Magisterarbeit, 2005
91 Seiten, Note: 2
1 Einführendes
1.1 Erörterung und Abgrenzung des Themas
1.2 Forschungsstand und Quellenlage
1.3 Kurze Geschichte des Antiquariatsbuchhandels bis zum Beginn des Untersuchungszeitraums
2 Charakterisierung der ausgewerteten Zeitschriften
2.1 Formale Aspekte und inhaltliche Schwerpunkte
2.1.1 Organ des Deutschen Buchhandels
2.1.2 Süddeutsche Buchhändler-Zeitung
2.1.3 Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
2.2 Selbstverständnis und Auftrag der untersuchten Zeitschriften
2.2.1 Organ des Deutschen Buchhandels
2.2.2 Süddeutsche Buchhändler-Zeitung
2.2.3 Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
2.3 Das Verhältnis der untersuchten Zeitschriften zueinander
2.3.1 Organ des Deutschen Buchhandels und Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
2.3.2 Organ des Deutschen Buchhandels und Süddeutsche Buchhändler-Zeitung
2.3.3 Süddeutsche Buchhändler-Zeitung und Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel
3 Auswertung der Zeitschriftenartikel I: Der Antiquariatsbuchhandel als Teil des verbreitenden Buchhandels in Deutschland
3.1 Handelsgegenstände des Antiquariatsbuchhandels
3.1.1 Abgrenzung des Antiquariats von Sortiment und Verlag
3.1.2 Handelsgegenstände und Geschäftsbefugnisse des Antiquariats
3.1.3 Regulative, Gesetze und Ordnungen für den Antiquariatsbuchhandel
3.1.4 Unternehmensführung
3.2 Der Standort des Antiquariatsbuchhandels im deutschen Buchhandel – Konflikt und Konkurrenz mit dem Sortimentsbuchhandel
3.2.1 Das Verhältnis von Sortimenter und Antiquar
3.2.2 Schleuderei und Rabattwesen
En bloc-Lieferungen an Antiquare
Kundenrabatt
Ursachen und Auswirkungen der Schleuderei
Regelungsversuche
3.2.3 Die Gewerbefreiheit und das „Eindrängen Unberufener“ in den deutschen Buchhandel
3.2.4 Angeblicher und wirklicher Vertrieb von Nachdrucken durch das Antiquariat
3.2.5 Beispieldiskussionen
3.2.5.1 Das Frankfurter Manifest (1838)
3.2.5.2 Müller & Keppel gegen den Wiesbadener Verband
3.2.5.3 Die Leipziger „Verleger-Erklärung“
4 Auswertung der Zeitschriftenartikel II: Weitere, den Antiquariatsbuchhandel betreffende Themenbereiche
4.1 Wirtschaftliche Lage
4.2 Akquise und Verkauf
4.2.1 Kataloge
4.2.2 Die Rubrik Angebote und Gesuche im Börsenblatt
4.2.3 Auktionen
4.2.4 Antiquarische Zeitschriften und Fachliteratur
4.3 Nationale und internationale Verflechtungen
5 Resümee
Ziel dieser Arbeit ist es, die Geschichte des Antiquariatsbuchhandels in Deutschland systematisch zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf dem Konflikt und der Konkurrenz zum Sortimentsbuchhandel liegt. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich der Antiquariatsbuchhandel im Spiegel der drei führenden Fachzeitschriften zwischen 1834 und dem Ersten Weltkrieg etabliert und gegenüber dem Buchhandel positioniert hat.
3.1 Handelsgegenstände des Antiquariatsbuchhandels
1859 schreibt ein Einsender der Süddeutschen Buchhändler-Zeitung, dass im geschäftlichen Verhältnis der drei Buchhandelssparten – Verlag, Sortiment und Antiquariat – nicht streng gegeneinander abgegrenzte Geschäftsbereiche definiert seien und somit immer Grenzstreitigkeiten zutage träten. Außerdem sei auch unter den Buchhändlern selbst eine genaue Grenzziehung unbekannt. Der Autor fährt fort zu beklagen, dass lokal ausgetragene Streitigkeiten und Erörterungen in dieser Hinsicht nicht oder kaum an die Öffentlichkeit kämen und somit Erkenntnisse aus Auseinandersetzungen nur lokal bekannt und von Nutzen seien. Als Beispiel wird der so genannte „Münchener Antiquar-Streit“ aufgeführt (siehe Punkt 3.1.2), von dem nur Bruchstückhaftes an die Öffentlichkeit gelangte.
