Magisterarbeit, 2006
178 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Charakterisierung des Untersuchungsgebiets: Das wissenschaftliche Publikationswesen
2.1.1 Akteure
2.1.2 Marktmechanismen und Kostenaspekte
2.1.3 Marktsituation und aktuelle Entwicklungen
2.2 Charakterisierung des Untersuchungsgegenstands: Open Access
2.2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.2.2 Erscheinungsformen
2.2.3 Finanzierungsmodelle
2.2.4 Potentiale
2.2.5 Problematik und Barrieren
2.2.6 Veränderung der Wertschöpfungskette durch Open Access
2.3 Charakterisierung disziplinenspezifischer Differenzen im wissenschaftlichen Publikationsverhalten
2.3.1 Publikationskulturen unterschiedlicher Wissenschaftsbereiche
2.3.2 Implikationen für die empirische Studie
3 Bezugspunkte der empirischen Untersuchung
3.1 Explorative Fundierung
3.1.1 Aktueller Forschungsstand
3.1.2 Projektspezifische Vorstudie I: Fokusgruppengespräch und Leitfadeninterviews
3.1.3 Projektspezifische Vorstudie II: Experteninterviews
3.2 Theoretische Fundierung: Die Theorie des geplanten Verhaltens
3.3 Untersuchungsdesign, Hypothesen und Forschungsfragen
3.3.1 Untersuchung der Akzeptanz von Open Access zur Publikation wissenschaftlicher Information
3.3.2 Untersuchung disziplinenspezifischer Unterschiede in der Akzeptanz von Open Access zur Publikation wissenschaftlicher Information
3.3.3 Untersuchung der Bewertung von Open Access im Vergleich zu traditionellen Publikationsmedien
4 Methodik der empirischen Untersuchung
4.1 Stichprobe und Befragungszeitraum
4.2 Datenerhebung
4.3 Datenauswertung
5 Ergebnisse und Diskussion
5.1 Güte der gewählten Items
5.2 Akzeptanz von Open Access zur Publikation wissenschaftlicher Information
5.2.1 Determinanten des Akzeptanzverhaltens
5.2.2 Hypothesenüberprüfung im Gesamtkonstrukt der TOPB
5.3 Disziplinenspezifische Unterschiede in der Akzeptanz von Open Access zur Publikation wissenschaftlicher Information
5.4 Bewertung von Open Access im Vergleich zu traditionellen Publikationsmedien
5.5 Implikationen für die Marktteilnehmer
6 Fazit
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die bislang zögerliche Akzeptanz des Open-Access-Prinzips im wissenschaftlichen Publikationswesen, trotz einer grundsätzlich positiven Einstellung der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Das primäre Ziel der Forschung ist die Identifikation der Faktoren, die das Veröffentlichungsverhalten von Wissenschaftlern beeinflussen, wobei insbesondere die Rolle von Einstellungen und Rahmenbedingungen sowie disziplinenspezifische Unterschiede im Vordergrund stehen, um daraus Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Attraktivität von Open-Access-Angeboten abzuleiten.
1.1 Problemstellung
“Authors want their work to be noticed, read and built upon.” - “Why then, when presented with new means of increasing the level of notice taken of their work are authors resistant to adopting it?”
Diese ganz zentrale Fragestellung liegt der vorliegenden Arbeit zugrunde. Denn obwohl bereits eine Reihe innovativer Publikationsalternativen existiert, sind es vor allem die Wissenschaftler als zentrale Anbieter und Nachfrager auf dem Markt für wissenschaftliche Information und Kommunikation, die die OA-Angebote bislang noch kaum nutzen.
Zwar belegen bisherige Studien zur Einstellung der Scientific Community gleichermaßen, dass OA seitens der Wissenschaftler überwiegend positiv beurteilt wird und insbesondere der Grundgedanke des freien und ubiquitären Zugangs auf breite Zustimmung stößt, doch scheint es darüber hinaus weitere Faktoren zu geben, die die Akzeptanz und Nutzung von OA-Angeboten beeinflussen. So äußern Wissenschaftler unter anderem Bedenken bezüglich der Qualität und Langzeitarchivierungsmöglichkeiten der neuen Angebote. Doch dadurch allein lässt sich die Zurückhaltung nicht erklären. Vielmehr ist auch nach Faktoren zu suchen, die in den komplexen Strukturen der Wissenschaftskommunikation selbst und in deren Rahmenbedingungen begründet liegen.
