Diplomarbeit, 2007
145 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 High Definition Television
2.1 Abgrenzung zentraler Begriffe
2.2 Die Entwicklung des Fernsehens bis zu HDTV
2.3 Funktionsweise
2.4 Akteure der öffentlichen Kommunikation
2.4.1 HDTV im Geflecht von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
2.4.2 Presse
2.4.2.1 Die Presse zwischen (Werbe-)Wirtschaft und Verbraucher
2.4.2.2 Frühe Berichterstattung
2.4.2.3 Kommunikation über HDTV im Internet
2.4.3 Film- und Fernsehwirtschaft
2.4.3.1 Content Produzenten
2.4.3.2 Sender
2.4.4 Infrastruktur-Provider
2.4.5 Geräteindustrie
2.4.6 Konsumenten
3 Theorien der Entstehung und Verbreitung von Technik
3.1 Die Entstehung von Technik
3.1.1 Technik und Technologie
3.1.2 Innovation
3.1.3 Soziotechnisches System
3.2 Die Diffusion von Innovationen
3.2.1 Diffusion
3.2.2 Akzeptanz
3.2.3 Adoption
3.2.4 Durchsetzungskriterien
4 Grundlagen des Wissenstransfers
4.1 Wissen und Information
4.2 Transferwissenschaft
4.3 Technikkommunikation
4.4 Fachsprache in der Experten-Laien Kommunikation
4.5 Technikjournalismus
5 Grundlagen der Textanalyse
5.1 Die Inhaltsanalyse als empirische Methode
5.2 Vorgehensweise bei der Inhaltsanalyse
5.3 Qualitative versus quantitative Inhaltsanalyse
5.4 Qualität
5.5 Lesbarkeits- und Verständlichkeitsforschung
5.6 Visualisierungen
6 Inhaltsanalytische Untersuchung der Kommunikation über HDTV
6.1 Untersuchungsgegenstand
6.1.1 Klassifikation
6.1.2 Hörzu und TV Spielfilm
6.1.3 Focus und Spiegel
6.1.4 c't und Digital Tested
6.2 Untersuchungszeitraum
6.3 Untersuchungsziel und Eingangshypothesen
6.4 Untersuchungsdesign und Kategorienbildung
7 Auswertung und Ergebnisse
8 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob Journalisten ihre sprachlichen Mittel zielgruppengerecht anpassen, wenn sie über komplexe technische Innovationen berichten. Am Beispiel der Einführung von HDTV (High Definition Television) in Deutschland analysiert der Autor, wie sechs unterschiedliche Zeitschriften – von Programmzeitschriften bis hin zu populärtechnischen Publikationen – das Thema kommunizieren, um den Diffusionsprozess der Technik zu unterstützen oder zu reflektieren.
2.1 Abgrenzung zentraler Begriffe
HDTV ist die Abkürzung für 'High-Definition Television' und bezeichnet ein Bewegtbildformat. Es gibt keinen weltweit einheitlichen Definition von HDTV. Trotz einer Bandbreite von verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Zeilenzahlen und Bildwiederholraten gibt es aber einige durchgängig gültige Parameter: HDTV arbeitet mit dem 16:9-Seitenverhältnis, einer Zeilenzahl, die gegenüber NTSC deutlich erhöht ist, sowie einer Bildrate von mindestens 24 Bildern pro Sekunde. Erste Definitionen, wie z.B. in der SMPTE Norm 274M, gingen von rund 1000 Zeilen aus. Die ersten kommerziellen analogen HDTV Aufzeichnungen und Sendungen wurden mit dem japanischen Hi-Vision mit seinen 1125 Zeilen (brutto) und später auch dem europäischen HD-MAC mit 1250 Zeilen (brutto) realisiert.
Der technische Aufwand für diese hohen Auflösungen war damals allerdings kaum bezahlbar und das heutige digitale HDTV beginnt deshalb bereits bei 720 Zeilen bei progressiver Darstellung und 50 bzw. 60 Hz Bildwiederholrate. Die Auflösung von 720p50 (bzw. 720p60) wird beispielsweise in den DVB ('Digital Video Broadcast') und ATSC Sendenormen und der SMPTE Norm 296M als HDTV verstanden. Die EBU ('European Broadcast Union') hat explizit auch eine Bildrate von 50 B/s spezifiziert und nennt vier europäische Formate: 720p50, 1080i50, 1080p25 und 1080p25.