Es erscheint also sinnvoll, zunächst eine Abgrenzung des Antiquargeschäfts von den Nachbarzweigen im Buchhandel, Sortiment und Verlag, festzulegen, um dann rechtliche Regelungen und geschäftliche Usancen für ein friedliches Miteinander zu finden; dieser Reihenfolge entsprechen die folgenden Unterkapitel.
1 Einführendes: Einordnung des Themas in die Buchgeschichte und Vorstellung der untersuchten Quellen sowie des Forschungsstandes.
2 Charakterisierung der ausgewerteten Zeitschriften: Detaillierte Beschreibung der fachlichen Hintergründe, Redaktionsprofile und gegenseitigen Verhältnisse der drei analysierten Zeitschriften.
3 Auswertung der Zeitschriftenartikel I: Der Antiquariatsbuchhandel als Teil des verbreitenden Buchhandels in Deutschland: Kernkapitel zur Definition des Antiquariats, zu rechtlichen Regelungen und zur intensiven Konkurrenz mit dem Sortimentsbuchhandel.
4 Auswertung der Zeitschriftenartikel II: Weitere, den Antiquariatsbuchhandel betreffende Themenbereiche: Analyse ergänzender Themen wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Akquise-Instrumente wie Kataloge und Auktionswesen sowie internationale Verflechtungen.
5 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Eignung der Zeitschriften als historische Quellen und Fazit zur Entwicklung des Antiquariatsbuchhandels.
Antiquariatsbuchhandel, Buchhandel, Sortimentsbuchhandel, Börsenblatt, Schleuderei, Preiskonkurrenz, Rabattwesen, Fachzeitschriften, Gewerbefreiheit, Bibliophilie, Nachdruck, Auktionswesen, Buchhandelsgeschichte, Verlagsrecht, Kataloge
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Etablierung des Antiquariatsbuchhandels in Deutschland vom frühen 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg auf Basis zeitgenössischer Fachzeitschriften.
Im Zentrum stehen die Abgrenzung des Antiquariats vom Sortimentsbuchhandel, der Umgang mit Restauflagen, rechtliche Regelungen, die Praxis des Rabattgebens und der Kampf gegen die sogenannte Schleuderei.
Ziel ist es, die historische Entwicklung des Antiquariats als eigenen Wirtschaftszweig aufzuzeigen und die Konflikte sowie Kooperationen mit den anderen Bereichen des Buchhandels anhand der Fachberichterstattung nachzuvollziehen.
Es handelt sich um eine medien- und buchgeschichtliche Quellenanalyse, bei der drei zentrale Fachzeitschriften systematisch ausgewertet und thematisch eingeordnet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung der Handelsgebräuche, rechtlicher Auseinandersetzungen (wie dem Frankfurter Manifest) und wirtschaftlicher Instrumente wie Kataloge und Auktionen.
Die wichtigsten Begriffe sind Antiquariatsbuchhandel, Sortimentsbuchhandel, Schleuderei, Ladenpreis, Börsenblatt, Buchhandelsgeschichte und Rabattwesen.
Der Konflikt war existenziell, da beide Sparten oft um die gleichen Kunden und Produkte (insbesondere Restauflagen) konkurrierten, was zu intensiven juristischen und berufspolitischen Auseinandersetzungen führte.
Sie fungierten als wichtigste Kommunikationsplattformen, in denen sowohl berufsethische Standards ausgehandelt als auch konkrete geschäftliche Streitigkeiten ausgetragen wurden.
Die Gewerbefreiheit führte zu einer Zunahme an Geschäften, was den Wettbewerb verschärfte und den Ruf nach strengeren Standesregeln zur Qualitäts- und Preissicherung laut werden ließ.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

