Fachbuch, 2021
108 Seiten
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Begriffsdefinitionen und theoretischer Rahmen
2.1 Altersvorsorgemodelle
2.2 Finanzielle Allgemeinbildung
2.3 Akzeptanzforschung
3 Vertriebskanalsysteme und Absatzwegegestaltung
3.1 Definition und Ziele von Vertriebskanälen
3.2 Vertriebswege für Finanzdienstleistungen
3.3 Dimensionen und Gestaltung von Vertriebskanälen
4 Stand der Forschung und Hypothesenbildung
4.1 Aktueller Forschungsstand
4.2 Entwicklung der Forschungshypothesen
5 Konzeption der Untersuchung
5.1 Beschreibung des Forschungsdesign
5.2 Operationalisierung der Zielgrößen
5.3 Stichprobenbeschreibung und Datenerhebung
5.4 Vorgehensweise bei der Auswertung
6 Ergebnisse der Studie
6.1 Darstellung der Ergebnisse
6.2 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
6.3 Methodendiskussion
7 Schlussbetrachtung
7.1 Fazit
7.2 Kritische Würdigung
7.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der individuelle Grad der finanziellen Allgemeinbildung von Arbeitnehmern Auswirkungen auf die Wahl und Akzeptanz von Vertriebskanälen für eine verpflichtende kapitalbasierte Altersvorsorge in Deutschland hat.
1.1 Einführung
„Die Rente ist sicher“ - dieser Satz des ehemaligen Arbeitsministers Norbert Blüm, hat sich seit seiner Aussprache im Jahr 1997 tief im Gedächtnis der Deutschen verankert. Das gesetzliche Umlageverfahren wird jedoch in Zukunft aufgrund des Mangels an jungen Arbeitnehmern, zu einem immer explosiveren Gemisch aus späterem Renteneintritt sowie geringeren Ansprüchen führen. Der klassische Mittelstandshaushalt wird von dieser Entwicklung sehr stark betroffen sein und das Gespenst der Altersarmut lässt sich nicht mehr alleine mit der gesetzlichen Altersvorsorge vertreiben. Renditestarke, kapitalbasierte Altersvorsorgelösungen könnten auch in Deutschland eine Möglichkeit sein das Dilemma der Rentenlücke zu beheben.
Die Riester-Rente war ein erster Versuch, eine ergänzende private Altersvorsorge einzuführen, welche mit Steuervorteilen und Zulagen die Arbeitnehmer dazu animieren sollte selber aktiv zu werden. Hohe Vertriebskosten, geringe Erträge und strenge gesetzliche Vorgaben, machen die Riester-Rente bis dato jedoch weitestgehend unattraktiv sodass viele Verträge entweder gekündigt oder stillgelegt worden sind. Ebenso wurde der Vertrieb der Riester-Rente durch viele medienwirksame Schlagzeilen wegen falscher Beratung und hohen Abschlussprovisionen zu laste der Rendite negativ beeinflusst. Dies hatte zur Folge, dass Arbeitnehmer in Deutschland weiterhin gar nicht oder wenn, dann renditeschwach und wiederum Produkte mit hohen Vertriebskosten auswählen. Die im Durchschnitt sehr niedrige finanzielle Allgemeinbildung, verstärkt ein grundlegendes Misstrauen der deutschen Bevölkerung gegenüber Aktien, Aktienfonds sowie der Börse im Allgemeinen. Ebenso kommt erschwerend hinzu, dass das Vertrauen in Banken und Versicherungen seit der Finanzkrise 2009 deutlich gelitten hat.
1 Einleitung: Beschreibt die demografische Problematik des deutschen Rentensystems, die Notwendigkeit einer kapitalbasierten Altersvorsorge und leitet die zentrale Forschungsfrage zur Vertriebskanalgestaltung ab.
2 Begriffsdefinitionen und theoretischer Rahmen: Erläutert das Drei-Säulen-Modell, das Konzept der finanziellen Allgemeinbildung sowie theoretische Modelle zur Akzeptanz von Technologien (TAM).
3 Vertriebskanalsysteme und Absatzwegegestaltung: Analysiert verschiedene Vertriebswege für Finanzdienstleistungen, vom direkten über den indirekten Vertrieb bis hin zu digitalen Ansätzen wie Robo-Advisors.
4 Stand der Forschung und Hypothesenbildung: Fasst den aktuellen Wissensstand zusammen, identifiziert Forschungslücken und leitet daraus fünf zentrale Hypothesen für die Untersuchung ab.
5 Konzeption der Untersuchung: Definiert das methodische Forschungsdesign, die Operationalisierung der Variablen und beschreibt die Durchführung der quantitativen Datenerhebung mittels Online-Fragebogen.
6 Ergebnisse der Studie: Präsentiert die Resultate der empirischen Befragung, wertet die Hypothesentests statistisch aus und diskutiert die Erkenntnisse kritisch.
7 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Untersuchung kritisch und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Altersvorsorge.
Altersvorsorge, Finanzielle Allgemeinbildung, Financial Literacy, Vertriebskanäle, Absatzwege, Kapitalbasierte Altersvorsorge, Nutzerakzeptanz, Robo-Advisor, Rentenlücke, Finanzdienstleistungen, Kundenberatung, Demografischer Wandel, Altersarmut, Vorsorgeplanung, Deutschlandrente.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, eine verpflichtende, kapitalbasierte Altersvorsorge in Deutschland erfolgreich über verschiedene Vertriebskanäle anzubieten, insbesondere unter Berücksichtigung des finanziellen Wissens der Verbraucher.
Die zentralen Themen sind das deutsche Altersvorsorgesystem, die finanzielle Allgemeinbildung (Financial Literacy), Akzeptanzmodelle für neue Technologien sowie Strategien für das Multi-Channel-Marketing bei Finanzdienstleistungen.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob unterschiedliche Niveaus finanzieller Allgemeinbildung bei Konsumenten erkennbare Auswirkungen auf deren Präferenzen bei der Gestaltung von Vertriebskanälen für kapitalbasierte Altersvorsorgeprodukte haben.
Der Autor führt eine quantitative, empirische Studie durch, bei der Daten mittels eines standardisierten Online-Fragebogens erhoben und anschließend mit dem Analysetool R statistisch ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen definiert, der Stand der Forschung aufgearbeitet, die Hypothesen entwickelt sowie die Konzeption und die Ergebnisse der quantitativen Untersuchung detailliert dargelegt.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Altersvorsorge, finanzielle Allgemeinbildung, Vertriebskanäle, Robo-Advisor, Rentenlücke und Kundenberatung.
Der Autor vermutet, dass ein Mangel an finanziellem Wissen dazu führt, dass Verbraucher Schwierigkeiten bei der Wahl des passenden Vertriebskanals haben und zudem skeptisch gegenüber neuen, technologisch geprägten Absatzwegen sind.
Robo-Advisors dienen als Beispiel für neue, technologische Vertriebswege, deren Akzeptanz im Vergleich zur klassischen persönlichen Beratung durch den Einfluss der finanziellen Allgemeinbildung geprüft wird.
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