Bachelorarbeit, 2015
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Vom Jugend- ins Erwachsenenalter
2.1 Versuch einer Annäherung
2.1.1 Jugendalter
2.1.2 Erwachsenenalter
2.1.3 Emerging Adulthood
2.2 Anforderungen im Übergang
2.2.1 Initiationsriten
2.2.2 Gefahren unspezifischer Übergänge
2.2.3 Charakterkompetenzen als gesellschaftliche Anforderungen
2.2.4 Identitätsentwicklung als individuelle Herausforderungen
3. Erlebnispädagogik
3.1 Versuch einer Definition
3.2 Historische Entwicklung
3.3 Lernziele und Kompetenzen
3.4 Wie können diese Lernziele vermittelt werden?
3.5 Vom Erlebten zum Erlernten
4. Praxisbezug am Beispiel Klettern
4.1 Klettern als pädagogisches Medium
4.2 Welche Kompetenzen kann das Klettern vermitteln?
5. Erlebnispädagogik und der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern erlebnispädagogische Angebote den komplexen und prekären Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter begleiten, unterstützen und mitgestalten können, indem sie die Herausforderungen des Erwachsenwerdens mit dem Kompetenzprofil erlebnispädagogischer Programme in Verbindung setzt.
1. Einleitung
Wo endet die Jugend, wo fängt das Erwachsensein an? Wie wird man erwachsen und was ist das überhaupt, ein Erwachsener? Ein Mensch, der aus juristischer Sicht die Volljährigkeit erreicht hat, der einen Beruf ausübt, einen Führerschein besitzt, in einer eigenen Wohnung wohnt, sexuelle Partnerschaften unterhält? Ein Mensch, der heiratet und eine eigene Familie gründet? All dies sind äußere Insignien, die zwar mit der Erwachsenenwelt in Verbindung gebracht werden, jedoch nicht oder nicht mehr ausreichen, um diese Lebensphase in ihrer Gesamtheit zu beschreiben. Denn dabei wird übersehen, dass der Übergang mit anspruchsvollen Anforderungen versehen ist und angehende Erwachsene in allen gesellschaftlichen Bereichen psychische, soziale und praktische Kompetenzen erwerben müssen (vgl. Hug 2002, 1f.).
Diese inneren Prozesse sind jedoch im Vergleich zu den äußeren Faktoren nicht durch klare Trennlinien gekennzeichnet. Darüber hinaus liefern sie keine Antworten auf die Frage, um welche Entwicklungsaufgaben es sich dabei handelt, welche innerpsychischen, charakterlichen Kompetenzen erforderlich sind für den Übergang in das Erwachsenenalter und woran festgemacht wird, wann dieser Prozess abgeschlossen ist (vgl. Nuber 2001, 24ff.). Klare Strukturen und Übergangsriten sind weitestgehend aufgehoben und gleichzeitig fehlen neue, eindeutige Orientierungspunkte für die Anforderungen des Erwachsenwerdens. Daraus resultiert eine Situation, die droht, die Heranwachsenden in einer Statusunsicherheit zwischen Jugend- und Erwachsensein zurückzulassen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Unschärfe des Übergangs vom Jugend- ins Erwachsenenalter und führt in das Potenzial der Erlebnispädagogik als unterstützende Methode ein.
2. Vom Jugend- ins Erwachsenenalter: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Lebensphasen, die Anforderungen an den Übergang sowie die Rolle der Identitätsfindung.
3. Erlebnispädagogik: Es erfolgt eine Definition, historische Einordnung und systematische Darstellung der erlebnispädagogischen Lernziele und Vermittlungsformen.
4. Praxisbezug am Beispiel Klettern: Das Kapitel veranschaulicht anhand des Mediums Klettern, wie spezifische Kompetenzen und Lernziele in die Praxis umgesetzt werden können.
5. Erlebnispädagogik und der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse aus den vorherigen Kapiteln synthetisiert, um den Nutzen der Erlebnispädagogik für den Übergang zu begründen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Eignung der Erlebnispädagogik als unterstützende Instanz im Prozess des Erwachsenwerdens.
Erlebnispädagogik, Erwachsenwerden, Übergang, Jugendalter, Identitätsentwicklung, Kompetenzförderung, Persönlichkeitsentwicklung, Klettern, Statusunsicherheit, Sozialpädagogik, Lebensbiografie, Handlungsorientiertes Lernen, Charakterkompetenzen, Emerging Adulthood, Initiationsriten.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Erlebnispädagogik, junge Menschen im schwierigen Übergang von der Jugend ins Erwachsenenalter durch gezielte Kompetenzförderung zu unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Lebensabschnitten wie "Emerging Adulthood", die Anforderungen an die Identitätsbildung sowie die Analyse der Erlebnispädagogik als Methode.
Die Forschungsfrage lautet, ob erlebnispädagogische Angebote den Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter mitgestalten und unterstützen können.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur zur Entwicklungspsychologie und Erlebnispädagogik beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Entwicklungsphasen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit erlebnispädagogischen Konzepten und eine praxisorientierte Untersuchung des Mediums Klettern.
Wichtige Begriffe sind Erlebnispädagogik, Identitätsentwicklung, Erwachsenwerden, Kompetenzförderung und der Übergang in die Eigenständigkeit.
Sie wird als eigenständige, vierte Lebensphase zwischen der schulisch geprägten Jugend und dem vollständigen Erwachsenenstatus betrachtet, in der junge Menschen ihre Identität explorieren.
Klettern ist sportlich attraktiv für diese Altersgruppe und ermöglicht es, durch die notwendige Verantwortung beim Sichern und das Überwinden von Grenzen metaphorisch wichtige Lebenskompetenzen zu erwerben.
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