Magisterarbeit, 2006
76 Seiten, Note: 1,0
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung russischer Juden in deutschen Medien von 1989 bis 2006 vor dem Hintergrund der deutsch-jüdischen Beziehungen. Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie die russisch-jüdische Zuwanderung in der deutschen Öffentlichkeit dargestellt wurde und wie sich die Wahrnehmung der russischen Juden im Laufe der Zeit verändert hat.
Die Einleitung der Arbeit stellt die Relevanz des Themas vor dem Hintergrund der deutsch-jüdischen Beziehungen dar und erläutert die Forschungsmethodik. Kapitel 2 liefert einen historischen Überblick über die Situation der Juden in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und beleuchtet das deutsch-jüdische Verhältnis im Kontext der Erinnerung an den Holocaust. Kapitel 3 befasst sich mit der russisch-jüdischen Zuwanderung nach Deutschland und den Rahmenbedingungen der Aufnahme von Kontingentflüchtlingen. Kapitel 4 analysiert die Debatte um die Aufnahme russischer Juden in der Politik und den Medien. Kapitel 5 konzentriert sich auf die Darstellung russischer Juden in den deutschen Medien von 1992 bis 2006 und beleuchtet verschiedene Themen wie die Fälschungsdebatte, den Fall Gollwitz und die Berichterstattung über positive und negative Beispiele der Integration. Kapitel 6 liefert eine zusammenfassende Schlussbetrachtung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Russisch-jüdische Zuwanderung, deutsche Medien, deutsch-jüdische Beziehungen, Holocaust-Erinnerung, Kontingentflüchtlinge, Integration, Medienanalyse, Diskussionskultur.
Seit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz 1991 sind über 200.000 Juden aus der ehemaligen Sowjetunion als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland eingereist.
Untersucht wurden die Berichterstattungen der Frankfurter Rundschau, der Süddeutschen Zeitung, des Tagesspiegels, der taz sowie der Magazine Spiegel und Focus.
Die Arbeit untersucht den Wahrnehmungswandel der russischen Juden in deutschen Medien zwischen 1989 und 2006 und fragt, ob ein Tabu existiert, Kritik an Juden zu üben.
Der Fall Gollwitz wird in der Arbeit als Beispiel analysiert, in dem jüdische Kontingentflüchtlinge in der medialen Darstellung primär als Opfer wahrgenommen wurden.
Neben einer systematischen Medienauswertung wurden qualitative, halbstrukturierte Experteninterviews mit zeitgeschichtlichen Persönlichkeiten durchgeführt.
Die Erinnerung an den Holocaust normiert das Verhältnis und prägt die öffentliche Debatte sowie die Aufnahmeregelungen für jüdische Zuwanderer.
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