Examensarbeit, 2006
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problem- und Zielstellung der Arbeit
1.2 Übersicht über die Literaturlage und den Forschungsstand
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Zur Rolle und Bedeutung von Sportvereinen in Deutschland
2.1.1 Die Entwicklung des Vereinswesens in Deutschland
2.1.2 Strukturbesonderheiten des Sportvereins
2.1.3 Bedeutung und Funktion des Sportvereins
2.1.4 Der vereinsorganisierte Sport in Ostdeutschland
2.1.5 Zur Sportvereinslandschaft in Greifswald
2.1.6 Aktuelle Probleme von Sportvereinen
2.2 Bedeutung von Spiel, Sport und Bewegung für die kindliche Entwicklung
2.2.1 Veränderte Kindheit
2.2.2 Die Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung von Kindern
2.2.3 Die Auswirkungen von Spiel, Sport und Bewegung auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern
3 Die empirische Studie
3.1 Zur Zielstellung der Studie
3.2 Fragestellungen der Studie
3.3 Zur Hypothesenbildung der Studie
3.4 Zur Methodik der empirischen Untersuchung
3.4.1 Entwicklung des Fragebogens
3.4.2 Planung der Stichprobe
3.4.3 Durchführung der Befragung
3.4.4 Qualität der Stichprobe
3.4.5 Datenauswertung
3.5 Darstellung der Ergebnisse der empirischen Untersuchung
3.5.1 Soziale Determinanten der Sportvereinsmitgliedschaft im Kindesalter
3.5.1.1 Geschlecht
3.5.1.2 Altersstruktur
3.5.1.3 Wohnsitz der Kinder
3.5.1.4 Bildungskarriere der Kinder
3.5.1.5 Berufliche Stellung der Eltern
3.5.2 Subjektive Gründe für die Sportvereinsmitgliedschaft im Kindesalter
3.5.2.1 Motive für die Mitgliedschaft
3.5.2.2 Werte im Zusammenhang mit dem Sporttreiben
3.5.2.3 Auslöser für den Eintritt in einen Sportverein
3.5.3 Häufigkeit und Intensität des Sporttreibens im Sportverein
3.5.4 Formen zum Erreichen der Trainingsstätte
3.5.5 Häufigkeit von Wettkämpfen und Wettkampfebenen
3.5.6 Zusätzliches Sporttreiben außerhalb des Sportvereins
3.5.7 Schulsportnoten von Kindern in Sportvereinen
3.5.8 Sportvereinskarrieren (Dauer der aktuellen Mitgliedschaft/Vereinswechsel)
3.5.9 Höhe des Mitgliedsbeitrages
3.5.10 Wunschsportarten der Kinder
4 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch die Motive und Erklärungsmuster für das Sporttreiben von Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren in Greifswalder Sportvereinen, um die Anziehungskraft des Vereinssports in diesem Altersbereich zu verstehen.
2.1.2 Strukturbesonderheiten des Sportvereins
Der Begriff des „Sportvereins“ nimmt in dieser Arbeit eine zentrale Rolle ein. Deshalb bedarf es zu Beginn dieses Abschnittes einer Begriffsklärung.
Der Sportverein ist eine freiwillige Vereinigung als frei gewählter Zusammenschluss von natürlichen (und nicht juristischen) Personen, die im Rahmen einer formalen – d.h. geplanten, ans Ziel der Vereinigung ausgerichteten und von bestimmten Personen unabhängigen – Organisationsstruktur gemeinsam ihre spezifischen Ziele verfolgen (Baur, Braun, 2003, S.49).
„Den“ Sportverein gibt es allerdings nicht. Jeder Sportverein ist in gewisser Weise einzigartig und nur schwer mit anderen Sportvereinen vergleichbar. Dies überrascht nicht angesichts der rund 90.000 Sportvereine in der Bundesrepublik Deutschland.
Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Ausprägungsformen von Sportvereinen: Einspartenvereine, Mehrspartenvereine, Kleinstvereine, Großvereine, Breitensport- oder Leistungsorientierte Sportvereine, Seniorensportvereine usw.
Zusätzlich werden Vereine dahingehend unterschieden, ob es sich um einen eingetragenen Verein handelt oder nicht. Einzig eingetragene Vereine sind rechtsfähig und nur in ihrem Namen können Verträge abgeschlossen werden. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die vorhandene bzw. fehlende Gemeinnützigkeit des (Sport-)Vereins. Wenn Vereinstätigkeit und Vereinszweck darauf gerichtet sind, „…die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern“ (Heinemann, 1995, S.128), dann liegt eine Gemeinnützigkeit vor. Sportvereine übernehmen zum einen die Verpflichtung, bestimmte Sportarten „für alle“ bereitzustellen. Zusätzlich erfüllen sie Funktionen (vgl. 2.1.3), die ohne ihre Existenz vom Staat in anderer Form gesichert werden müssten. Gemeinnützig anerkannte Sportvereine genießen besondere steuerliche Vergünstigungen (vgl. Heinemann, 1995, S.128).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Sport für Kinder ein, diskutiert die Vereinslandschaft in Deutschland sowie Greifswald und formuliert das Ziel der empirischen Untersuchung.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle und Bedeutung von Sportvereinen sowie die Relevanz von Spiel, Sport und Bewegung für die kindliche Entwicklung.
3 Die empirische Studie: Der empirische Teil beschreibt die Zielsetzung, Methodik und Ergebnisse der Befragung von 157 Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren in Greifswalder Sportvereinen.
4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Hier werden die zentralen Erkenntnisse zu den sozialen Determinanten, subjektiven Motiven und zum Sportverhalten der Kinder im Verein zusammengefasst.
5 Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse im Kontext der gesellschaftlichen Rolle des Vereinssports und gibt Ausblicke auf notwendige zukünftige Entwicklungen.
Sportverein, Kinder, Greifswald, Sportengagement, Bewegung, Vereinsmitgliedschaft, Sozialisation, Motive, Leistungsfähigkeit, Wettkampfsport, Bildungskarriere, Kindheit, Sportpädagogik, Empirische Studie, Vereinssport
Die Arbeit untersucht die Motive und Hintergründe des Sporttreibens von 10- bis 14-jährigen Kindern in Greifswalder Sportvereinen.
Zu den Schwerpunkten gehören die Rolle der Sportvereine, die Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung und die empirische Analyse von Sportvereinsmitgliedschaften.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, warum sich Kinder im Sportverein sportlich betätigen, welche Faktoren das Engagement beeinflussen und welche Motive für den Vereinseintritt vorliegen.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens bei 157 Kindern durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen und präsentiert die detaillierten Ergebnisse der empirischen Studie zu sozialen und subjektiven Einflussfaktoren.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportverein, Kindheit, Bewegung, soziale Determinanten und Greifswald definiert.
Greifswald zeigt eine besonders hohe Sportvereinsdichte und eine starke Leistungsorientierung, die durch die Tradition ostdeutscher Sportvereine geprägt ist.
Die Arbeit stellt fest, dass Gymnasiasten im Vergleich zu Schülern anderer Schulformen in Sportvereinen überrepräsentiert sind, was auf eine bildungsspezifische soziale Selektion hindeutet.
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