Was also sind die Faktoren, die die Zurückhaltung der Wissenschaftler gegenüber OA erklären? Wie können diese überwunden werden und wie müssen die entsprechenden Angebote angepasst werden, um sich zu einer von den Wissenschaftlern akzeptierten Publikationsalternative zu entwickeln?
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Open Access ein und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Studie vor dem Hintergrund der aktuellen Zeitschriftenkrise.
2 Grundlagen: Das Kapitel bietet einen Überblick über das wissenschaftliche Publikationswesen, die Definitionen und Erscheinungsformen von Open Access sowie die Rolle der unterschiedlichen Akteure und deren Publikationskulturen.
3 Bezugspunkte der empirischen Untersuchung: Hier werden der aktuelle Forschungsstand, die explorativen Vorstudien sowie die theoretische Basis (Theorie des geplanten Verhaltens) dargestellt und die Hypothesen für die Studie abgeleitet.
4 Methodik der empirischen Untersuchung: Der Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die Datenerhebung mittels Online-Befragung bei Wissenschaftlern verschiedener Fachgebiete sowie die angewandten Methoden der Datenauswertung.
5 Ergebnisse und Diskussion: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde zur Akzeptanz von Open Access, überprüft die Hypothesen anhand der gewählten Konstrukte und diskutiert disziplinenspezifische Unterschiede.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie potenzielle Forschungsansätze.
Open Access, Wissenschaftskommunikation, Theorie des geplanten Verhaltens, TOPB, Publikationsverhalten, Zeitschriftenkrise, Akzeptanz, Fachkultur, Autorengebühren, Selbstarchivierung, Impact Factor, Wissenschaftler, Verlage, Bibliotheken, Forschungsförderung.
Die Arbeit untersucht, warum sich Open Access trotz seiner konzeptionellen Vorteile bisher nicht nachhaltig im wissenschaftlichen Publikationswesen durchgesetzt hat und welche Faktoren die Akzeptanz bei Wissenschaftlern maßgeblich beeinflussen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Strukturen der Wissenschaftskommunikation, die Rollen von Verlagen und Wissenschaftlern, die Barrieren für Open-Access-Publikationen sowie die Unterschiede zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.
Das Ziel ist die Identifikation und Analyse der Faktoren, die das Veröffentlichungsverhalten beeinflussen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für Marktteilnehmer zur Etablierung von Open Access als akzeptierte Alternative abzuleiten.
Die Forschungsarbeit stützt sich auf die "Theorie des geplanten Verhaltens" (TOPB) von Icek Ajzen. Es wurde eine groß angelegte empirische Online-Befragung bei Wissenschaftlern in Deutschland durchgeführt, deren Daten statistisch analysiert wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der explorativen und theoretischen Fundierung der Untersuchung, dem Aufbau des Untersuchungsdesigns sowie der detaillierten Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse zur Akzeptanz von Open Access.
Wichtige Begriffe sind Open Access, Wissenschaftskommunikation, Theorie des geplanten Verhaltens, Publikationsverhalten, Autorengebühren, Impact Factor und disziplinenspezifische Publikationskulturen.
Das vergangene Verhalten wurde als zusätzliche Variable in das Modell der Theorie des geplanten Verhaltens integriert, da sich zeigte, dass frühere Erfahrungen mit Open Access einen signifikanten Einfluss auf die zukünftige Publikationsabsicht haben.
Die Arbeit nutzt einen transdisziplinären Ansatz (Medizin, Wirtschaftsinformatik, Literaturwissenschaft), um zu zeigen, dass die Akzeptanz von Open Access stark durch die spezifischen Publikationskulturen, Internationalitätsgrade und Anforderungen des jeweiligen Faches geprägt ist.
Verlage werden als zentrale Akteure betrachtet, die ihren Marktvorsprung durch eigene Open-Access-Angebote oder Modelle wie "Open Choice" nutzen können, anstatt lediglich eine abwehrende Haltung einzunehmen.
Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Steigerung der Akzeptanz vor allem über die Anpassung der Anreizsysteme durch Universitäten und Förderer sowie durch maßgeschneiderte Angebote der Open-Access-Anbieter erreicht werden kann, die spezifische fachkulturelle Bedürfnisse berücksichtigen.
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