Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Aufbau und Aufgabenstellung der Arbeit
2. Überblick zum Customer Relationship Management (CRM)
2.1. Hintergründe und Definition von CRM
2.2. Struktur von CRM-Systemen
2.2.1. Analytisches CRM
2.2.2. Operatives CRM
2.2.3. Kollaboratives/ Kommunikatives CRM
2.3. Aktuelle Bedeutung von CRM für Unternehmen
3. Ansätze für eine systematische CRM-Implementierung
3.1. Der Ansatz von Reinhold Rapp
3.2. Der Business-Reengineering-Ansatz
3.3. Der Ansatz von Wolfgang Schwetz
3.4. Vergleichende Betrachtung der Ansätze und Zusammenführung in ein eigenes praxisnahes, strategisches und operatives CRM-Einführungsmodell
3.5. Zusammenfassende Betrachtung zur erfolgreichen Implementierung eines CRM
4. Beitrag von CRM zum Unternehmenserfolg
4.1. Auswahl einer CRM-Bewertungsmethode
4.2. Beitrag und Messung von CRM zum Unternehmenserfolg aus der Lern- und Entwicklungsperspektive
4.2.1. Konzeption der CRM-Strategie
4.2.2. Veränderungen auf der Mitarbeiterebene
4.3. Beitrag und Messung von CRM zum Unternehmenserfolg aus der Geschäftsprozessperspektive
4.3.1. CRM-Software mit Schwerpunkt Kundenbewertung
4.3.1.1. Statische Ansätze
4.3.1.2. Dynamische Ansätze
4.3.2. Optimierung der Geschäftsprozesse
4.4. Beitrag und Messung von CRM zum Unternehmenserfolg aus der Kundenperspektive
4.4.1. Steigerung der Kundenzufriedenheit
4.4.2. Steigerung der Kundenbindung
4.5. Beitrag und Messung von CRM zum Unternehmenserfolg aus der Finanzperspektive
4.6. Kosten von CRM
4.6.1. Implementierungskosten von CRM
4.6.2. Folgekosten von CRM
4.7. Zusammenfassende Betrachtung zum Beitrag von CRM zum Unternehmenserfolg
5. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein praxisnahes, strategisches und operatives Einführungsmodell für Customer Relationship Management (CRM) zu entwickeln und Methoden zur Messung des Erfolgsbeitrags von CRM im Unternehmen zu identifizieren und zu bewerten.
2.2.1. Analytisches CRM
Das analytische CRM wird meist im Bereich Marketing (Marktforschung) eingeordnet und beinhaltet alle Anwendungen zur Analyse des Kundenverhaltens und zur Ableitung von Zielgruppen und Kaufprofilen, wie z.B. Vertriebsplanung und –controlling, Marktpotenziale sowie Kundenwert- und Kundezufriedenheitsanalysen (vgl. Winkelmann, 2006, S. 302 ff). Ziel des analytischen CRM ist es, jede Ansprache von Kunden und die Gestaltung von Angeboten so individuell wie möglich zu gestalten. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden Customer Data Warehouse, Online Analytical Processing und Datamining.
In einem Customer Data Warehouse (CDW) werden alle kundenbezogenen Daten zusammengezogen, selektiert, aufbereitet und in Folge für Analysen bereitgestellt (vgl. Hippner/Wilde, 2003, S. 15). Die zur Verfügung gestellten Informationen sollen die Verantwortlichen umfassend unterstützen und als Basis dienen Entscheidungen treffen zu können. Typische Informationen eines Customer Data Warehouse sind z. B.: interne Daten, wie Kunden- und Interessentenstammdaten (Adressdaten, Demographie etc.), Vertriebshistorien (Wann, was, wie oft hat ein Kunde gekauft?), Aktionsdaten (Wer, wann, wurde wie kontaktiert?), Reaktionsdaten (Wer hat wie auf Kontakt reagiert, sich beschwert?) sowie externe Daten, wie Marktforschungen, Lifestyle und Panel Daten.
