Doktorarbeit / Dissertation, 2005
225 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit
1.3. Wissenschaftstheoretische Positionierung
1.4. Theoretisch-konzeptionelle Vorgangsweise
1.5. Methodische Vorgangsweise
2. Analyse der Sportartikelindustrie
2.1. Begriffsdefinition der Sportartikelindustrie
2.2. Abgrenzung des Untersuchungssamples
2.3. Analyse der Unternehmen
2.3.1. Mitarbeiterentwicklung
2.3.2. Umsatzentwicklung
2.3.3. Kapitalstruktur
2.3.4. Beteiligungen
2.3.5. Produktgruppen
2.4. Sportartikelmarkt
2.4.1. Allgemeine Rahmenbedingungen
2.4.2. Marktumsatz
2.4.3. Branchentrends
2.4.4. Branchenstrukturanalyse
2.4.4.1. Bedrohung von Markteintritten
2.4.4.2. Angebotsmacht der Zulieferer
2.4.4.3. Nachfragemacht der Kunden
2.4.4.4. Bedrohung durch Substitution
2.4.4.5. Wettbewerbsintensität der Unternehmen
2.4.4.6. Zusammenfassende Übersicht der Branchenstruktur
2.4.5. Ausblick
3. Wertorientiertes Management
3.1. Grundlagen des wertorientierten Managements
3.1.1. Begriff des wertorientierten Managements
3.1.2. Institutionalisierung des wertorientierten Managements
3.1.2.1. Wertschaffung
3.1.2.2. Werterhaltung
3.1.2.3. Wertrealisierung
3.2. Kernprozesse des Wertmanagements
3.2.1. Wertstrategienentwicklung
3.2.2. Investitionsentscheidungen und Ressourcenverteilung
3.2.3. Leistungsmanagement
3.2.4. Mitarbeiterkompensation
3.2.5. Kommunikation
3.2.6. Implementierung
3.3. Methodengrundlagen des wertorientierten Managements
3.3.1. Methodische Anforderungen
3.3.2. Unternehmenswert
3.3.2.1. Freier Cashflow
3.3.2.2. Prognosehorizont der Planperiode
3.3.2.3. Kapitalkosten
3.3.2.4. Residualwert
3.3.3. Wertorientierte Kennzahlen
3.3.3.1. Wertschaffungsorientierte Kennzahlen
3.3.3.1.1. Cash Value
3.3.3.1.2. Multiplikatoren
3.3.3.2. Wertnutzungsorientierte Kennzahlen
3.3.3.2.1. Return on Capital
3.3.3.2.2. Economic Value Added
3.3.3.2.3. Cash Flow Return on Investment
3.3.3.2.4. Cash Value Added
3.3.3.2.5. Market Value Added
3.3.3.2.6. Total Shareholder Return
3.3.3.3. Kritische Würdigung
3.4. Operationalisierung
3.4.1. Wertgeneratoren
3.4.2. Werttreiber
3.4.2.1. Wertpotentiale
3.4.2.2. Strategische Erfolgsfaktoren
3.5. Wertorientiertes Berichtswesen
3.5.1. Shareholder Return Reporting
3.5.2. Corporate Return Reporting
3.5.2.1. Detailed Financial and Per Share Reporting
3.5.2.2. Value Tools Reporting
3.5.2.3. Future Objectives Reporting
3.5.3. Value Reporting Katalog
4. Status des wertorientierten Berichtswesens in der Sportartikelindustrie
4.1. Ergebnisse der Untersuchung
4.1.1. Shareholder Return Reporting
4.1.2. Corporate Return Reporting
4.1.2.1. Detailed Financial and Per Share Reporting
4.1.2.2. Value Tools Reporting
4.1.2.3. Future Objectives Reporting
4.2. Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse
5. Identifikation der kritischen Werttreiber in der Sportartikelindustrie
5.1. Unternehmensgröße
5.1.1. Ursachen
5.1.1.1. Betriebsgrößenabhängige Kostendegression
5.1.1.2. Kostenerfahrungskurve
5.1.1.3. Marktmacht im Einkauf
5.1.1.4. Finanzierung
5.1.2. Messung des Erklärungsbeitrags
5.1.3. Kritische Würdigung
5.2. Marktposition
5.2.1. Ursachen
5.2.1.1. Marke schafft Kundenbindung
5.2.1.2. Einsatz des Firmennamens als Dachmarke
5.2.1.3. Trend zu Sportlifestyle-Produkten
5.2.1.4. Marktmacht im Verkauf
5.2.2. Messung des Erklärungsbeitrags
5.2.3. Kritische Würdigung
5.3. Technologieinnovationen
5.3.1. Ursachen
5.3.1.1. Hohe Wettbewerbsintensität
5.3.2. Messung des Erklärungsbeitrags
5.3.3. Kritische Würdigung
5.4. Produktbündelungen
5.4.1. Ursachen
5.4.1.1. Umsatzsteigerung durch Produktbündelungen
5.4.2. Messung des Erklärungsbeitrags
5.4.3. Kritische Würdigung
5.5. Forderungsmanagement
5.5.1. Ursachen
5.5.1.1. Kapitalkostenreduktion durch Management des Nettoumlaufvermögens
5.5.2. Messung des Erklärungsbeitrags
5.5.3. Kritische Würdigung
5.6. Value Reporting
5.6.1. Ursachen
5.6.1.1. Reduktion von Informationsasymmetrien
5.6.1.2. Darlegung zukünftiger Erwartungen
5.6.2. Messung des Erklärungsbeitrags
5.6.3. Kritische Würdigung
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ausblick
Die vorliegende Dissertation zielt darauf ab, praktische Strategien zur Steigerung des Unternehmenswerts in der Sportartikelindustrie zu entwickeln, wobei der Fokus auf industriespezifischen Werttreibern liegt. Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand des wertorientierten Berichtswesens und analysiert, inwiefern kausale Zusammenhänge zwischen identifizierten Werttreibern und dem Unternehmenswert statistisch belegt werden können.
