Diplomarbeit, 2005
218 Seiten, Note: 1,0
1 Motivation und Zielsetzung
2 Grundlagen
2.1 Integration
2.1.1 Integrationsmerkmale
2.1.2 Integrationsziel
2.2 Integrationskonzepte
2.2.1 Punkt zu Punkt Integration
2.2.2 Middleware – Integration
2.3 Enterprise Application Integration (EAI)
2.3.1 Architektur
2.3.2 Funktionale Bestandteile von EAI - Lösungen
2.3.3 Kritische Punkte
3 Serviceorientierter EAI - Integrationsansatz
3.1 Betriebswirtschaftliche Herausforderungen
3.2 Anforderungen an überbetriebliche IV - Systeme
3.3 Serviceorientierte Architektur (SOA)
3.3.1 Anatomie eines Service
3.3.2 Klärung des Begriffs SOA
3.3.3 Komposition von Services
3.3.3.1 Koordination
3.3.3.2 Enterprise Service Bus (ESB)
3.4 Prozessintegration mit SAP Netweaver
3.4.1 Netweaver
3.4.2 Exchange Infrastructure XI 3.0
3.4.2.1 Komponenten XI
3.4.2.2 Umsetzung der SOA in XI
3.4.2.3 Komposition von Services
3.4.2.4 Gegenüberstellung XI und ESB
3.4.2.5 Gesamtbewertung
4 Prozesse in der Energiewirtschaft
4.1 Energiewirtschaft in Deutschland
4.2 Auswirkung der Liberalisierung auf die Prozesse der EVUs
4.2.1 Unbundling- Maßnahmen
4.2.2 Wachstumsstrategien
4.3 Konsequenzen auf die IV - Systeme
4.4 Vorstellung eines neuen Geschäftsprozesses
4.4.1 Motivation
4.4.2 Ausgangssituation
4.4.3 Lieferantenwechselprozess (Sollzustand)
4.5 Fazit
5 Implementierung des Lieferantenwechselprozesses
5.1 DV Konzept
5.1.1 Einschränkungen
5.2 Implementierung
5.2.1 Servicelandschaft
5.2.2 Designphase
5.2.2.1 Beispiel sendeNeuNetzKunde_sync_abs
5.2.2.2 Beispiel ZAPI_ISU_PARTNER_CREATEFROMDATA
5.2.2.3 Business Szenario lwp_szenario_111004
5.2.3 Konfigurationsphase
5.2.4 Implementierung der Schnittstellen
5.2.4.1 ABAP Proxy – Implementierung der Schnittstelle empfangKuendigung des Service Kündigung
5.2.4.2 Java Proxy Implementierung der Schnittstelle generateKundenId_sync_in des Service Datenservice
5.3 Prozessdurchführung
5.4 Fazit
6 Bewertung der implementierten Lösung
6.1 Methode Nutzwertanalyse (NWA)
6.2 Ermittlung der Zielerträge der IST- Situation
6.2.1 Kurzbeschreibung der IT – gestützten Durchführung des Prozesses
6.2.1 Ermittlung der Kriterienwerte
6.3 Ermittlung der Zielerträge der XI - Lösung
6.3.1 Ermittlung der Kriterienwerte
6.4 Ergebnisse der Analyse
7 Zusammenfassung und Ausblick
Anhang
A Theorie
a Nutzeffekte von Integration
b Gegenüberstellung Fachkomponente und Web -Services
c SAP Produkte Entwicklung
d Bewertungskriterien für einen ESB
B Programmcode
a ABAP Programm
b Java Programm
C XI - Business Process
a Nachrichtentypen
b Ausschnitt des Business Process
c Business Process in BPEL4WS
d Übersicht über alle Message Interfaces
e IE Protokoll
D Nutzwertanalyse
a Zielhierarchie
b Beschreibung des bisherigen LWP
Die Arbeit untersucht, wie eine serviceorientierte Architektur (SOA) auf Basis der SAP Exchange Infrastructure 3.0 dazu beitragen kann, geschäftsübergreifende Unternehmensprozesse in der Energiewirtschaft effizienter zu gestalten und die Anforderungen nach Flexibilität und Interoperabilität zu erfüllen.
3.3.1 Anatomie eines Service
Ein Service ist nicht etwas grundsätzlich Neues in Bezug auf die Art und Weise wie Software zur Lösung von betrieblichen Aufgaben konzipiert wird, sondern baut auf schon bewährten Konzepten der Informatik auf. Insofern kann der Service zunächst als eine Fortentwicklung dessen betrachtet werden. Die Konzepte im Einzelnen sind:
1. Objektorientierte Analyse und Design: Objekte sind nach (JACOBSEN 1994) dadurch gekennzeichnet, dass sie einerseits aus einer Menge von Operationen bestehen und andererseits aus einem Zustand, der die Effekte der Ausführung der Operationen speichert. In der Objektorientierten Analyse stammen diese Objekte aus der Fachdomäne (engl.: problem domain), und werden zur Designzeit in logische Softwareobjekte transformiert. Im Anschluss werden diese Objekte in einer objektorientierten Programmiersprache implementiert. In objektorientierten Programmen bilden Objekte die Einheiten der Datenkapselung.