Zur Aufdeckung der im CDW gesammelten relevanten Daten wird ein spezielles Werkzeug benötigt, welches umfangreiche und mehrdimensionale Datenbestände analysieren kann. Dazu wurde das Verfahren des Online Analytical Processing (OLAP) von Codd entwickelt (vgl. Hippner/Wilde, 2003, S. 16 ff). Das System bildet alle betriebswirtschaftlich wichtigen quantitativen Schlüsselwerte, wie z.B. Absatz, Umsatz, Deckungsbeiträge und Marktanteile ab. Diese Darstellung kann sich in einer Art Würfel vorstellt werden, der je nach Fragestellung aufgehebelt (drill down), aggregiert (roll up), gedreht (dice) oder in „Scheiben“ zerlegt (slice) werden kann. Die dreidimensionale Form der Darstellung gibt mehr Aufschluss über Zusammenhänge, als zweidimensionale Standards wie z.B. eine Tabellenkalkulation oder ein Datenbankprogramm.
1. Einleitung: Die Arbeit adressiert die Herausforderungen bei der CRM-Implementierung in Deutschland und definiert das Ziel, eine praxisnahe Herangehensweise sowie eine Messmethode für den Unternehmenserfolg zu entwickeln.
2. Überblick zum Customer Relationship Management (CRM): Dieses Kapitel führt in das komplexe CRM-Konzept ein, definiert es, erläutert die Strukturen (analytisch, operativ, kollaborativ) und beleuchtet die aktuelle Bedeutung für moderne Unternehmen.
3. Ansätze für eine systematische CRM-Implementierung: Hier werden bekannte Methoden von Rapp, dem Business-Reengineering-Ansatz sowie Schwetz analysiert und in ein eigenes, strukturiertes Einführungsmodell überführt.
4. Beitrag von CRM zum Unternehmenserfolg: Dieser Teil widmet sich der Quantifizierung und Messung des CRM-Erfolgs mithilfe der CRM-Scorecard über die Lern- und Entwicklungsperspektive, Geschäftsprozess-, Kunden- und Finanzperspektive hinweg.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass CRM ein ganzheitlicher, aktiver Prozess ist, der eine mehrdimensionale Implementierung erfordert und dessen Erfolg durch eine konsequente Strategie messbar gemacht werden kann.
Customer Relationship Management, CRM, CRM-Implementierung, CRM-Strategie, Kundenwert, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Business Reengineering, Kunden-Scorecard, CRM-Controlling, Unternehmenserfolg, Marketing Automation, Sales Automation, Service Automation, Customer Interaction Centre
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der erfolgreichen Implementierung eines Customer Relationship Management (CRM) in Unternehmen sowie der Messbarkeit des Beitrags von CRM zum Unternehmenserfolg.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Struktur von CRM-Systemen, verschiedene Implementierungsstrategien (unter anderem Rapp, Business Reengineering und Schwetz) sowie Controlling-Methoden wie die Balanced Scorecard.
Die Forschungsfragen lauten: Wie kann CRM erfolgreich implementiert werden und wie lässt sich dessen Beitrag zum Unternehmenserfolg quantifizierbar messen?
Der Autor führt eine vergleichende Analyse dreier bestehender Ansätze durch und kombiniert diese zu einem eigenen, ganzheitlichen und praxisnahen Einführungsmodell für Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Implementierung von CRM und die detaillierte Darstellung des Erfolgscontrollings mittels CRM-Scorecards, unterteilt in Lern- und Entwicklungsperspektive, Geschäftsprozesse, Kunden- und Finanzaspekte.
Wichtige Begriffe sind CRM-Strategie, Kundenwert (Customer Lifetime Value), CRM-Scorecard, Prozessorientierung, Kundenbindung und Unternehmenserfolg.
Die Arbeit identifiziert als Gründe für das Scheitern unter anderem mangelnde ganzheitliche Strategien, das Fehlen einer Einbindung der Mitarbeiter und die Konzentration auf rein technologische Insellösungen ohne Prozessneugestaltung.
Die CRM-Scorecard dient als Instrument, um qualitative Ziele (wie Kundenzufriedenheit) operationalisierbar und damit messbar zu machen, indem sie Wirkungszusammenhänge von der Strategie bis hin zur finanziellen Kennzahl aufzeigt.
Es ist das Ziel, unterbrechungsfreie Prozesse ohne Schnittstellen vom Lieferanten bis zum Kunden zu schaffen, unterstützt durch IT, um eine ganzheitliche Kundenzentrierung zu erreichen.
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