Bachelorarbeit, 2015
111 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Motiv und Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Ökonomische Situation der EU
2.1 Die bisherige Entwicklung der Europäischen Union
2.2 Die gegenwärtige Situation
2.3 Die Zukunft der EU
2.3.1 Szenario 1: ,,Titanic´´
2.3.2 Szenario 2: ,,Geschlossenes Kerneuropa´´
2.3.3 Szenario 3: ,, Methode Monnet´´
2.3.4 Szenario 4: ,,Offener Gravitationsrau´´
2.3.5 Szenario 5: ,,Supermacht Europa´´
3 Beitrittsprozess
3.1 Gedanke eines vereinten Europas
3.2 Die sechs Gründerstaaten
3.3 Die Erweiterungen
3.3.1 bisherige Erweiterungen
3.3.1.1 Norderweiterung
3.3.1.2 Erste Süderweiterung
3.3.1.3 Erweiterung um Ostdeutschland
3.3.1.4 EFTA-Erweiterung
3.3.1.5 Erste Osterweiterung
3.3.1.6 Zweite Osterweiterung
3.3.1.7 Erweiterung um Kroatien
3.3.2 Künftige Erweiterungen um Beitrittskandidaten- und potenzielle Beitrittskandidatländer
4 Wirtschaftliche Beitrittskriterien
4.1 Kopenhagener Kriterien
4.1.1 Voraussetzungen für funktionsfähige Marktwirtschaft
4.1.2 Erlangung der Fähigkeit, dem Wettbewerbsdruck und den Marktkräften in der Union standzuhalten
5 Beitrittsverfahren
5.1 Berechtigung zum Beiritt
5.2 Beitrittsbedingungen
5.3 Phasen des Beitrittsverfahrens
5.3.1 Phase 1: Beitrittsantrag
5.3.2 Phase 2: Verleihung des Kandidatenstatus
5.3.3 Phase 3: Aufnahme von Beitrittsverhandlungen
5.3.4 Phase 4: Screening
5.3.5 Phase 5: Eröffnung von Kapiteln
5.3.6 Phase 6: Unterzeichnung und Ratifizierung des Beitrittsvertrags
5.3.7 Phase 7: Erlangung des Status eines ,,beitretenden Status´´
5.3.8 Phase 8: Beitritt zum festgelegten Zeitpunkt
5.4 Fehlverhalten nach Beitritt
5.5 Unionsbürgerschaft
5.6Unterstützung der Kandidatenländer bei ihren Vorbereitungen auf die Mitgliedschaft
