Bachelorarbeit, 2012
45 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2.1 Theoretisches Verständnis des Verrechnungspreises
2.2 Ursprung der Verrechnungspreisthematik
2.3 Funktionen von Verrechnungspreissystemen
2.3.1 Planungsfunktion
2.3.2 Lenkungsfunktion
2.3.3 Erfolgsermittlungsfunktion
2.3.4 Motivationsfunktion
2.4 Methoden von Verrechnungspreissystemen
2.4.1 Marktbasierte Ermittlungsmethoden
2.4.1.1 Einheitliche Marktpreise
2.4.1.2 Kein einheitlicher Marktpreis
2.4.1.3 Modifizierter Marktpreis
2.4.2 Kostenorientierte Ermittlungsmethoden
2.4.2.1 Vollkosten
2.4.2.2 Grenzkosten (Variable Kosten)
2.4.2.3 Grenzkosten plus Kapazitätsreservierungskosten
2.4.2.4 Two-Step-Pricing (Grenzkosten + periodische Verrechnung)
2.4.2.5 Vollkosten plus Gewinnzuschlag (Cost Plus Method)
2.4.2.6 Grenzkosten plus Gewinnzuschlag
2.4.2.7 Vollkosten plus Gewinnaufteilung
2.4.2.8 Grenzkosten plus Gewinnaufteilung
2.4.3 Sonstige Verrechnungspreise
2.4.3.1 Knappheitspreise
2.4.3.2 Verhandelte Verrechnungspreise
2.4.3.3 Dual Pricing (Gewinnpooling)
3. Verwendbarkeit von Verrechnungspreisen in Responsibility Center- Organisationen
3.1 Definition einer Responsibility Center-Organisation
3.2 Konkretisierung der einzelnen Center-Konzepte
3.3 Klassifizierung der Verrechnungspreise in den betrachteten Responsibility Center-Konzepten
4. Implementierte Systeme in der Praxis
4.1 Bedeutung der Verrechnungspreisfunktionen in der Praxis
4.2 Anwendungshäufigkeit von Verrechnungspreisfunktionen
4.3 Verwendung von Responsibility Center-Organisationen in der Praxis
4.4 Verwendung von Verrechnungspreisen in Responsibility Center-Organisationen
5. Fazit
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Ermittlungsmethoden von Verrechnungspreisen und deren praktische Implementierung sowie Eignung innerhalb von Responsibility-Center-Organisationen zur Steuerung dezentraler Unternehmenseinheiten.
2.4.1.1 Einheitliche Marktpreise
Der einheitliche Marktpreis lässt sich auf betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Basis betrachten. Besitzen beide Divisionen den freien Marktzugang, bleibt kein besserer Verrechnungspreis als der Marktpreis übrig. Bei einem höheren Betrag ist die kaufende Division benachteiligt, beim Verrechnungspreis unter dem Marktpreis ist der liefernde Bereich schlechter gestellt (Vgl. Coenenberg et al., 2009).
Bei Betrachtung der steuerlichen Verwendung trägt diese Verrechnungspreismethode den Namen Preisvergleichsmethode (Comparable Uncontrolled Price Method). Hier gibt es zwei Ermittlungsmethoden, den inneren und den äußeren Preisvergleich.
Beim äußeren Preisvergleich werden konzernexterne Marktpartner mit ihren Preisen für die Preisermittlung zugrunde gelegt.
Bei innerlicher Betrachtung werden die Preise von einem externen Marktpartner sowie die zwischen den Konzerngesellschaften herrschenden Preise für die Ermittlung verwendet (Vgl. Mandler 2002).
Da das Zwischenprodukt zum Marktpreis gehandelt wird, ist die Planungsfunktion gegeben, wobei zu bedenken ist, dass sich der Marktpreis ständig ändert. Somit ist eine überlegte Wahl des Preises entscheidend.
