Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen der Corporate Governance
2.1 Begriff und Abgrenzung der Corporate Governance
2.2 Einbettung der Corporate Governance in die Unternehmenstheorie
2.3 Corporate Governance-Systeme
3 Grundlagen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
3.1 Zielsetzung und Funktionen des DCGK
3.2 Geltungsbereich, Regelungsarten und Verbindlichkeit des DCGK
3.3 Aufbau des DCGK
4 Theoretische Grundlagen des Controlling
4.1 Begriff des Controllings
4.2 Controllingkonzeptionen
4.2.1 Koordinationsorientierte Controllingkonzeptionen
4.2.2 Führungsprozessbezogene Controllingkonzeption
4.3 Aufgaben des Controllings und des Controllers
5 Corporate Governance und Controlling
6 Wirkungsanalyse des Zusammenwirkens von Vorstand und Aufsichtsrat auf das Controlling
6.1 DCGK-Regelungen zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
6.2 Auswirkungen der Zusammenarbeit auf das Controlling
6.3 Auswirkungen der Zusammenarbeit auf das Berichtswesen
7 Wirkungsanalyse vorstandsorientierter Regelungen auf das Controlling
7.1 Einflussgrößen des DCGK auf das wertorientierte Controlling
7.1.1 DCGK-Regelungen zum Shareholder Value-Ansatz
7.1.2 Begriff und Inhalt des Shareholder Value-Ansatzes
7.1.3 Auswirkungen der Wertorientierung auf das Controlling
7.1.4 Auswirkungen der Wertorientierung auf die Gestaltung von Anreizsystemen
7.1.5 Auswirkungen des Value Reportings auf das Controlling
7.2 Einflussgrößen des DCGK auf das Risikocontrolling
7.2.1 DCGK-Regelungen zum Risikomanagement und -controlling
7.2.2 Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagementsystems
7.2.3 Auswirkungen auf das Risikocontrolling
8 Wirkungsanalyse aufsichtsorientierter Regelungen auf das Controlling
8.1 DCGK-Regelungen zur Überwachung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat
8.2 Controlling als Grundlage für die Überwachung
8.3 Auswirkungen der Überwachungsaufgabe des Aufsichtsrats auf das Controlling
9 Wirkungsanalyse rechnungslegungsorientierter Regelungen auf das Controlling
9.1 DCGK-Regelungen zur internationalen Rechnungslegung
9.2 Konvergenz des internen und externen Rechnungswesens
9.3 Auswirkungen der Konvergenz auf das Berichtswesen
9.4 Auswirkungen der Konvergenz auf die Controllingaufgaben
10 Wirkungsanalyse prüfungsorientierter Regelungen auf das Controlling
10.1 DCGK-Regelungen zur handelsrechtlichen Abschlussprüfung
10.2 Controlling als Objekt der handelsrechtlichen Abschlussprüfung
11 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthaltenen Normen, Empfehlungen und Anregungen auf die Aufgaben, Instrumente und Rollenbilder des Controllings, um den zentralen Beitrag dieses Fachbereichs zur zielgerichteten Unternehmensführung und Überwachung herauszuarbeiten.
6.2 Auswirkungen der Zusammenarbeit auf das Controlling
Das Controlling hält Informationen bereit, die der Vorstand zur Erfüllung seiner Informations- und Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat benötigt und die der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit vom Vorstand anfordern kann oder sogar muss. Für die zukunftsorientierte Überwachung der Geschäftsführung sind für den Aufsichtsrat insbesondere die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens, die Umsetzungsmaßnahmen sowie die Eckdaten der Unternehmensplanung von entscheidender Bedeutung.
Aus den Planungsunterlagen sollen die strategische Ausrichtung des Unternehmens als auch die operativen Steuerungsgrößen klar hervorgehen, so dass der Aufsichtsrat die künftige Finanz- und Ertragskraft und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zutreffend einschätzen kann. Unverzichtbar sind hierzu auch die Angabe der Planungsprämissen, etwaige Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie sinnvolle Alternativrechnungen wie z.B. Szenario-Analysen. Der Aufsichtsrat soll somit beurteilen können, wie fundiert und realistisch die Planwerte sind. Dies wird im DCGK in der Textziffer 3.2 noch einmal herausgestellt, denn der Vorstand hat mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung abzustimmen und den Stand der Strategieumsetzung mit ihm in regelmäßigen Abständen zu erörtern. Ebenfalls von entscheidender Bedeutung sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Abweichungsanalysen, denn der DCGK betont in Textziffer 3.4 Abs. 2 Satz 2, dass auf Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher formulierten Zielen und Plänen unter Angabe von Gründen einzugehen ist. Die Ermittlung und Bereitstellung dieser Informationen gehören zum gängigen Repertoire des Controllings.
