Magisterarbeit, 2002
62 Seiten, Note: 2,1
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen Voraussetzungen von Gilles Deleuzes Werk über das Kino, insbesondere im Hinblick auf die Werke von Henri Bergson und Friedrich Nietzsche. Das Ziel ist es, die Entwicklung von Deleuzes Kinotheorie von den Konzepten des klassischen Kinos hin zu den neuen Denkweisen des modernen Kinos zu analysieren.
Die Einleitung stellt die beiden Kinobücher von Gilles Deleuze vor und erklärt den Hintergrund seiner Beschäftigung mit der Kinematographie. Des Weiteren werden die Ziele und Schwerpunkte der Arbeit erläutert.
Das zweite Kapitel befasst sich mit Deleuzes philosophischen Grundlagen, insbesondere mit der Bedeutung des Werkes von Henri Bergson für die Analyse des Bewegungs-Bildes. Die Rolle von Bergsons Werk Materie und Gedächtnis für Deleuzes Kinotheorie wird untersucht.
Das dritte Kapitel gibt einen Überblick über Deleuzes Werk zum Kino und hebt die für die Arbeit relevanten Thesen und Abschnitte hervor.
Das vierte Kapitel behandelt das Konzept des Bewegungs-Bildes in Deleuzes erster Kinobüchern. Die wichtigsten Thesen von Bergson, die Deleuze zur Analyse des klassischen Kinos heranzieht, werden vorgestellt.
Die Arbeit fokussiert auf die folgenden Schlüsselwörter: Gilles Deleuze, Kinotheorie, Henri Bergson, Friedrich Nietzsche, Bewegungs-Bild, Zeit-Bild, klassisches Kino, modernes Kino, Wahrheit, Realität, Imagination, Philosophie.
Henri Bergson (insbesondere mit "Materie und Gedächtnis") und Friedrich Nietzsche sind die zentralen philosophischen Säulen für Deleuzes Kinotheorie.
Das Bewegungs-Bild dominiert das klassische Kino und basiert auf Aktion und Perzeption. Das Zeit-Bild ist charakteristisch für das moderne Kino, in dem die Grenzen zwischen Realität und Imagination verschwimmen.
Sein Ziel war eine semiotische Klassifizierung der Bilder und Zeichen des Kinos, vergleichbar mit den Arbeiten von C.S. Peirce.
Im modernen Kino wird das "Modell des Wahren" durch die "Macht des Falschen" ersetzt. Erzählungen werden fälschend und fabulierend, wodurch feste Urteilssysteme aufgehoben werden.
Deleuze sieht in Nietzsche einen Denker, der eine ähnliche Zäsur in der Philosophie darstellt wie das moderne Kino in der Kunst, insbesondere durch die Frage nach einem Jenseits von wahr und falsch.
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