2. Komponentenbasiertes Design: das komponentenbasierte Design leitet sich nach (RAUTENSTRAUCH et al. 2003, S. 276) aus dem Objekt - Paradigma ab und stellt insofern eine Weiterentwicklung von diesem dar. Eine Komponente ist ein wieder verwendbares, für sich selbst stehendes, abgeschlossenes Stück Software, das unabhängig von bestimmten Anwendungssystemen ist. Der Unterschied zu Objekten liegt sowohl in der Systemunabhängigkeit, in der unvorhersehbaren Einsetzbarkeit, in der unabhängigen Vermarktbarkeit als auch in der unterschiedlichen Granularität der gekapselten Funktionalität. Grob-körnigere Komponenten bieten wohl definierte Funktionalität, die sich aus einer kohäsiven Menge fein granularer Objekte zusammensetzt.
1 Motivation und Zielsetzung: Einleitung in die Problematik der Prozessintegration in der Energiewirtschaft sowie Vorstellung des Ziels, diese durch einen SOA-basierten Ansatz zu verbessern.
2 Grundlagen: Definition und Erläuterung der Konzepte Anwendungsintegration, EAI sowie der grundlegenden Integrationsarten.
3 Serviceorientierter EAI - Integrationsansatz: Vorstellung der serviceorientierten Architektur (SOA), des Enterprise Service Bus (ESB) und Untersuchung des Produkts SAP Exchange Infrastructure (XI) 3.0.
4 Prozesse in der Energiewirtschaft: Analyse der Auswirkungen der Marktliberalisierung und des Unbundlings auf die Geschäftsprozesse von Energieversorgungsunternehmen (EVU).
5 Implementierung des Lieferantenwechselprozesses: Praktische Umsetzung des Lieferantenwechselprozesses auf Basis der EAI-Lösung SAP XI 3.0 innerhalb einer beispielhaften SAP-Systemlandschaft.
6 Bewertung der implementierten Lösung: Anwendung der Methode der Nutzwertanalyse zum Vergleich der Effizienz zwischen der ursprünglichen Prozessdurchführung und der neuen SOA-basierten Lösung.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse und Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung von SOA-Lösungen in der Unternehmens-IT.
Serviceorientierte Architektur, SOA, SAP XI 3.0, Energiewirtschaft, Prozessintegration, EAI, Enterprise Service Bus, ESB, Unbundling, Lieferantenwechselprozess, Nutzwertanalyse, Workflowmanagement, Interoperabilität, Geschäftsprozesse, Datenintegration.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration und Verbesserung geschäftsübergreifender Prozesse in der Energiewirtschaft unter Verwendung der Prozessintegrationslösung SAP XI 3.0 auf Basis einer serviceorientierten Architektur.
Die Schwerpunkte liegen auf der serviceorientierten Architektur (SOA), der Enterprise Application Integration (EAI), den speziellen Herausforderungen der liberalisierten Energiewirtschaft sowie der Implementierung und Bewertung eines konkreten Lieferantenwechselprozesses.
Das Ziel ist der Nachweis, dass durch den Einsatz einer SOA-basierten Integrationslösung (SAP XI 3.0) eine effizientere Durchführung von unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen gegenüber traditionellen Integrationsansätzen möglich ist.
Zur empirischen Untersuchung und zum Nachweis der Effizienzsteigerung wird eine Nutzwertanalyse (NWA) angewandt, um die neue Lösung mit der bestehenden IT-gestützten Prozessdurchführung zu vergleichen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Integration und SOA, die Analyse der Energiewirtschaft, die detaillierte technische Implementierung des Lieferantenwechselprozesses in SAP XI 3.0 sowie die abschließende Bewertung mittels Nutzwertanalyse.
Wichtige Schlüsselwörter sind Serviceorientierte Architektur, SAP XI 3.0, EAI, Energiewirtschaft, Prozessintegration, Unbundling und Lieferantenwechselprozess.
Die Unbundling-Vorgaben werden als wesentlicher Treiber für die Komplexität und den Bedarf an flexiblen IT-Integrationslösungen in der Energiewirtschaft identifiziert, wobei insbesondere die Notwendigkeit der informatorischen Trennung von Netz und Vertrieb hervorgehoben wird.
Die Arbeit stellt fest, dass SAP XI 3.0 wichtige Eigenschaften eines Enterprise Service Bus (ESB) besitzt und eine effektive Integration ermöglicht, weist jedoch auch auf Mängel bei der Transaktionsunterstützung und bei der Umsetzung bestimmter SOA-Standards hin.
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