Magisterarbeit, 2006
91 Seiten, Note: 1,7
Die Sprache der Fußballberichterstattung
Einleitung
Einordnung der Fußballsprache in das allgemeine Sprachsystem
Das Vokabular der Fußballsprache
Fachsprache
Jargon
Außersportliche Fachsprachen
Umgangssprache
Die Fußballberichterstattung
Die Ansprüche
Die Schwierigkeiten
Die Sprache
Die Fußballberichterstattung in der Presse
Die Entwicklung
Die Sprache
Die Fußballberichterstattung im Hörfunk
Die Entwicklung
Die Sprache
Die Fußballberichterstattung im Fernsehen
Die Entwicklung
Die Sprache
Die Voraussetzungen
1954
1974
1990
Analyse der Fußballberichterstattung in der Presse
Das Korpus
Zeitsystem
Kalendersystem
Spielzeitsystem
Fachsprache
Jargon
Umgangssprache
Substitutionen
Emotionen
Bildliche Sprache
Fehler
Politik und Gesellschaft
Zusammenfassung
Analyse der Fußballberichterstattung im Hörfunk
Das Korpus
Kalendersystem
Spielzeitsystem
Fachsprache
Jargon
Umgangssprache
Substitutionen
Emotionen
Bildliche Sprache
Fehler
Politik und Gesellschaft
Transkription der letzten Minute
Zusammenfassung
Analyse der Fußballberichterstattung im Fernsehen
Das Korpus
Kalendersystem
Spielzeitsystem
Fachsprache
Jargon
Substitutionen
Emotionen
Bildliche Sprache
Fehler
Politik und Gesellschaft
Namensspielerei
Informationen, die der Zuschauer nicht sehen kann
Hintergrundinformationen
Spielanalyse
Distanzierung
Transkription der letzten Minute
Zusammenfassung
Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fußballberichterstattung in Presse, Hörfunk und Fernsehen
Analyse der Fußballberichterstattung in Presse, Hörfunk und Fernsehen
Das Korpus
Kalendersystem
Spielzeitsystem
Fachsprache
Jargon
Substitutionen
Emotionen
Bildliche Sprache
Fehler
Politik und Gesellschaft
Namensspielerei
Hintergrundinformationen
Spielanalyse
Distanzierung
Transkription
das erste Tor
die letzte Minute
Zusammenfassung
Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Sprache der Fußballberichterstattung in Presse, Hörfunk und Fernsehen sowohl theoretisch einzuordnen als auch anhand von praktischen Beispielen aus den Weltmeisterschaftsendspielen 1954, 1974 und 1990 in ihren verschiedenen Facetten zu analysieren und zu vergleichen.
Die Sprache
Hackfort und Weischenberg stellen in ihrer Studie „Sport und Massenmedien“ Thesen auf, die die Sprache des gesamten Sports umfassen. Viele Beispiele stammen aus dem Fußball, so dass dadurch die Legitimation besteht, diese Studie in diese Arbeit mit einzubeziehen.
Die Sprache der Berichterstattung ist emotional. Über Gefühle werden die Rezipienten gefesselt. Sie sollen mitleiden, sich freuen, sich begeistern, sich ärgern, wütend werden – alles fühlen, mit dem die Aufmerksamkeit auf das Höchste gefordert wird.34
Dazu kommen „affektierte Ausdrücke, die an niedere Instinkte […] appellieren“.35 In folgendem Beispiel geht es nur um den „Kampf“, der auf dem Platz ausgetragen wird: „Aus den Stollen unter den Schuhen der Argentinier ragten Nägel hervor. Damit riss Albrecht dem Kölner Weber beide Oberschenkel auf…“.36
Um die Emotionalität noch zu verstärken, benutzt man in der Sprache des Fußballs Ausrufe und Anreden, sprachliche Bilder sowie den Superlativstil und pathetische Übertreibungen: „Insgesamt spielte sich auf dem Rasen des Heysel-Stadions das Duell von zwei Fußballweltanschauungen ab“.37 Es reichen nicht mehr die Umschreibungen „schön“ und „groß“ aus, sondern es wird alles gleich „wunderbar“ und „gewaltig“.38 Der Grund für diese Sprache liegt laut Dieter Kroppach daran, dass versucht wird, dem Sport Wichtigkeit und Anspruch zu verleihen.39
Die Sprache der Fußballberichterstattung: Einführung in das Thema der sprachlichen Gestaltung der Fußballberichterstattung in verschiedenen Medien.
