Masterarbeit, 2020
98 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Darstellung des Problems
1.2 Forschungsfrage und Forschungsinteresse
1.3 Zielsetzung
1.4 Methodik und Vorgehensweise
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen und Modelle
2.1.1 Physiologisches Stressmodell nach Selye
2.1.2 Transaktionales Stressmodell nach Lazarus
2.1.3 ABC Modell nach Ellis
2.2 Neurophysiologische Grundlagen des Stress
2.2.1 Der Hypothalamus
2.2.2 Das zentrale Nervensystem (ZNS)
2.2.3 Das vegetative Nervensystem
2.2.4 Das endokrine System
2.2.5 Die zwei Achsen der Stressreaktion
2.3 Bewältigung von Stress
2.3.1 Eustress
2.3.2 Distress
2.3.3 Yerkes-Dodson-Gesetz
2.4 Folgen von chronischem Stress
3 Führungskräfte im spezifischen Kontext
3.1 Definition und Merkmale der Systemgastronomie
3.2 Franchisesysteme
3.3 Unternehmen X
4 Empirische Untersuchung
4.1 Stressverarbeitungsfragebogen SVF 120
4.1.1 Definition der Skalen
4.1.2 Anwendung und Auswertung des SVF 120
4.2 Stichprobe
4.3 Ergebnisse Fragebogen SVF 120
4.3.1 Verwendete Einzelstrategien in der Gesamtgruppe
4.3.2 Verwendete Einzelstrategien in den Untergruppen Alter und Geschlecht
4.3.3 Positive Strategien zusammengefasst in 3 Subtestkategorien in der Gesamtgruppe
4.3.4 Positive Strategien zusammengefasst in 3 Subtestkategorien in den Untergruppen Alter und Geschlecht
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Schlussfolgerungen und Anwendung in der Praxis
6 Zusammenfassung
Diese Master Thesis verfolgt das Ziel, die individuellen Strategien zur Stressverarbeitung von Führungskräften im mittleren Management innerhalb der Systemgastronomie zu identifizieren und zu vergleichen. Basierend auf den empirischen Erkenntnissen sollen konkrete Handlungsanweisungen für ein betriebliches Personalentwicklungsprogramm abgeleitet werden, um die Belastungsfähigkeit der Führungskräfte zu stärken und die Personalfluktuation zu reduzieren.
1.1 Darstellung des Problems
Der Autor war selbst jahrelang in der Geschäftsführung eines Handelsunternehmens tätig und dort für die Bereiche Marketing und Kommunikation sowie für die Führung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Parallel dazu beschäftigt sich der Autor seit über 10 Jahren intensiv mit dem Thema „Führung“, insbesondere jener von heterogenen Teams. Im eigenen Unternehmen bietet der Autor klein- und mittelständischen Unternehmen Programme zur Entwicklung von Führungskräften an.
In diesem Kontext wurden auch die Probleme in einem vom Autor betreuten KMU evident. Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte beginnen, unter Stress zu leiden, wenn sie wahrnehmen, dass zwischen den Anforderungen, die an sie gestellt werden, und den Mitteln, die ihnen zur Bewältigung dieser Anforderungen zur Verfügung stehen, Differenzen bestehen. In den letzten Jahren wurde die Thematik Stress bei Führungskräften als Grundlage psychosomatischer Erkrankungen umfangreich beschrieben und publiziert. Auch wenn dies nicht Kernthema dieser Arbeit ist, so wird doch auch darauf einzugehen sein.
Aus den langjährigen Beobachtungen des Autors in seiner Arbeit mit Führungskräften in der Systemgastronomie entwickelte sich die Erkenntnis, dass gerade jene Führungskräfte, welche hierarchisch unmittelbar unter der Geschäftsführung positioniert sind, offenbar besonders unter Stress leiden. Menschen in dieser Sandwichposition tragen einen Hauptanteil der Verantwortung. Sie müssen die Interessen der ihnen unterstellten Angestellten vertreten, und sind gleichzeitig dem von „oben“ vorgegebenen Umsetzungsdruck ausgesetzt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik Stress in Führungsrollen und Definition der Problemstellung sowie Forschungsfrage.
2 Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung wissenschaftlicher Stressmodelle und neurophysiologischer Prozesse sowie der Möglichkeiten der Stressbewältigung.
3 Führungskräfte im spezifischen Kontext: Analyse der besonderen Belastungssituation im mittleren Management der Systemgastronomie und Vorstellung des Untersuchungsumfeldes.
4 Empirische Untersuchung: Durchführung der Befragung mittels SVF 120, Auswertung der Daten und Darstellung der Ergebnisse bezüglich Stressverarbeitungsstrategien.
5 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Auseinandersetzung mit den gewonnenen Daten und Ableitung von Empfehlungen für die betriebliche Praxis.
6 Zusammenfassung: Abschließende Reflexion der Forschungsarbeit und Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse.
Stressverarbeitung, Führungskräfte, Systemgastronomie, SVF 120, Coping-Strategien, mittleres Management, Stressmanagement, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Burnout-Prophylaxe, Neurophysiologie, Stressmodell, Belastungsbewältigung, Personalfluktuation, Resilienz.
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte im mittleren Management der Systemgastronomie individuell mit Stress umgehen und welche Verarbeitungsstrategien sie dabei einsetzen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Stressforschung, neurophysiologische Aspekte, spezifische Herausforderungen in der Systemgastronomie sowie die praktische Analyse von Stressbewältigungsstrategien.
Das Ziel ist die Identifikation individueller Stressverarbeitungsstrategien sowie der Transfer dieser Erkenntnisse in ein gezieltes Personalentwicklungsprogramm zur Reduzierung von Stress und Fluktuation.
Es wurde eine empirische Untersuchung mit dem standardisierten Stressverarbeitungsfragebogen (SVF 120) bei 26 Führungskräften durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erläuterungen (Stressmodelle wie Selye, Lazarus, Ellis), die spezifische Situation in Franchise-Systemen und die Auswertung der empirischen Daten.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Stressverarbeitung, Führungskräfte, Systemgastronomie, SVF 120 und Personalentwicklung definieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Fokus auf Kontrollstrategien im mittleren Alter verstärkt und die negative Strategie der gedanklichen Weiterbeschäftigung bei älteren Führungskräften abnimmt.
Es zeigte sich eine auffällige Tendenz zur sozialen Abkapselung bei dieser spezifischen Gruppe, was als Risikofaktor für das Unternehmen identifiziert wurde.
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