Der Übergang zur nicht genau spezifizierten Bezeichnung Enhanced Definition Television (EDTV) ist unscharf. Sie deckt den Bereich zwischen dem Standard Definition Fernsehen (SDTV) mit seinen 480 (NTSC) oder 576 (PAL) Zeilen im Interlaced-Modus und HDTV ab. Als EDTV wird manchmal bereits das analoge PALplus Format mit seinen 576 Zeilen und 16:9 Seitenverhältnis im Zeilensprungverfahren oder das progressive PALoptimal mit seinen lediglich 540 Zeilen bei 16:9 Seitenverhältnis, aber der Fähigkeit HDTV Sendungen von doppelter Auflösung herunterrechnen zu können, bezeichnet.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema HDTV als Innovation und Begründung des Interesses an der Berichterstattung in Medien.
2 High Definition Television: Technische Grundlagen, Standards und die historische Entwicklung von HDTV bis zum Untersuchungszeitraum.
3 Theorien der Entstehung und Verbreitung von Technik: Theoretisches Fundament zur Technikgenese und zu Diffusionsprozessen von Innovationen.
4 Grundlagen des Wissenstransfers: Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Wissen, Information und Technikkommunikation sowie den Herausforderungen der Experten-Laien-Kommunikation.
5 Grundlagen der Textanalyse: Darlegung der wissenschaftlichen Methoden zur empirischen Untersuchung und Messung von Medieninhalten.
6 Inhaltsanalytische Untersuchung der Kommunikation über HDTV: Definition des Untersuchungsgegenstandes, der Medien, des Zeitraums und der Hypothesenbildung.
7 Auswertung und Ergebnisse: Detaillierte Analyse der erhobenen Daten hinsichtlich Häufigkeit, Umfang, Verständlichkeit und Akkuratheit der Berichterstattung.
8 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der Technikkommunikation.
HDTV, Technikkommunikation, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Digitalfernsehen, Wissenstransfer, Innovation, Diffusion, Zeitschriften, Experten-Laien-Kommunikation, Medienanalyse, Technikjournalismus, Akzeptanz, Fachsprache, Rundfunk.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Zeitschriften unterschiedlicher Kategorien über die technische Innovation HDTV berichten und ob sich dabei Unterschiede in der Vermittlung von technischem Wissen feststellen lassen.
Es wurden sechs Zeitschriften analysiert: die Programmzeitschriften 'Hörzu' und 'TV Spielfilm', die Nachrichtenmagazine 'Focus' und 'Spiegel' sowie die populärtechnischen Zeitschriften 'c't' und 'Digital Tested'.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob Journalisten ihre sprachlichen und inhaltlichen Mittel gezielt an die jeweilige Zielgruppe und das Kommunikationsziel anpassen, um den Wissenstransfer zu optimieren.
Der Autor nutzt die empirische Inhaltsanalyse, um formale und inhaltliche Aspekte der Berichterstattung – wie etwa Textumfang, Verwendung von Fachbegriffen und Fehlerhäufigkeit – systematisch zu erfassen.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zur Technikentwicklung, Diffusionstheorien, Konzepte des Wissenstransfers sowie die spezifischen Rahmenbedingungen der Kommunikation zwischen Experten und Laien.
Die wichtigsten Schlagworte sind HDTV, Technikkommunikation, Inhaltsanalyse, Medienanalyse, Innovation, Diffusion und Fachsprachlichkeit.
Das Siegel dient als Beispiel für ein industrielles Instrument zur Marktkommunikation, das von den Zeitschriften sehr unterschiedlich rezipiert und erklärt wird, was Rückschlüsse auf die journalistische Qualität und Zielgruppenorientierung zulässt.
Die 'c't' nimmt eine Sonderstellung ein, da sie trotz ihrer Komplexität bei einigen Merkmalen (wie der Anzahl der Fachbegriffe) den Programmzeitschriften ähnelt, in ihrer Berichterstattung jedoch wesentlich tiefergehende und kritischere Analysen bietet als andere Publikationen.
Obwohl 'Digital Tested' auf HDTV spezialisiert ist, weist sie eine unerwartet hohe Fehlerquote auf und zeigt Tendenzen zur versteckten Produktwerbung, was die journalistische Glaubwürdigkeit des Magazins schmälert.
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