Diplomarbeit, 2006
126 Seiten, Note: 1,0
A Einleitung
1 Einführung
2 Zielsetzung
3 Gang der Betrachtung
B Theoretische Analyse
1 Entscheidungstheoretische Grundlagen
1.1 Präferenzordnung, Nutzen und Entscheidungen unter Sicherheit
1.2 Entscheidungen unter Risiko
1.2.1 Unsicherheit i.e.S. – Entscheidungen unter Ungewissheit
1.2.2 Erwartungsnutzentheorie
1.2.2.1 Bernoulli-Prinzip
1.2.2.2 von Neumann/Morgenstern/Savage-Axiome
1.2.2.3 Risikopräferenzen
1.2.2.4 Risikomaße
1.2.3 Erweiterungen der klassischen Erwartungsnutzentheorie
1.3 Stabilität von Präferenzen
1.3.1 Stabilität versus Kontextabhängigkeit
1.3.2 Stated versus revealed Preferences und deren Beeinflussung
1.3.2.1 Repräsentativität
1.3.2.2 Informationsverfügbarkeit
1.3.2.3 Beeinflussung durch Problemstellung
1.3.2.4 Affekte
2 Bestimmungsfaktoren individueller Risikopräferenzen
2.1 Literaturüberblick
2.1.1 Grundlegende Arbeiten
2.1.2 Diskussion einzelner Determinanten
2.1.2.1 Geschlecht
2.1.2.2 Alter
2.1.2.3 Körpergröße
2.1.2.4 Bildung
2.1.2.5 Einkommen/Vermögen
2.1.2.6 Religion
2.1.2.7 Nationalität
2.1.3 Weitere Aspekte
2.2 Problematik der Endogenität
3 Zwischenfazit und Hypothesenzusammenfassung
C Empirische Validierung
1 Datengrundlage
1.1 Problematik internationaler Vergleichbarkeit
1.2 Das SOEP
2 Untersuchungsmodell
2.1 Das Risikomaß
2.2 Variablendefinitionen
2.3 Untersuchungsmethode
3 Empirische Ergebnisse
3.1 Deskriptive Analyse
3.2 Korrelationsanalyse
3.3 Regressionsanalyse
4 Zwischenfazit und Hypothesenbewertung
D Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Determinanten individueller Risikopräferenzen im internationalen Vergleich, um zu erklären, warum Individuen in vermeintlich gleichen Entscheidungssituationen unterschiedlich risikoaffin agieren. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern sozio-ökonomische Faktoren, psychologische Heuristiken und insbesondere die Nationalität eine Rolle bei der Ausbildung dieser Präferenzen spielen.
B 1.2 Entscheidungen unter Risiko
Für eine sichere Umwelt ist das vorgestellte Konzept der Nutzenmaximierung angemessen. Im Alltag sind jedoch weder alle entscheidungsrelevanten Alternativen bekannt – hiervon wird im Folgenden jedoch abstrahiert – noch sind die Wunschmengen der Wunschgüter risikolos zu erhalten. Vielmehr ist jeglicher Konsum eines Gutes nur mit bestimmter Wahrscheinlichkeit möglich. Als augenscheinliches Beispiel sei der oft erstrebte nutzenschaffende Lottogewinn genannt. Unklar ist auch, ob der Lebenspartner die eigene Freizeit am Abend wie geplant bereichern wird, oder ob beim Einkauf das Geschäft die erstrebten Bananen heute in adäquater Qualität führt.
Dieses Kapitel geht nachfolgend der Frage nach, wie ein Akteur in diesem Kontext sein Güterbündel schnüren sollte, unter bestmöglicher Beachtung seiner Risikopräferenzen.
A Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Risikoentscheidungen ein, definiert das Forschungsziel der Bestimmungsfaktoren für Risikopräferenzen und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
B Theoretische Analyse: Dieser Teil erörtert entscheidungstheoretische Grundlagen, analysiert verschiedene Risikomaße und diskutiert mögliche Determinanten sowie die Stabilität von Präferenzen.
C Empirische Validierung: Hier werden die theoretischen Hypothesen mittels Paneldaten des SOEP empirisch getestet, deskriptiv sowie mittels Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet.
D Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung der nationalen Einflüsse sowie sozio-ökonomischer Determinanten und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Risikopräferenzen, Risikoaversion, Erwartungsnutzentheorie, Risikobereitschaft, SOEP, Sozio-ökonomische Faktoren, Nationalität, Entscheidungen unter Unsicherheit, Nutzenfunktion, Verhaltensökonomik, empirische Validierung, Risikomaße, Risiko-Wert-Modell, Individuelle Unterschiede, Determiniertenanalyse.
Die Arbeit analysiert die Einflussfaktoren auf die individuelle Risikobereitschaft von Menschen und prüft, ob und wie diese Faktoren interindividuell sowie im internationalen Vergleich variieren.
Die Arbeit verknüpft klassische ökonomische Entscheidungstheorie mit verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen, um Faktoren wie Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Religion und Nationalität als Determinanten des Risikoverhaltens zu untersuchen.
Das Hauptziel ist die Aufdeckung möglicher Bestimmungsfaktoren für die individuelle Risikobereitschaft und insbesondere die Beantwortung der Frage, ob die Nationalität einer Person eine signifikante Rolle bei der Bildung von Entscheidungspräferenzen spielt.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Auswertung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Hierbei werden deskriptive Statistik, Korrelationsanalysen sowie OLS- und ordinale Regressionen eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Erwartungsnutzentheorie und deren Erweiterungen sowie eine umfangreiche empirische Validierung der daraus abgeleiteten Hypothesen anhand großer Datensätze.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Risikopräferenzen, Risikoaversion, Erwartungsnutzentheorie, SOEP, sozio-ökonomische Determinanten, Nationalität und empirische Validierung.
Die Arbeit widmet der Nationalität als Determinante besonderes Augenmerk und verwendet einen innovativen Ansatz, indem sie Migranten in Deutschland untersucht, um kulturelle Einflüsse von den Rahmenbedingungen des Gastlandes zu isolieren.
Der Autor stellt fest, dass sozio-ökonomische Variablen das Risikoverhalten nur partiell erklären können und dass neben messbaren Faktoren auch psychologische und neurobiologische Aspekte von entscheidender Bedeutung sind.
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