Einordnung der Fußballsprache in das allgemeine Sprachsystem: Systematische Kategorisierung der Fußballsprache zwischen Gemeinsprache, Fachsprache und Jargon.
Das Vokabular der Fußballsprache: Definition und Abgrenzung der verschiedenen Wortschatzbereiche des Fußballs inklusive Fachbegriffen und Jargon.
Die Fußballberichterstattung: Darlegung der allgemeinen Ansprüche und Schwierigkeiten, mit denen Sportjournalisten in verschiedenen Medien konfrontiert sind.
Die Voraussetzungen: Historischer Rückblick auf die gesellschaftlichen Bedingungen der Weltmeisterschaftsjahre 1954, 1974 und 1990.
Analyse der Fußballberichterstattung in der Presse: Untersuchung ausgewählter Presseberichte anhand sprachlicher Kategorien wie Zeitsystem, Jargon und Bildlichkeit.
Analyse der Fußballberichterstattung im Hörfunk: Detaillierte Analyse von Live-Reportagen und den spezifischen Herausforderungen der mündlichen Berichterstattung.
Analyse der Fußballberichterstattung im Fernsehen: Untersuchung der spezifischen visuellen und auditiven Anforderungen an Fernsehkommentare.
Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fußballberichterstattung in Presse, Hörfunk und Fernsehen: Vergleichende Betrachtung der medialen Sprachstile und ihrer Funktionen.
Fußballsprache, Fußballberichterstattung, Sportjournalismus, Presse, Hörfunk, Fernsehen, Jargon, Fachsprache, Sprachanalyse, Fußballweltmeisterschaft, Live-Reportage, Metaphorik, Mediensprache, Stilmittel, Sportmedien.
Die Arbeit untersucht die sprachliche Gestaltung der Fußballberichterstattung in den deutschen Medien und wie sich diese über verschiedene Zeitperioden und Medien hinweg verändert hat.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung der Fußballsprache, der Vergleich zwischen Presse, Hörfunk und Fernsehen sowie die Einflüsse gesellschaftlicher Entwicklungen auf den journalistischen Stil.
Das Ziel ist es, theoretische Ansätze der Sportkommunikation mit einer praktischen Analyse von Berichten der Weltmeisterschaftsendspiele (1954, 1974, 1990) zu verknüpfen.
Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung durchgeführt, bei der spezifische sprachliche Merkmale wie Jargon, Metaphern, Zeitdarstellungen und grammatikalische Besonderheiten in den Medienberichten kategorisiert und verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die getrennte Analyse von Presse, Hörfunk und Fernsehen, wobei jeweils Korpusbeispiele aus den Endspielen analysiert werden.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Fußballsprache, Sportjournalismus, Mediensprache und Sprachanalyse geprägt.
Die Berichterstattung von 1954 zeigt eine hohe Dichte an emotionaler Sprache und Kriegsmetaphorik, was mit der Nachkriegssituation und der hohen Bedeutung des ersten Weltmeistertitels für die deutsche Gesellschaft korreliert.
Die Reportage von 1974 wirkt deutlich distanzierter und wortkarger, während 1990 ein kooperativer Stil zwischen Reporter und Co-Kommentator vorherrscht, der eine höhere Informationsdichte und lebendigere Sprache aufweist.
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