Bachelorarbeit, 2006
49 Seiten, Note: 1,3
1. Soziale Kompetenz – Begriffsbestimmungen, Definitionen und Abgrenzung gegen verwandte Konzepte
1.1. Begriffsbestimmungen und Definitionen
1.2. Abgrenzung gegen verwandte Konzepte
1.3. Zusammenfassung
2. Soziale Kompetenz – Diagnostik
2.1. Ansätze und Arten diagnostischer Methoden
2.2. Die kognitiven Leistungstests
2.2.1. Tests zur sozialen Intelligenz
2.2.2. Die Messung normbezogenen Wissens
2.2.3. Zusammenfassung
2.3. Die Verhaltensbeobachtung
2.3.1. Die Selbstbeobachtung
2.3.2. Exkurs: Der Beurteilungsbogen smk
2.3.3. Die Fremdbeobachtung
2.3.4. Zusammenfassung
2.4. Die Verhaltensbeschreibung
2.4.1. Die Selbstbeschreibung
2.4.2. Die Fremdbeschreibung
2.4.3. Zusammenfassung
2.5. Die Messung komplexer Kompetenzindikatoren
2.5.1. Die Selbsteinschätzung
2.5.2. Die Fremdeinschätzung
2.5.3. Zusammenfassung
2.6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die vielfältigen definitorischen Ansätze zum Begriff der sozialen Kompetenz zu geben und darauf aufbauend verschiedene wissenschaftliche Methoden zu deren Diagnostik vorzustellen, um ein praktikables Verständnis zu vermitteln.
2.3.1. Die Selbstbeobachtung
Vor allem im Bereich der klinischen Psychologie wird dieses Verfahren angewendet. Da dies jedoch nicht Gegenstand dieser Arbeit ist, werden die Selbstbeobachtungen nur kurz skizziert. Die Selbstbeobachtung findet sich indirekt in anderen Methoden der Personalauswahl wieder, u.a. in der Selbstbeschreibung. Eine treffende Selbstbeschreibung, bspw. im Rahmen eines Persönlichkeitsfragebogens, setzt schließlich die Fähigkeit voraus, das eigene Verhalten richtig bewerten und generelle Aussagen dazu formulieren zu können.
Die Selbstbeobachtung wird erst dann zur Methode im eigentlichen Sinne, wenn systematisch mit Hilfe von Indikatoren das eigene Verhalten dokumentiert und anschließend analysiert wird. Selbstbeobachtungen können in natürlichen und in künstlichen Settings erfolgen. Letztere werden vor allem in therapeutischen Rollenspielen eingesetzt, um das Sozialverhalten eines Probanden zu verbessern.
Selbstbeobachtungen in natürlichen Settings erfolgen meist durch die Tagebuchmethode (bspw. Wilz & Brähler, 1997). Die Notwendigkeit dafür ergibt sich aus dem Umstand, dass ein oder mehrere Beobachter aus verschiedenen Gründen nicht dauerhaft eine andere Person begleiten können, ohne durch ihre Anwesenheit das Sozialverhalten des Probanden zu verfälschen. Zudem spielen rein praktische Überlegungen eine Rolle. Der Proband beschreibt sein Sozialverhalten unter verschiedensten Vorgaben. Lässt sich eine überdauernde Verhaltensdisposition feststellen, so wird diese den sozialen Kompetenzen der Person zugeschrieben. Die zahlreichen Auswertungsmethoden findet man bspw. bei Schmitz & Bretz (1997). Die Anwendung der Tagebuchmethode erfordert eine Schulung des Probanden, um auswertbare und systematisierte Ergebnisse zu erhalten.
1. Soziale Kompetenz – Begriffsbestimmungen, Definitionen und Abgrenzung gegen verwandte Konzepte: Dieses Kapitel erarbeitet ein praktikables Verständnis sozialer Kompetenz, indem es verschiedene Definitionsansätze analysiert und das Konstrukt von verwandten Begriffen abgrenzt.
2. Soziale Kompetenz – Diagnostik: Dieser Teil systematisiert diagnostische Verfahren in kognitive Leistungstests, Verhaltensbeobachtungen, Verhaltensbeschreibungen sowie komplexe Kompetenzindikatoren und diskutiert deren Vor- und Nachteile in der Praxis.
Sozialkompetenz, soziale Intelligenz, Teamfähigkeit, Kompetenzdiagnostik, Verhaltensbeobachtung, Verhaltensbeschreibung, Assessment Center, Persönlichkeitsdiagnostik, Selbstbeobachtung, Fremdbeobachtung, Leistungstests, Indikatoren, Personalauswahl, Situationsspezifität, Sozialverhalten.
Die Arbeit behandelt die definitorische Vielschichtigkeit des Begriffs soziale Kompetenz und stellt verschiedene wissenschaftlich fundierte Verfahren zu deren Messung und Diagnostik vor.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Bestimmung des Kompetenzbegriffs, der Abgrenzung zu ähnlichen Konstrukten wie emotionaler Intelligenz sowie der methodischen Differenzierung zwischen direkten und indirekten diagnostischen Messverfahren.
Das Hauptziel ist es, dem Leser ein eigenes Verständnis von sozialer Kompetenz zu ermöglichen und grundlegende Methoden und Verfahren der Sozialkompetenzdiagnostik praxisnah zu vermitteln.
Die Arbeit nutzt einen Literaturüberblick und eine analytische Systematisierung, um bestehende Forschungsansätze und Diagnoseinstrumente (wie AC, CAB oder Fragebögen) in eine übersichtliche Kategorisierung zu bringen.
Im Hauptteil werden diagnostische Methoden anhand einer vierstufigen Kategorisierung analysiert: kognitive Leistungstests, Verhaltensbeobachtungen, Verhaltensbeschreibungen und komplexe Kompetenzindikatoren.
Zentrale Begriffe sind Sozialkompetenz, Kompetenzdiagnostik, Verhaltensbeobachtung, Assessment Center, soziale Intelligenz und Teamfähigkeit.
Assessment Center ermöglichen durch den Einsatz mehrerer, aufeinander abgestimmter Übungen (Multitrait-Multimethod-Prinzip) eine fundierte Messung komplexer sozialer Kompetenzen, die durch einfache Tests nicht erfassbar sind.
Sozial kompetentes Verhalten ist stets von der jeweiligen Situation und den dort herrschenden Werten und Normen abhängig; eine universelle Verhaltensnorm existiert daher nicht, was die Entwicklung standardisierter Diagnoseinstrumente erschwert.
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