Bachelorarbeit, 2019
51 Seiten, Note: 2,1
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Beschreibung der Herausforderungen unserer heutigen Lebens- und Arbeitswelt
3.1.1 Wandel der Arbeits- und Lebenswelt
3.1.2 Heutige Arbeits- und Lebenswelt
3.2 Begriffserklärung Gesundheit vs. Krankheit
3.2.1 Modelle der Gesundheit
3.2.2 Krankheit
3.3 Begriffserklärung Stress und Stressreaktion
3.3.1 Stress
3.3.2 Stressreaktion
3.3.2.1 Körperliche Ebene
3.3.2.2 Verhaltensebene
3.3.2.3 Kognitiv-emotionale Ebene
3.4 Folgen von Stress
3.4.1 Körperliche Folgen
3.4.2 Psychische Folgen
3.5 Begriffserklärung Infekt und Infektanfälligkeit
3.5.1 Begriffserklärung
3.5.2 Immunsystem
3.5.2.1 angeborenes Immunsystem
3.5.2.2 Adaptives Immunsystem
3.6 Darstellung der gegenwärtigen Situation in Deutschland
4 METHODIK
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
6.1 Ergebnisdiskussion
6.1.1 Auswirkungen von Stress auf Bestandteile des Immunsystems
6.1.2 Auswirkungen auf die Infektanfälligkeit
6.2 Methodendiskussion
6.3 Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis ist es, durch einen systematischen Review den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Stress und Infektanfälligkeit beim Menschen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Stress das menschliche Immunsystem beeinflusst.
3.3.2.1 Körperliche Ebene
Das körperliche Stresssystem, mit samt seiner Stressreaktion, stellt ein sehr komplexes, physiologisches Netzwerk dar. Dieses System hat die Aufgabe, den Körper in einem ausgeglichenen Zustand (Homöostase) zu halten, oder diesen wiederherzustellen (Knoll, Scholz, & Rieckmann, 2017, S. 173). Nachfolgend wird dieser Vorgang erläutert.
Auf der körperlichen Ebene geschieht eine Mobilisierung von Energie. Diese Mobilisierung macht sich bemerkbar durch 3 Hauptmerkmale. Diese sind ein erhöhter Herzschlag, eine erhöhte Atemfrequenz und eine verstärkte Muskelspannung. Diese erzeugte Energie wird jedoch meist nicht benötigt und daher nicht abgebaut (Kaluza, 2015, S. 10-11).
Die genannte Energie-Mobilisierung geschieht durch das Zusammenwirken verschiedenster Hirnareale. Dieser Vorgang läuft blitzschnell und unbewusst ab. Dieses Phänomen erklärt, warum in vielen Situationen sofortiger Stress auftritt, ohne bewusst über die Situation nachgedacht zu haben. Der Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems) wird durch äußere Reize aktiviert und schüttet das Stresshormon Noradrenalin aus.
Kommt es zu einer raschen Bewältigung der Stresssituation, erlischt die Aktivierung und somit auch die Ausschüttung des Hormons. Durch das schnelle Zerfallen von Noradrenalin entspannt sich der Körper sehr rasch wieder. Wird die Situation jedoch weiterhin als gefährlich eingestuft, setzt sich die Reaktion in weiteren Hirnbestandteilen fort. Die verschiedenen Hirnareale reagieren mit einer sich aufschaukelnden Reaktion. Durch die vermehrte Ausschüttung von Noradrenalin, wird auch die Ausschüttung von Adrenalin angeregt. Dieser Vorgang findet im Nebennierenmark, einem Teil der Nebenniere (Vegetatives Nervensystem), statt (Kaluza, 2004, S. 17-20).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Problematik zunehmender stressbedingter Erkrankungen und die Relevanz der Untersuchung für das Immunsystem.
2 ZIELSETZUNG: Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs zwischen Stress und Infektanfälligkeit sowie das methodische Vorgehen mittels systematischem Review.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte theoretische Abhandlung zu Stress, Stressreaktionen, Gesundheitsmodellen sowie den physiologischen Grundlagen des Immunsystems.
4 METHODIK: Beschreibung der systematischen Literaturrecherche, der Ein- und Ausschlusskriterien sowie der verwendeten Datenbanken und Suchstrategien.
5 ERGEBNISSE: Präsentation und Analyse der elf ausgewählten Studien in tabellarischer Form inklusive einer kritischen Würdigung.
6 DISKUSSION: Synthese und Interpretation der Studienergebnisse in Bezug auf die Auswirkungen von Stress auf das Immunsystem und die Infektanfälligkeit.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit und der gewonnenen Erkenntnisse aus den analysierten Studien.
Stress, Infektanfälligkeit, Immunsystem, Cortisol, Immunantwort, psychische Gesundheit, Stressreaktion, Biomarker, systematischer Review, Arbeitswelt, Infektion, Zytokine, Telomere, Prävention, Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Stress, der Stressreaktion und der Anfälligkeit für Infektionskrankheiten beim Menschen.
Die zentralen Themen sind Stressoren in der modernen Arbeits- und Lebenswelt, die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems sowie der Einfluss von Cortisol auf Immunbiomarker.
Das Ziel ist es, durch einen systematischen Review zu klären, welche Auswirkungen Stress auf Bestandteile des Immunsystems hat und ob sich hieraus eine erhöhte Infektanfälligkeit nachweisen lässt.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken, wobei eine Reihe von Studien nach definierten Ein- und Ausschlusskriterien gefiltert und analysiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Stress und Immunologie sowie einen praktischen Teil, in dem elf relevante Studien zu stressbedingten Veränderungen der Immunfunktion diskutiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stress, Infektanfälligkeit, Immunsystem, Cortisol, Zytokine und systematischer Review geprägt.
Die Statistik von 2016 verdeutlicht, dass Stress ein altersübergreifendes Phänomen ist, wobei besonders berufstätige Personen zwischen 30 und 59 Jahren prozentual am häufigsten unter Stress leiden.
Einige der analysierten Studien weisen darauf hin, dass chronischer Stress oder eine erhöhte Cortisolreaktion mit einer schnelleren Verkürzung der Telomere in Leukozyten korrelieren, was zu einer vorzeitigen Zellalterung führen kann.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Stress zwar messbare Veränderungen in Immunbiomarkern hervorruft, jedoch aufgrund der unterschiedlichen Studienansätze kein eindeutiges, pauschales Urteil zur direkten Infektanfälligkeit abgeleitet werden kann.
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