Examensarbeit, 2001
125 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die Schule für Körperbehinderte ihre Schüler bei der Vorbereitung auf die nachschulische Wohnsituation unterstützen kann. Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Schule Schülern die notwendigen Kompetenzen für eine selbstbestimmte Wahl ihrer Wohnform vermitteln kann. Die Arbeit konzentriert sich dabei nicht auf die Vor- und Nachteile verschiedener Wohnformen, sondern geht davon aus, dass jede Form für unterschiedliche Bewohner optimal sein kann.
Das erste Kapitel erläutert die Schule für Körperbehinderte und ihre Schülerschaft, wobei der neue ICIDH-2-Begriff der Behinderung vorgestellt wird. Das zweite Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Wohnens aus der Sicht der transaktionalen Wohntheorie und geht auf besondere Bedürfnisse und Erschwernisse von Menschen mit Körperbehinderung ein. Im dritten Kapitel wird untersucht, ob die Vorbereitung auf das nachschulische Wohnen eine Aufgabe der Schule für Körperbehinderte ist, anhand von Empfehlungen, Richtlinien und Lehrplänen sowie Fachliteratur der Körperbehindertenpädagogik.
Das vierte Kapitel stellt verschiedene Konzepte zur Umsetzung des Lernbereichs „Wohnen“ im Unterricht vor und entwickelt Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vorbereitung der Schüler. Das fünfte Kapitel beschreibt die Planung und Durchführung der empirischen Untersuchung, die Lücken in bestehenden Konzepten schließen und konkrete Empfehlungen für die Unterrichtspraxis liefern soll. Schließlich beleuchtet das sechste Kapitel die Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zur Vorbereitung auf die Wahl der Wohnform, die im siebten Kapitel ausgewertet wird.
Körperbehinderung, ICIDH-2, Schule für Körperbehinderte, Wohnen, Wohnpsychologie, transaktionale Wohntheorie, Bedürfnisse, Erschwernisse, Vorbereitung auf das Wohnen, Unterrichtskonzepte, Verselbständigung, Trainingswohnen, empirische Untersuchung, Unterrichtsprojekt, Wahl der Wohnform.
Die Schule vermittelt Kompetenzen zur Selbstständigkeit, informiert über verschiedene Wohnformen und führt oft Projekte wie „Trainingswohnen“ durch, um den Ablösungsprozess vom Elternhaus zu unterstützen.
Die ICIDH-2 (heute ICF) ist eine Klassifikation der WHO, die Behinderung nicht nur als medizinisches Problem, sondern als Wechselwirkung zwischen Gesundheitszustand und Umweltfaktoren (Teilhabe) betrachtet.
Neben der Barrierefreiheit der Wohnung müssen oft die Sicherung der Pflege, die Finanzierung von Assistenz und die Nähe zu therapeutischen Einrichtungen gewährleistet sein.
Beim Trainingswohnen leben Schüler für einen begrenzten Zeitraum probeweise in einer Wohnung, um Alltagskompetenzen wie Kochen, Putzen oder Budgetplanung unter pädagogischer Anleitung zu üben.
Diese Theorie untersucht die dynamische Beziehung zwischen Mensch und Wohnumwelt. Sie hilft zu verstehen, wie die Wohnung als Ort der Identität und Sicherheit die psychische Entwicklung beeinflusst.
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