5.7 Beispiel: Türkei
6 Beitrittshindernisse
6.1 Erfüllung der wirtschaftlichen Bedingungen der Kopenhagener Kriterien
6.2 Beitritthindernisse der Beitrittskandidaten
6.2.1 Beitrittskandidat Türkei
6.2.2 Beitrittskandidat Serbien
6.2.3 Beitrittskandidat Montenegro
6.2.4 Beitrittskandidat Island
6.2.5 Beitrittskandidat Albanien
6.2.6 Beitrittskandidat Mazedonien
7 Erweiterungsfähigkeit der EU
7.1 Reformbedarf/ Probleme bei Entscheidungsfindung
7.2 Hohe Zahlungen für Agrarwirtschaft
7.3 Ineffiziente Regionalpolitik
7.4 Uneinigkeiten bei EU-Beitragszahlungen
7.5 Meinung der Öffentlichkeit
7.6 Geografische Grenzen erreicht?
7.7 EU- Eine Religionsgemeinschaft?
7.8 Gemeinsame Ähnlichkeiten
7.9 Standpunkt der EU zu ihren Erweiterungsgrenzen
8 Chancen
8.1 Handelsbeziehungen
8.2 Starkes Wirtschaftswachstum bei den Beitrittskandidaten
8.3 Großer Exportmarkt wegen wachsendem Bedarf
8.4 Mehr Produktvielfalt und -innovation
8.5 Großer Absatzmarkt
8.6 Günstige Steuer- und Abgabenlast
8.7 Geringe Arbeitskosten
8.8 Gewinnung neuer wirtschaftlicher Partner
8.9 Sonstige Gründe
9 Risiken
9.1 Arbeitslosigkeit
9.1.1 Allgemeine Arbeitslosigkeit
9.1.2 Jugendarbeitslosigkeit
9.2 Niedriger Lebensstandard
9.3 Einkommensungleichheit
9.4 Hoher Subventionsbedarf der Kandidatenländer
9.5 Rückständige Wirtschaft/ negatives Handelsbilanzdefizit
9.6 Anstieg der Wirtschaftskosten wegen Kriminalitätszuwachs
9.7 Zunahme verschiedener politischer Interessen
9.8 Einflussverlust bisheriger Mitglieder
9.9 Zweigespaltene öffentliche Meinung
9.10 Nähe zu Krisenregionen
10 Abbau der Zölle
10. 1 Die Zollunion
10.1.1 Gründung und Ziel der Zollunion
10.1.2 Mitglieder der Zollunion
10.1.3 Pflichten der Mitglieder
10.1.4 Gemeinsamer Außenzoll
10.2 Auswirkungen des Abbaus der Zölle
10.2.1 Zollerhebung vs. Zollabbau
10.2.2 Handelsschaffung vs. Handelsumlenkung
10.2.2.1 Prinzip der Handelsschaffung und Handelsumlenkung
10.2.2.2 Studienergebnisse
10.2.3 Wegfall von Zolldokumenten
10.2.4 Handelszuwachs
10.2.5 verstärkte Arbeitsteilung
10.2.6 Protektionistische Maßnahmen
10.3 Lücken der Zollunion
11 Vereinheitlichung der Währung
11.1 Gründung der Währungsunion
11.2 Auswirkungen
11.2.1 Handelsintensivierung
11.2.2 Handelsschaffender Effekt
11.2.3 Wegfall der Währungsumtauschkosten
11.2.4 Wegfall der Transaktionskosten
11.2.5 Enstehung wirtschaftlicher Ungleichgewichte mit der Euro-Einführung
11.2.5.1 internationale Wettbewerbsfähigkeit
11.2.5.2 Inflationsraten
11.2.5.2.1 Balassa-Samuelson-Effekt
11.2.5.2.2 Wenige Preisunterschiede
11.2.5.2.3 Ölpreissteigerungen
11.2.5.2.4 Entwicklung der Konjunktur
11.2.6 Wegfall von Wechselkursrisiken
11.2.7 Stabilität der Währungsverhältnisse/ Gemeinsame Geldpolitik
11.2.8 Preisstabilität
11.2.9 Schaffung einer Weltwährung
11.2.9.10 Verbesserung der Preistransparenz
12 Arbeitsmarkt
12.1 Zielsetzung der EU
12.2 Entwicklung der Arbeitslosigkeit
12.3 Jugendarbeitslosigkeit
12.4 Einfluss der Wirtschaftskrise
12.5 Personen- und Arbeitnehmerfreizügigkeit
12.5.1 Befürchtungen
12.5.2 Nationale Regelungen
12.5.3 Auswirkungen
12.5.4 Bedeutung der Personen- und Arbeitnehmerfreizügigkeit aufgrund demografischer Entwicklungen
12.5.5 Gründe für Zuwanderung
13 Standortvorteile und Wettbewerb
13.1 Investitionen innerhalb statt außerhalb der EU
13.2 Wettbewerbsintensivierung innerhalb der EU
13.3 Standortverlegung
13.3.1 Faktoren zur Standortverlegung
13.3.2 realisierte Standortverlegungen
13.4 Lohnstückkosten
13.5 Energiekosten
13.6 Arbeitszeiten
13.7 Erwerbsquote
14 Vereinheitlichung des Mehrwertsteuerrechts
14.1 Folgen der Steuersatzharmonisierung
14.2 Wichtigkeit der Steuersätze
14.3 Kontrolle der Steuerzahlungen
14.4 Erhebung der Umsatzsteuer
14.4.1 Bestimmungslandprinzip
14.4.2 Ursprungslandprinzip
14.4.3 Übergangsregelung
15 Zusammenfassung/ Ausblick
15.1 Zusammenfassung
15.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der EU-Erweiterung, indem sie sowohl die bisherigen Prozesse als auch künftige Beitrittskandidaturen analysiert und deren Chancen sowie Risiken in wirtschaftlicher Hinsicht gegenüberstellt.
1 Einleitung
Die Europäische Union befindet sich in einem stetigen Erweiterungsprozess. Der 28. Staat wurde am 1. Juli in die Union aufgenommen. Bis dahin wurden schon sieben Erweiterungsrunden im europäischen Integrationsprozess vollzogen, nachdem die EWG durch die ,,Sechser -Gemeinschaft´´ gegründet worden ist. Vor allem die fünfte Erweiterungsrunde in 2004, in der zehn Staaten der EU beigetreten sind, war ein politisch sowie wirtschaftlich relevantes Ereignis für die Integration der EU.
