Examensarbeit, 2006
94 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Überblick ausgesuchter Schul- und Sportleistungsstudien
2.1 Die Pisa-Studie
2.1.1 Ziele und Inhalte
2.1.2 Methoden
2.1.3 Durchführung der Erhebung und Erhebungszyklus
2.1.4 PISA-Teilnehmer
2.1.5 Nationale Erweiterung von PISA (PISA-E Deutschland)
2.1.6 Inhaltliche Erweiterung der PISA-E Studie in Deutschland
2.1.7 Durchführung und Erhebung der PISA-E Studie in Deutschland
2.1.8 Ergebnisse für Deutschland
2.2 Die WIAD-AOK-DSB-Studie
2.2.1 Datenbasis und Datenstruktur
2.2.2 Beschreibung von Instrument und Ablauf
2.2.3 Ergebnisse in der Zusammenfassung
2.3 Die SPRINT-Studie
2.3.1 Konzeption der Studie
2.3.2 Inhalte der Studie
2.3.3 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
2.3.3.1 Die programmatischen Grundlagen des Schulsports
2.3.3.1 Die derzeitigen Rahmenbedingungen des Schulsports
2.3.3.2 Die Gestaltung des Sportunterrichts
2.3.3.3 Der außerunterrichtliche Schulsport
2.3.4 Ergebnisse in der Zusammenfassung
2.4 Die ICSP-Studie
2.4.1 Konzeption der Studie
2.4.2 Ergebnisse der Studie
3. Sport und Gesundheit
3.1 Der Sportbegriff
3.2 Der Gesundheitsbegriff
3.3 Sport und Gesundheit – Eine Wechselbeziehung
3.4 Auswirkungen des Sports auf die Gesundheit
3.5 Auswirkungen des Sports auf Intelligenz- und Gedächtnisprozesse
4. Der Schulsport zwischen PISA, WIAD, SPRINT und ICSP
4.1 Der Schulsport
4.1.1 Ziele und Aufgaben
4.2. Der Schulsport in der Geschichte
4.3 Schulsport – Wozu?
4.3.1 Eine Argumentation contra Schulsport
4.3.2 Eine Argumentation pro Schulsport
4.4 Der Schulsport und PISA
4.5 PISA – und was dann?
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der PISA-Studien für den Schulsport in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das Fach Sport unter dem Einfluss internationaler Schulleistungsstudien und sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen gerechtfertigt, positioniert und weiterentwickelt werden kann.
4.2. Der Schulsport in der Geschichte
Schon bei den Menschen der Steinzeit war – wie es bei den Naturvölkern heute noch beobachtet werden kann - das körperliche Üben für Jagd und Krieg ein notwendiges Mittel im täglichen Überlebenskampf. Die Menschen der Steinzeit (4000 v. Chr.) treten als Jäger beim Anschleichen des Wildes, auf der Flucht und im Kampf als Bogenschützen auf. Dies wird durch archäologische Funde z.B. Höhlenzeichnungen in Spanien, belegt.
Im alten Reich der Ägypter ist als Wandschmuck von Königsgräbern bildlich festgehalten, wie ringende Knaben ihre Kräfte erproben, wie der Wurfspeer auf der Löwenjagd, das Wurfholz beim Erlegen des Flugwildes verwendet wurde. Neben der Hochkultur der Hethiter (2000-1200 v. Chr.) bildet sich im östlichen Mittelmeerraum auf der Insel Kreta ein Hochstand kulturellen Lebens. Das Stierspringen gilt hier als bekanntester Sport. Das Vorbild Kretas zeigt sich auch im südlichen Hellas, Mykene und Peloponnes. Die Hellen gingen nicht anders als die Germanen von urtümlichen Anfängen zweckhafter körperlicher Übung aus. So kann in der Entwicklung der Menschheit die griechische Gymnastik als ein erstes wohldurchdachtes System der Leibeserziehung herausgehoben werden. Besonders im Agon in Olympia, den gemeinhellenischen Wettspielen zu Ehren des Zeus, erhielt die Gymnastik ihre Weihe und wird Teil sakraler Handlungen. Die Heldensagen rund um die griechische Götterwelt und die schriftlichen Abfassungen der homerischen Epen führten zu den ersten belegten Spielen in Olympia. Die Wettkampfarten, die fester Bestandteil der hellenischer Gymnastik und Agonistik sind, finden sich bei Homer bereits vorgezeichnet. Somit findet die Tradition der Olympischen Spiele hier ihren Ursprung.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, inwiefern PISA-Ergebnisse den Stellenwert des Sportunterrichts in Deutschland beeinflussen, und stellt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit dar.