Insofern wird sich der Vorstand bei seiner Berichterstattung vom institutionalisierten Controlling unterstützen lassen. Eine derartige Informationsbereitstellung als Bringschuld des Vorstands setzt aber die Existenz eines umfassenden Controllingsystems voraus, aus dem die geforderten Planungs-, Kontroll- und Steuerungsgrößen zu entnehmen sind.
1 Einleitung: Einführung in die Governance-Problematik sowie Definition der Zielsetzung und des Untersuchungsaufbaus.
2 Theoretische Grundlagen der Corporate Governance: Begriffsbestimmung und Einbettung der Corporate Governance in die ökonomische Unternehmenstheorie unter Berücksichtigung von Governance-Systemen.
3 Grundlagen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK): Darstellung der Ziele, Funktionen sowie des Aufbaus und der Verbindlichkeit des DCGK.
4 Theoretische Grundlagen des Controlling: Analyse verschiedener Controllingkonzeptionen und Beschreibung der wesentlichen Aufgaben für Management und Controller.
5 Corporate Governance und Controlling: Synthese beider Themenfelder und Diskussion des Beitrags des Controllings zur Rationalitätssicherung.
6 Wirkungsanalyse des Zusammenwirkens von Vorstand und Aufsichtsrat auf das Controlling: Untersuchung der Informationsflüsse und Auswirkungen der Zusammenarbeit auf das Berichtswesen.
7 Wirkungsanalyse vorstandsorientierter Regelungen auf das Controlling: Untersuchung der Einflüsse auf wertorientiertes Controlling sowie Risikocontrolling.
8 Wirkungsanalyse aufsichtsorientierter Regelungen auf das Controlling: Erörterung der Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats und der Rolle des Controllings als Hilfsmittel.
9 Wirkungsanalyse rechnungslegungsorientierter Regelungen auf das Controlling: Analyse der Konvergenz zwischen internem und externem Rechnungswesen durch IFRS.
10 Wirkungsanalyse prüfungsorientierter Regelungen auf das Controlling: Diskussion, ob und inwieweit das Controlling Objekt der Abschlussprüfung sein sollte.
11 Fazit: Zusammenfassende Würdigung der Untersuchungsergebnisse.
Corporate Governance, DCGK, Controlling, Vorstand, Aufsichtsrat, Risikomanagement, Wertorientierte Steuerung, Shareholder Value, Principal-Agent-Theorie, Berichtswesen, IFRS, Abschlussprüfung, Rationalitätssicherung, Informationsasymmetrien, Unternehmensführung.
Die Arbeit untersucht, wie der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) die Controlling-Funktionen in Unternehmen beeinflusst und welchen Beitrag das Controlling zur Umsetzung von Governance-Anforderungen leisten kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, wertorientierter Unternehmenssteuerung, Risikomanagement, den Auswirkungen internationaler Rechnungslegung (IFRS) und der Rolle der Abschlussprüfung.
Das Ziel ist es, den Beitrag des Controllings zur Bewältigung der im DCGK adressierten Governance-Probleme wie Informationsasymmetrien oder Opportunismus zu analysieren.
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen wie den Rationalitätssicherungsansatz mit den konkreten Empfehlungen des DCGK verknüpft.
Der Hauptteil analysiert schrittweise verschiedene Regelungsbereiche des DCGK und deren Einfluss auf die Controlling-Aufgaben, unterteilt in die Zusammenarbeit der Organe, wertorientierte und risikoorientierte Ansätze sowie rechnungslegungs- und prüfungsrelevante Aspekte.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Corporate Governance, Controlling, DCGK, Risikomanagement und Wertorientierte Steuerung zusammenfassen.
Das Controlling bereitet die für die Überwachung notwendigen Informationen auf, reduziert Wissensasymmetrien zwischen den Organen und hilft bei der Etablierung eines zweckmäßigen Berichtswesens.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar Teilbereiche für den "Management Approach" relevant sind, eine pauschale Ausweitung der Prüfung auf das gesamte Controlling jedoch die Rolle des Aufsichtsrats schwächen könnte.
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