Diplomarbeit, 2006
76 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Demographische Entwicklung und Arbeitswelt
2.1. Begriff des demographischen Wandels
2.2. Prognosen
2.3. Zweiteilung des Arbeitsmarkts
2.4. Auswirkungen auf Unternehmen
3. Implikationen für Unternehmen: Handlungsfelder bei älter werdenden Belegschaften
3.1. Der Begriff „Ältere Arbeitnehmer“
3.2. Ganzheitlich- integrativer Ansatz
4. Unternehmenskultur und Personalentwicklung
4.1. Begriffliche Grundlegung
4.1.1. Unternehmenskultur
4.1.2. Altersspezifische Leistungsfähigkeit
4.1.3. Personalentwicklung (PE)
4.1.3.1. Definition des Begriffes Personalentwicklung
4.1.3.2. Exkurs: Das Konzept der lernenden Organisation
4.2. Der Integrationsrahmen- von Insellösungen hin zu komplexen Konzepten
4.2.1. Die (Wechsel-) Beziehung von Unternehmenskultur und Personalentwicklung
4.2.2. Impulse für den Weg zu einer intergenerativen Unternehmenskultur als grundlegende Determinante zur Gestaltung altersheterogener Personalentwicklung
4.2.3. Instrumente altersheterogener Personalentwicklung
4.3. Exkurs: Bewältigung des geistigen Wandels
4.3.1. Das Phasenmodell nach Lewin/ Schein und der 8-Schritte Plan nach J.P. Kotter
4.3.2. Inhaltliche Anforderungen an den Cultural Change
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit, Unternehmenskultur und Personalentwicklung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu verzahnen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mit einer durchschnittlich älteren Belegschaft zu sichern. Die Forschungsfrage widmet sich der Frage, warum und wie diese beiden Konzepte in einen direkten Zusammenhang gebracht werden müssen.
Unternehmenskultur als Schlüsselfaktor zur Gestaltung altersheterogener Personalentwicklung
Personalführung und PE durch Unternehmenskultur sind nicht auf spezielle Anlässe beschränkt, vielmehr übt die Unternehmensfunktion eine permanente Führungsfunktion aus.
Für eine konstruktive Zusammenarbeit der Generationen kann festgehalten werden dass eine dem Alter gegenüber wertschätzende Unternehmenskultur als zentrale Determinante gewertet werden kann. Unternehmenskultur soll hierbei nicht als ein Modetrend oder Luxusartikel verstanden werden, sondern als ein Konzept das die Voraussetzungen für gelingende Personalentwicklungsmaßnahmen und damit die Grundlage für das Überleben und den Erfolg von Unternehmen schafft. Eine Unternehmenskultur, die davon ausgeht, dass Ältere lange im Unternehmen verweilen, dass ihre Erfahrungen und ihr Wissen die Geschichte des Unternehmens für den sozialen und betriebswirtschaftlichen Fortbestand wichtig sind, die sich nicht an dem Defizitmodell orientiert und gleichzeitig die Jüngeren im Blick hat, bildet das Dach für die Bereitschaft der Mitarbeiter, ihr Wissen miteinander zu teilen. Ein intergenerativer Ansatz ermöglicht ein frühzeitiges Zusammenspiel der Generationen, so dass das Neue seine Chance bekommen kann und das Alte seine Anerkennung.
Eine von allen akzeptierte und getragene Unternehmenskultur bildet hier die Basis für den Erfolg der PE. Personalentwicklungsmaßnahmen müssen mit der Unternehmenskultur im Einklang stehen, wenn sie glaubhaft und erfolgreich sein sollen. Eine PE, die allenfalls ein isoliertes Instrumentarium für eine Vielzahl an Einzelproblemen bereitstellt (= Insellösung) und von der Unternehmenskultur nicht mitgetragen wird, läuft viel eher Gefahr zu scheitern, als eine PE, die im Einklang mit der Unternehmenskultur steht. D.h. die Gestaltung von altersheterogenen Lern- und Arbeitsstrukturen ist nicht durch einzeloperative Maßnahmen zu erlangen sondern nur im Verbund mit einer unterstützenden Unternehmenskultur.
1. Einführung: Erläutert die Relevanz des Themas im Kontext der alternden Gesellschaft und definiert das Ziel der Arbeit, die Verzahnung von Unternehmenskultur und Personalentwicklung aufzuzeigen.
2. Demographische Entwicklung und Arbeitswelt: Analysiert den demographischen Wandel, seine Ursachen, Prognosen und die daraus resultierende Zweiteilung des Arbeitsmarktes sowie die Folgen für Betriebe.
3. Implikationen für Unternehmen: Handlungsfelder bei älter werdenden Belegschaften: Stellt einen ganzheitlich-integrativen Ansatz vor, um ältere Arbeitnehmer erfolgreich in die Arbeitswelt zu integrieren und Handlungsfelder wie Gesundheitsförderung und Führung zu adressieren.
4. Unternehmenskultur und Personalentwicklung: Liefert die begriffliche Grundlegung beider Konzepte, untersucht ihre Wechselwirkungen und diskutiert Strategien sowie Instrumente zur Gestaltung einer intergenerativen Unternehmenskultur.
5. Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine altersgerechte Personalentwicklung nur in einer wertschätzenden Unternehmenskultur nachhaltigen Erfolg erzielen kann.
Unternehmenskultur, Personalentwicklung, Demographischer Wandel, Altersheterogenität, Intergenerative Zusammenarbeit, Cultural Change, Lebenslanges Lernen, Leistungsfähigkeit, Altersstrukturanalyse, Arbeitswelt, Wissensmanagement, Generationskonflikte, Beschäftigungsfähigkeit, Führung, Altersgerechte Didaktik.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen angesichts der demographischen Entwicklung ihre Personalkonzepte anpassen müssen, um mit einer alternden Belegschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Unternehmenskultur und Personalentwicklung sowie der praktischen Gestaltung altersgemischter Arbeitsstrukturen.
Die Arbeit untersucht, warum und auf welche Weise Unternehmenskultur und Personalentwicklung als verzahnte Strategie betrachtet werden müssen, um das Potenzial älterer Mitarbeiter zu nutzen.
Es handelt sich um eine theoretische Literatursichtung, die empirische Prognosen aus Modellversuchen zusammenführt und analysiert.
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der Analyse der demographischen Ausgangslage, der Vorstellung betrieblicher Handlungsfelder sowie der Erörterung von Instrumenten für intergeneratives Lernen.
Zentrale Begriffe sind Unternehmenskultur, Personalentwicklung, demographischer Wandel, intergenerative Zusammenarbeit und lebenslanges Lernen.
Während Organisationsentwicklung den Wandel oft als zeitlich begrenzten Prozess in Form von Projekten betrachtet, versteht das Modell der Lernenden Organisation den Wandel als dauerhaften Normalzustand.
Das Defizitmodell ist zu mechanistisch und negiert das Potenzial und die Lernfähigkeit älterer Mitarbeiter, was zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung führt, die den Unternehmenserfolg gefährdet.
Ein Modell, das gezielt das gemeinsame Lernen und Arbeiten von älteren und jüngeren Fachkräften fördert, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu systematisieren.
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