2. Überblick ausgesuchter Schul- und Sportleistungsstudien: In diesem Kapitel werden PISA, die WIAD-AOK-DSB-Studie, SPRINT und ICSP vorgestellt, um eine wissenschaftliche Datenbasis für die nachfolgende Diskussion über körperliche Fitness und Schulsport zu schaffen.
3. Sport und Gesundheit: Hier werden die zentralen Begriffe Sport und Gesundheit definiert und die komplexen Wechselbeziehungen zwischen körperlicher Aktivität, Gesundheit und kognitiven Prozessen untersucht.
4. Der Schulsport zwischen PISA, WIAD, SPRINT und ICSP: Dieses Hauptkapitel beleuchtet die Rolle und Bedeutung des Schulsports, analysiert historische Entwicklungen sowie Argumente für und gegen das Fach und stellt Bezüge zu den Ergebnissen der vorgestellten Leistungsstudien her.
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer Neuorientierung und Aufwertung des Sportunterrichts zur Förderung einer ganzheitlichen Bildung.
PISA, Schulsport, Sportunterricht, Körperliche Leistungsfähigkeit, Gesundheit, SPRINT-Studie, WIAD-Studie, ICSP-Studie, Bewegungsmangel, motorische Kompetenz, Schulentwicklung, Bildungspolitik, Handlungskompetenz, Prävention, ganzheitliche Erziehung.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen internationaler Schulleistungsstudien, insbesondere von PISA, auf den Schulsport in Deutschland und diskutiert dessen aktuelle Bedeutung und zukünftige Rolle.
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang von Sport, Gesundheit und kognitiver Leistungsfähigkeit, die Situation des Sportunterrichts an deutschen Schulen sowie dessen bildungstheoretische Legitimation.
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung der PISA-Studien für den Schulsport in Deutschland zu klären und aufzuzeigen, wie das Fach Sport trotz bildungspolitischer Herausforderungen als wichtiger Bestandteil des Schulwesens erhalten und gestärkt werden kann.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse bestehender sportwissenschaftlicher und pädagogischer Studien durch, um den aktuellen Forschungsstand zum Thema Schulsport, PISA und gesundheitsfördernde Aspekte aufzubereiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung relevanter Leistungsstudien (PISA, SPRINT etc.), eine definitorische Klärung von Sport und Gesundheit sowie eine fundierte Auseinandersetzung mit der Geschichte, Legitimation und den Zielen des Schulsports.
Wichtige Begriffe sind PISA, Schulsport, Gesundheitsförderung, motorische Kompetenz, SPRINT-Studie und ganzheitliche Bildung.
Der Autor kritisiert, dass PISA ein einseitiges Bildungsideal fördert, das den "effizienten Kopf" von der körperlichen Fitness entkoppelt, und fordert eine Aufwertung des Sports im Fächerkanon als notwendige Ergänzung für nachhaltigen Lernerfolg.
Das Konzept der "Bewegten Schule" wird als wesentlicher Lösungsansatz hervorgehoben, da Studien belegen, dass eine bewegungsfreundliche Schulkultur nicht nur die körperliche Fitness verbessert, sondern auch das Sozialverhalten und die schulischen Leistungen positiv beeinflusst.
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