Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Holocaust im Film
2.1 Formen der Erinnerung: Holocaust-Film
2.2 Zur Darstellbarkeit und filmischen Umsetzung des Holocaust
2.3 Zur neuen Form der Holocaustdarstellung: die Filmkomödie
3 Holocaust-Komödien: Das Leben ist Schön und Zug des Lebens
3.1 Das Leben ist Schön
3.2 Zug des Lebens
4 Holocaust-Komödien als Gegenstand des Geschichtsunterrichts
4.1 Die Thematik Holocaust im gegenwärtigen Geschichtsunterricht
4.2 Geschichte im Film: didaktische, methodische und kritische Überlegungen
4.3 Lernen aus der Holocaust-Komödie: Schüler sensibilisieren
4.4 Komödie als neue Form der Erinnerungskultur – auch im Unterricht?
5 Ergebnisse und Perspektiven
Diese Bachelorarbeit untersucht, welchen Mehrwert der Einsatz von Holocaust-Komödien wie "Das Leben ist schön" und "Zug des Lebens" gegenüber herkömmlichen Unterrichtsmethoden in der gymnasialen Oberstufe bietet, um eine unkonventionelle, reflektierte Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen zu ermöglichen.
3.1.1 […] a simple story. But it’s not easy to tell (Roberto Benigni)
Roberto Benigni erzählt in das Leben ist schön die Geschichte von Guido dargestellt von Benigni , der gemeinsam mit seinem Freund Ferruccio in der italienischen Stadt Arezzo Arbeit sucht. Guido verliebt sich in die junge Dora und versucht im ersten Teil des Films deren Gunst zu erlangen. Dabei blendet der Protagonist die politischen Umwälzungen im Jahr 1939 aus, denn die antisemitischen Hetzparolen scheint er zu ignorieren. Da er nur Augen für Dora hat, wirkt der erste Teil wie eine humorvolle Romanze. Im zweiten Teil des Films holt ihn die Realität umso drastischer ein. Guido, der mittlerweile mit Dora verheiratet ist und einen Sohn namens Giosué hat, wird mit seiner Familie in ein Konzentrationslager deportiert. Um seinen Sohn nicht zu beunruhigen, erfindet er ein Spiel. So denkt Giosué bis zum Ende von Das Leben ist schön, dass es sich um einen Wettkampf handelt, an dessen Ende man einen „echten“ Panzer gewinnen kann. Zum Sieg benötigt man die meisten Punkte, die man beispielsweise dafür bekommt, dass Giosué sich den ganzen Tag versteckt, nicht weint und nicht nach seiner Mama verlangt, die sich in einem anderen Teil des Konzentrationslagers befindet.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Mehrwert von Holocaust-Komödien im Geschichtsunterricht und erläutert die methodische Herangehensweise.
2 Der Holocaust im Film: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Holocaust-Darstellung, die Entwicklung des Holocaust-Films sowie das Genre der Filmkomödie.
3 Holocaust-Komödien: Das Leben ist Schön und Zug des Lebens: Hier werden die beiden Spielfilme inhaltlich analysiert, inklusive einer Betrachtung ihrer humortragenden Elemente und Rezeption.
4 Holocaust-Komödien als Gegenstand des Geschichtsunterrichts: Das Kapitel diskutiert didaktische Chancen und Probleme beim Einsatz dieser Filme im Unterricht und beleuchtet die Notwendigkeit von Medienkompetenz.
5 Ergebnisse und Perspektiven: Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengefasst und der Wert des humorvollen Zugangs für die zukünftige Erinnerungskultur bewertet.
Holocaust, Holocaust-Komödie, Geschichtsunterricht, Erinnerungskultur, Das Leben ist schön, Zug des Lebens, Filmanalyse, jüdischer Humor, Holocaust Education, Reflexivität, Didaktik, Nationalsozialismus, Mediale Darstellung, Shoah, Geschichtsbewusstsein.
Die Arbeit untersucht, wie Holocaust-Komödien als unkonventionelle Medien im Geschichtsunterricht der gymnasialen Oberstufe eingesetzt werden können.
Die zentralen Felder sind die historische Darstellbarkeit des Holocaust, die Rolle des Humors in der jüdischen Tradition und die geschichtsdidaktische Vermittlung durch Spielfilme.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und welchen Mehrwert der humorvolle Zugang durch Holocaust-Komödien im Vergleich zu direkten, dramatischen Konfrontationen im Unterricht bietet.
Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse der zwei Filme sowie eine didaktische Auswertung im Kontext aktueller Rahmenlehrpläne.
Der Hauptteil analysiert die zwei Filme "Das Leben ist schön" und "Zug des Lebens" hinsichtlich ihrer Darstellung, ihres Humors und ihrer Rezeption durch Zuschauer und Kritiker.
Die wichtigsten Begriffe sind Holocaust-Komödie, Erinnerungskultur, Reflexivität, Geschichtsdidaktik und mediale Darstellung.
Während Benignis Film die Opferperspektive stark individualisiert, fokussiert "Zug des Lebens" auf eine kollektive jüdische Gemeinschaft, die ihr Schicksal durch eine "Selbstdeportation" aktiv gestaltet.
Da Komödien den Holocaust trivialisieren oder banalisieren könnten, müssen Schüler durch historische Grundkenntnisse und medienkritische Kompetenz in die Lage versetzt werden, Fiktion von historischer Realität zu unterscheiden.
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