Die Lenkungsfunktion erfüllt dieser Verrechnungspreis allerdings nicht. Der liefernde Bereich wird durch den Verrechnungspreis auf Marktpreisbasis wahrscheinlich sein Bereichsoptimum erreichen. Allerdings wird das Unternehmen unter diesen Umständen sein Gesamtoptimum verfehlen, womit eigentlich die nächsten beiden Funktionen erklärt wären: Durch das wahrscheinliche Erreichen des Bereichsoptimums ist die Erfolgsermittlungsfunktion erfüllt. Diese führt ebenfalls zu einer Erfüllung der Motivationsfunktion, durch höhere Motivation und das Ziel der Effektivitätssteigerung, wird versucht mehr Gewinn zu generieren.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Unternehmensausrichtung durch Verrechnungspreise und Definition des Untersuchungsrahmens.
2.1 Theoretisches Verständnis des Verrechnungspreises: Abgrenzung zwischen steuerlichen und innerbetrieblichen Verrechnungspreisen sowie deren theoretische Definition.
2.2 Ursprung der Verrechnungspreisthematik: Historische Herleitung der bürokratischen versus pretialen Betriebslenkung nach Schmalenbach.
2.3 Funktionen von Verrechnungspreissystemen: Detaillierte Erläuterung der Planungs-, Lenkungs-, Erfolgsermittlungs- und Motivationsfunktion.
2.4 Methoden von Verrechnungspreissystemen: Umfassende Darstellung und kritische Analyse marktbasierter, kostenorientierter und sonstiger Ermittlungsmethoden.
3. Verwendbarkeit von Verrechnungspreisen in Responsibility Center- Organisationen: Definition verschiedener Center-Konzepte und deren Eignung für den Einsatz von Verrechnungspreisen.
4. Implementierte Systeme in der Praxis: Auswertung empirischer Studien zur Bedeutung und Anwendungshäufigkeit von Verrechnungspreisen in deutschen und schweizerischen Unternehmen.
5. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Funktionserfüllung und die praktische Relevanz von Verrechnungspreisen.
Verrechnungspreise, Transferpreise, Responsibility Center, Profit Center, Cost Center, Lenkungsfunktion, Erfolgsermittlung, Vollkosten, Grenzkosten, Marktpreis, Unternehmenssteuerung, pretiale Lenkung, Kostenorientierung, Marktorientierung, Effizienz.
Die Arbeit befasst sich mit dem Instrument der Verrechnungspreise als Mittel zur Koordination dezentraler Unternehmenseinheiten und untersucht deren theoretische Funktionen sowie praktische Anwendung.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Verrechnungspreisen, die Analyse verschiedener Ermittlungsmethoden (markt- vs. kostenbasiert) sowie deren Einordnung in Responsibility-Center-Konzepte.
Ziel ist es, die bestehenden Ermittlungsmethoden zu differenzieren, auf ihre Funktionserfüllung zu prüfen und Empfehlungen für den Einsatz in verschiedenen Responsibility-Center-Organisationen auszusprechen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung bestehender empirischer Studien zur Praxisanwendung von Verrechnungspreissystemen in Unternehmen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Berechnungsmethoden wie Vollkosten, Grenzkosten, Marktpreise und Verhandlungslösungen sowie deren jeweilige Eignung für Cost- oder Profit-Center.
Wesentliche Begriffe sind Verrechnungspreise, Responsibility Center, Lenkungsfunktion, Erfolgsermittlung und Unternehmenssteuerung.
Dies liegt daran, dass zwischen den verschiedenen Funktionen oft ein Zielkonflikt besteht, da beispielsweise die Lenkung auf das Gesamtoptimum und die Erfolgsermittlung auf das Teiloptimum ausgerichtet sind.
Das Cost Center dient primär der verursachungsgerechten Abrechnung von Kosten ohne Gewinnerwirtschaftung, während das Profit Center auf die Erzielung eines separaten Ergebnisses ausgerichtet ist.
Die Motivationsfunktion ist entscheidend, da Verrechnungspreise die Entscheidungsprozesse beeinflussen können; ein ungeeigneter Preis kann die Motivation senken, wenn das angestrebte Erfolgsziel nicht erreichbar erscheint.
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