1.1. PROBLEMSTELLUNG
Ausgehend von den USA zu Beginn der achtziger Jahre hat innerhalb der letzten Jahre die Bedeutung des wertorientierten Managements in allen westlichen Industrienationen signifikant zugenommen. Als Ursachen für die steigende Bedeutung werden u.a. der verschärfte globale Wettbewerb um knappes Eigenkapital und die aufgrund der Mergers und Akquisitionstätigkeiten entstandene Furcht vor feindlichen Übernahmen genannt. Der erhöhte Performancedruck am Kapitalmarkt und die latente Gefahr von unerwünschten Aufkäufen einer Unternehmung bei suboptimaler Führung führte schließlich zu einem spürbaren Wertewandel in der strategischen Unternehmensführung.
Für das Management trat dabei das Ziel der Wertsteigerung des Unternehmens immer mehr in den Vordergrund und die Umsatz- und Gewinnoptimierung verlor an Bedeutung. Neben Risikoüberlegungen wurden für die strategische Unternehmenssteuerung auch der Zeitwert des Geldes, Investitionen und zukünftige Entwicklungspotentiale verstärkt berücksichtigt. Ziel der Unternehmensleitungen war es die Geschäftstätigkeiten ihrer Unternehmen im Hinblick auf deren Beiträge zum Unternehmenswert zu prüfen und den Ausbau oder die Neuerschließung wertsteigernder Aktivitäten zu forcieren.
Aufgrund der Orientierung an Zahlungsströmen und des zukunftsbezogenen Charakters stellt die wertorientierte Unternehmensführung eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Verfahren der strategischen Unternehmenssteuerung dar und wird mittlerweile von einer großen Zahl an Unternehmen als geeignetes Mittel zur langfristigen Existenzsicherung gesehen. Der Wert des Unternehmens und die Schaffung von Aktionärsvermögen (Shareholder Value) sind also die Messlatte und zentrale Steuerungsgröße des Managements.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des wertorientierten Managements ein, skizziert die Zielsetzung der Dissertation und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Analyse der Sportartikelindustrie: Hier erfolgt eine Definition der Branche, eine Abgrenzung der untersuchten Unternehmen sowie eine detaillierte Analyse der Industrierahmenbedingungen und Trends.
3. Wertorientiertes Management: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen des wertorientierten Managements, die Kernprozesse sowie die relevanten Kennzahlen und Berichterstattungsmethoden dar.
4. Status des wertorientierten Berichtswesens in der Sportartikelindustrie: Hier wird der Ist-Zustand der externen wertorientierten Kommunikation der untersuchten Sportartikelunternehmen auf Basis einer empirischen Analyse dargestellt.
5. Identifikation der kritischen Werttreiber in der Sportartikelindustrie: Dieser Hauptteil identifiziert spezifische Werttreiber, stellt Hypothesen auf und überprüft diese mittels statistischer Regressionsanalysen auf ihren Zusammenhang mit dem Unternehmenswert.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des wertorientierten Managements in der Branche.
Wertorientiertes Management, Sportartikelindustrie, Shareholder Value, Unternehmenswert, Werttreiber, Wertgeneratoren, Discounted Cash Flow, Economic Value Added, Unternehmensführung, Strategische Erfolgsfaktoren, Value Reporting, Finanzanalyse, Investitionsentscheidung, Regressionsanalyse, Stakeholder-Konzept.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Implementierung von Strategien des wertorientierten Managements, speziell zugeschnitten auf Unternehmen in der Sportartikelindustrie.
Die Themen umfassen die Definition des Unternehmenswerts, die Analyse von Wertgeneratoren und Werttreibern, die Gestaltung des Berichtswesens (Value Reporting) sowie die statistische Überprüfung von Erfolgsfaktoren.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung praktischer Strategien zur Steigerung des Unternehmenswerts für Sportartikelproduzenten, wobei industriespezifische Besonderheiten bei der Definition von Werttreibern berücksichtigt werden.
Neben einer fundierten Literaturanalyse verwendet der Autor zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen quantitative Regressionsanalysen, basierend auf Daten der Geschäftsberichte von 32 international führenden Unternehmen.
Der Hauptteil analysiert intensiv die Branche, erörtert theoretische Konzepte des wertorientierten Managements und identifiziert durch empirische Analysen kritische Werttreiber wie Unternehmensgröße, Marktposition, Technologieinnovationen, Produktbündelungen und Forderungsmanagement.
Die wichtigsten Begriffe sind Wertorientiertes Management, Sportartikelindustrie, Shareholder Value, Unternehmenswertmaximierung und strategische Werttreiber.
Allgemeine Managementkonzepte greifen oft zu kurz, da sie die spezifischen Marktstrukturen der Sportartikelbranche – wie etwa die hohe Bedeutung des Markenimages und die Abhängigkeit von saisonalen Modetrends – nicht ausreichend differenziert berücksichtigen.
Die statistische Analyse bestätigt die Hypothese "Big is beautiful", da größere Unternehmen in der Sportartikelindustrie durch Skaleneffekte und bessere Finanzierungsmöglichkeiten signifikant mehr Unternehmenswert generieren konnten als kleinere Mitbewerber.
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