impulse weiter ausgebaut. Die Nervenfasern werden dicker und es bildet sich eine Art Isolierung aus Myelin. Dadurch können die elektrischen Impulse dann später um ein vielfaches schneller weitergeleitet werden. (vgl. Pfeffer 2005, S.12)
Bereits ab dem dritten Lebensjahr können sich Kontakte, die seit der Geburt angelegt sind, jedoch nicht genutzt wurden, wieder zurückbilden. Es bleiben auf Dauer nur Verbindungen bestehen, die durch Erfahrung und Lernen auch beansprucht wurden. Diesen Prozess beschreibt Pfeffer (2005, S.12) mit folgender, leicht verständlichen Metapher: Verschiedene Häuser sind in einem Landstrich durch Trampelpfade verbunden. Durch die häufige Nutzung verbreitern sich diese Pfade nach und nach. Möchte man auf diesen Pfaden nach gewisser Zeit schneller vorankommen, werden sie geteert und zu Straßen ausgebaut. Pfade die nicht benutzt werden wuchern mit der Zeit zu, es wachsen Gras und Gestrüpp darüber. Diese Pfade verschwinden irgendwann einfach, während auf den ausgebauten Straßen ein reger und schneller Verkehrsfluss herrscht.
1. Verhaltensänderung durch Lernen: Dieses Kapitel erläutert die neuropsychologischen und theoretischen Grundlagen des Lernens als aktiven, physischen Prozess im Gehirn.
2. Motivation als Verhaltensbereitschaft: Hier wird Motivation als essenzielle Bedingung für Veränderungsprozesse definiert und deren Facetten wie Interesse und Selbstwirksamkeit beleuchtet.
3. Wechselwirkung zwischen Emotion und Lernen: Dieses Kapitel beschreibt die enge Verknüpfung von Gefühlslagen, körperlichen Reaktionen und kognitiven Lernleistungen.
4. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse: Diese Sektion führt die theoretischen Aspekte zusammen, um die Grundlage für die anschließende Diskussion von Störungen zu bilden.
5. Beeinträchtigungen der Lernförderung: Das Kapitel analysiert Ursachen und Erscheinungsformen von Lernstörungen sowie deren demotivierende Auswirkungen auf Kinder.
6. Möglichkeiten der Lern- und Motivationsförderung: Abschließend werden praktische Ansätze zur Einschätzung des Lernverhaltens und gezielte Strategien zur Förderung der Lernfreude präsentiert.
Motivation, Lernfreude, Lernfrust, Förderung, Neuropsychologie, Gehirnentwicklung, Emotionen, Lernstörungen, Pädagogik, Selbstwirksamkeit, Lernverhalten, Motivationsstörung, Schulalltag, Lernprozesse, Didaktik.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem wechselseitigen Verhältnis von Motivation und Förderung im Bereich der sozialen Arbeit und Schule, um Lernfreude bei Kindern zu erhalten und Lernfrust entgegenzuwirken.
Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche neuropsychologische Grundlagen des Lernens, die Bedeutung von Emotionen für Lernprozesse, die Analyse von Motivationsstörungen und praktische Ansätze zur pädagogischen Förderung.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage, welchen Einfluss gezielte Förderung auf die Motivation hat und inwiefern diese Faktoren den Lernerfolg bei Kindern nachhaltig beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Psychologie, Neurowissenschaften und Sonderpädagogik.
Der Hauptteil behandelt die physiologischen Bedingungen des Lernens, die verschiedenen Lerntheorien, die Rolle der Emotionen (wie Angst oder Freude) und die praktischen Strategien zur Motivationsförderung im Schulalltag.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Motivation, Lernförderung, Lernstörungen, Selbstwirksamkeit und neuropsychologische Entwicklung charakterisiert.
Die Arbeit stellt heraus, dass positive Erfahrungen und Erfolgsgefühle das dopamingesteuerte Belohnungssystem des Gehirns aktivieren, was für effektives und nachhaltiges Lernen unerlässlich ist.
Störungen, sei es durch neuropsychologische Faktoren oder Motivationsdefizite, bilden eine erhebliche Barriere für die Entwicklung eines Kindes, weshalb eine frühzeitige und sensible Diagnose durch Pädagogen entscheidend ist.
Die Autorin sieht in der Einführung dieses Schulfaches eine notwendige präventive Maßnahme, um Schülern frühzeitig kognitive Strategien an die Hand zu geben und Lernfrust proaktiv zu minimieren.
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