Masterarbeit, 2019
92 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Definitionen von Sexualität und Partnerschaft
3. Sexualität in der Gesellschaft
3.1 Sexualität damals
3.2 Sexualität heute
3.3 Asexualität
3.4 Einfluss der Sexualität auf die Persönlichkeitsentwicklung
4. Sexuelle Störungen
4.1 Diagnose im DSM-5 und ICD-10
4.2 Sexuelle Funktionsstörungen
4.2.1 Appetenzstörungen und Hypersexualität
4.2.2 Sexuelle Störungen beim Mann: Erektions- und Ejakulationsstörungen
4.2.3 Sexuelle Störungen bei der Frau: Vaginismus und Lubrikationsstörungen
4.3 Störungen der Sexualpräferenz
4.4 Medikamentöse Behandlung
5. Sexualität in der heterosexuellen Partnerschaft
5.2 Einflussfaktoren: Kritische Lebensereignisse
5.2.1 Schwangerschaft und Geburt
5.2.2 Wechseljahre und fortgeschrittenes Alter
5.3 Einflussfaktoren: Soziale Faktoren
5.4 Einflussfaktoren: Biologische und biografische Faktoren
6. Beratung und Therapie von Paaren
6.1 Abgrenzung von Beratung und Therapie
6.2 Paar- und Sexualberatung
6.3 Behavioral-integrative Sexualberatung und -therapie
6.4 Systemisch-integrative Paar- und Sexualberatung und -therapie
6.5 Beratung bei speziellen Problemlagen
6.6 Das Hamburger Modell der Paartherapie
7. Fazit und Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Sexualität auf heterosexuelle Partnerschaften und analysiert, mit welchen Problemen Paare konfrontiert sein können. Das primäre Ziel ist es, Beratungsansätze aufzuzeigen, die Fachkräften helfen, in diesem sensiblen Bereich kompetent zu agieren und Lösungsstrategien für Paare zu entwickeln.
3.1 Sexualität damals
Der Begriff „Sexualität“ wird erst seit den 1980er Jahren so verwendet, um „die Vielfalt sexueller Identitäten, Rollen und Begierden“ zu betonen und darauf hinzuweisen, „dass jener Lebensbereich, den wir im Alltag leichthin «Sexualität» nennen, seines essentiellen Kerns entledigt wurde“. Trotzdem haben seitdem Publikationen zum Thema zugenommen und es wird weiterhin geforscht.
Eine Übersicht bietet Franz X. Eder, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. In seinem Werk „Kultur der Begierde“ beschreibt er die Entwicklung der Sexualität von der „bäuerlichen Kultur“ bis in die frühen Zweitausender.
Zur Zeit des Mittelalters wurde die „Unkeuschheit wider die Natur“ mit strengen, meist tödlichen Strafen verurteilt. Dabei wurde nach der Härte der Straftat differenziert: Weniger „schlimm“ wurden „Geschlechtsverkehr mit Tieren sowie gleichgeschlechtliche Akte“ angesehen, während sich „im Maximum auch sexuelle Handlungen mit Toten, „widernatürliche“ heterosexuelle Akte wie den Analverkehr und sogar Masturbation“ befanden. Im Gegensatz dazu wurde Vergewaltigung z.B. in Österreich, genannt „Notzucht“, in der Ehe nicht bzw. nur mild bestraft.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung von Sexualität in Partnerschaften und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Umgangs mit Paarsexualität in der Beratung.
2. Definitionen von Sexualität und Partnerschaft: Dieses Kapitel erarbeitet ein grundlegendes Verständnis der Begriffe Sexualität und Partnerschaft unter Berücksichtigung verschiedener wissenschaftlicher Perspektiven.
3. Sexualität in der Gesellschaft: Hier wird die historische Entwicklung der Sexualforschung sowie die Bedeutung der Sexualität für das Wohlbefinden und die Identitätsentwicklung dargestellt.
4. Sexuelle Störungen: Das Kapitel bietet einen Überblick über diagnostische Kriterien nach ICD-10 und DSM-5 sowie detaillierte Erläuterungen zu männlichen und weiblichen Funktionsstörungen.
5. Sexualität in der heterosexuellen Partnerschaft: Es werden zentrale Einflussfaktoren wie kritische Lebensereignisse, Alter und soziale Bedingungen in Bezug auf die Sexualität von Paaren analysiert.
6. Beratung und Therapie von Paaren: Dieser Abschnitt erläutert Interventionsmodelle, grenzt Beratung von Therapie ab und stellt konkrete Methoden wie das Hamburger Modell vor.
7. Fazit und Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und kritische Reflexion zur Ausbildungssituation von Beratern im Bereich der Sexualität.
Sexualität, Paarberatung, Sexualtherapie, Funktionsstörungen, Hamburger Modell, Partnerschaft, Appetenzstörungen, Erektionsstörungen, Vaginismus, Lebensereignisse, Psychosomatik, Sexualpädagogik, Paartherapie, Sensate-Focus, Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Paarsexualität innerhalb heterosexueller Beziehungen und untersucht, welche Faktoren diese beeinflussen und wie Beratende diese Themen professionell begleiten können.
Zentrale Themen sind die Definition von Sexualität, die verschiedenen Arten sexueller Funktionsstörungen beim Mann und bei der Frau sowie die Auswirkungen kritischer Lebensereignisse auf die Intimität.
Das Ziel ist es, Fachkräften in der Beratung fundiertes Wissen über sexuelle Probleme in Partnerschaften zu vermitteln und praktische Methoden für die beratende Arbeit vorzustellen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Studien, psychologischer Fachliteratur und etablierter therapeutischer Konzepte basiert.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen gelegt, dann werden spezifische Störungsbilder analysiert und abschließend verschiedene Interventionsmöglichkeiten und Beratungskontexte dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Sexualberatung, Paartherapie, Funktionsstörungen, Kommunikation, Ressourcenorientierung und das Hamburger Modell.
Das Hamburger Modell ist eine integrative therapeutische Methode, die auf dem Sensate-Focus-Ansatz basiert und Paaren hilft, durch schrittweise Übungen den Druck aus der Sexualität zu nehmen.
Die Arbeit betont, dass Schamgefühle in der Beratung normalisiert werden müssen und dass ein offener, empathischer Gesprächsrahmen sowie gezielte Fragen helfen, diese Barrieren abzubauen.
Die Arbeit unterscheidet zwischen Beratung als niederschwelliger Hilfe zur Selbsthilfe und Therapie bei chronischen oder tiefgreifenden psychischen Störungsbildern, um die passende Versorgungsform zu wählen.
Die Autorin argumentiert, dass die ständige Reizüberflutung durch sexuelle Inhalte im Alltag paradoxerweise zu einer Entfremdung und zum Verlust von Intimität im privaten Raum führen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

