Magisterarbeit, 2006
97 Seiten, Note: 1,7
Die Magisterarbeit analysiert die Schauerelemente in den Novellen von Theodor Storm und vergleicht diese mit Werken von Jeremias Gotthelf und Theodor Fontane. Sie untersucht die Entwicklung der Schauerelemente in Storms Werken und befasst sich mit der Frage, wie sich die untersuchten Erzählungen von der Gattungstradition des Schauerromans abheben.
Die Einleitung beleuchtet den Spannungsbogen zwischen Vertrautheit und Geheimnis in der Schauerliteratur, bevor sie den historischen Kontext der Schauergattung in England und Deutschland skizziert. Das erste Kapitel entwickelt einen Kriterienkatalog zur Analyse des Schauerlichen in literarischen Texten. Die Kapitel 2.1 bis 2.4 untersuchen die Schauerelemente in vier ausgewählten Novellen von Theodor Storm: "Marthe und ihre Uhr", "Draussen im Heidedorf", "Eekenhof" und "Der Schimmelreiter".
Im Anschluss analysiert Kapitel 3 die Schauerelemente in "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf und "Unterm Birnbaum" von Theodor Fontane. Die Kapitel 2.1.1 bis 2.4.5 und 3.1.1 bis 3.2.5 widmen sich dabei jeweils den folgenden Aspekten: Schauplatz, Beschreibung der Natur, die unheimliche Zeit, Figuren und Gegenstände sowie Themen und Motive der jeweiligen Erzählung. Das letzte Kapitel befasst sich mit einer vergleichenden Analyse der untersuchten Novellen und erörtert die Positionierung der Werke in der Gattungstradition des Schauerromans.
Die Arbeit befasst sich mit dem Schauergenre in der deutschen Literatur, insbesondere mit den Novellen von Theodor Storm. Zentrale Begriffe sind dabei Schauerelemente, Unheimlichkeit, Atmosphäre, Spannung, Zeit, Raum, Figuren, Gegenstände, Motive, Themen, Genrekonventionen, Schauerroman, Vergleichende Analyse und Gattungstradition.
Storm nutzt geisterhafte Erscheinungen, unheimliche Naturphänomene (wie Nebel im Moor) und atmosphärische Orte, um Spannung und Grusel zu erzeugen.
Storm kopiert das Genre nicht einfach, sondern verankert das Unheimliche oft im bürgerlichen Alltag oder in der norddeutschen Landschaft (Realismus).
Die Nordsee und das Watt werden als bedrohliche, fast dämonische Kräfte dargestellt, die das Unheimliche der Handlung unterstreichen.
Das Unheimliche manifestiert sich in einer biblisch-dämonischen Plage, die durch einen Pakt mit dem Teufel ausgelöst wird und die Moral der Dorfgemeinschaft prüft.
In „Unterm Birnbaum“ nutzt Fontane psychologischen Grusel, düstere Keller und die Angst vor Entdeckung eines Verbrechens, um eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen.
Häufig werden die Mitternacht, mondlose Nächte oder die dämmrige Zwielichtstunde genutzt, um die Grenze zwischen Realität und Übernatürlichem zu verwischen.
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