Nun ist die Beitrittskandidatur für die Mitgliedschaft sechs weiterer Staaten verliehen worden, deren Aufnahme bei Umsetzung der vorgegebenen Beitrittsvoraussetzungen bevorsteht. Zwar bietet die Mitgliedschaft weiterer Staaten der EU erhebliche Chancen, die nicht zuletzt auf die mit dem Beitritt verbundenen vier Grundfreiheiten des gemeinsamen Marktes, was den freien Verkehr von Waren, des Kapitals, der Dienstleistungen und Personen, im Zusammenhang stehen. Zugleich wirft es bei den Mitgliedern der EU auch zahlreiche Fragen und Probleme auf. Angesichts der Wirtschaftskrise gewinnt der wirtschaftliche Aspekt bei der Erweiterung verstärkt an Bedeutung. Es stellt sich nicht nur die Frage, ob eine weitere Erweiterung der EU ökonomisch sinnvoll ist, sondern auch, was denn die bisherige Mitgliedschaft in der EU gebracht hat.
Mit einem Beitritt der Beitrittskandidaten Türkei, Serbiens, Albaniens, Mazedoniens, Montenegros und Islands würde die Bevölkerung der EU um nahezu 100 Millionen Menschen zunehmen und damit um etwa ein Fünftel anwachsen, was zu einer großen Herausforderung für die EU werden würde. Zwar werden derzeit die Beitrittsverhandlungen nur mit der Türkei, Serbien und Montenegro geführt. Mit Ausnahme von Island, das zurzeit mit der neuen Regierung einem EU-Beitritt kritisch gegenübersteht, aber dennoch als Beitrittskandidat zählt, bemühen sich die Kandidaten für einen baldigen Beitritt.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den stetigen Erweiterungsprozess der EU, benennt die aktuellen Beitrittskandidaten und skizziert die wissenschaftliche Problemstellung hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen.
2 Ökonomische Situation der EU: Das Kapitel beschreibt die historische Entstehung der EU sowie deren aktuelle wirtschaftliche Lage und analysiert verschiedene Zukunftsszenarien für die Union.
3 Beitrittsprozess: Es wird der Prozess der bisherigen Erweiterungen sowie die aktuelle Situation der Beitrittskandidaten detailliert dargelegt.
4 Wirtschaftliche Beitrittskriterien: Hier werden die Kopenhagener Kriterien als wirtschaftliche Voraussetzungen für den EU-Beitritt und deren Erfüllung durch die Kandidaten analysiert.
5 Beitrittsverfahren: Dieses Kapitel erläutert die acht Phasen des Beitrittsverfahrens sowie unterstützende Instrumente der EU für Beitrittskandidaten.
6 Beitrittshindernisse: Es werden spezifische ökonomische und politische Hürden für die jeweiligen Beitrittskandidaten identifiziert.
7 Erweiterungsfähigkeit der EU: Die Aufnahmefähigkeit der EU selbst wird hinsichtlich institutioneller Probleme und öffentlicher Akzeptanz kritisch hinterfragt.
8 Chancen: Der Autor hebt die ökonomischen Potenziale einer EU-Erweiterung hervor, insbesondere in Bezug auf Handelsbeziehungen und Wirtschaftswachstum.
9 Risiken: Den Chancen werden Risiken wie Arbeitslosigkeit, Wohlstandsgefälle und finanzielle Belastungen des EU-Haushalts gegenübergestellt.
10 Abbau der Zölle: Analysiert werden die Auswirkungen der Zollunion und die ökonomischen Effekte durch Handelsschaffung und -umlenkung.
11 Vereinheitlichung der Währung: Dieses Kapitel behandelt die ökonomischen Folgen der Währungsunion, einschließlich Preistransparenz und Transaktionskosten.
12 Arbeitsmarkt: Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und die Auswirkungen der Personen- und Arbeitnehmerfreizügigkeit stehen im Zentrum dieses Abschnitts.
13 Standortvorteile und Wettbewerb: Es wird der Einfluss der EU-Erweiterung auf Unternehmensentscheidungen zu Standortverlagerungen diskutiert.
14 Vereinheitlichung des Mehrwertsteuerrechts: Das Kapitel befasst sich mit der Harmonisierung steuerlicher Grundlagen und deren Bedeutung für den Wettbewerb.
15 Zusammenfassung/ Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der bisherigen Erweiterungen und einer Einschätzung zur künftigen strategischen Entwicklung.
Europäische Union, EU-Erweiterung, Beitrittskandidaten, Wirtschaftswachstum, Binnenmarkt, Zollunion, Währungsunion, Arbeitsmarkt, Lohnstückkosten, Handelsschaffung, Wettbewerbsfähigkeit, Kopenhagener Kriterien, Strukturreformen, Eurozone, Außenhandel
Die Bachelorarbeit thematisiert die ökonomischen Auswirkungen der Erweiterung der Europäischen Union auf die Mitgliedstaaten sowie die Herausforderungen für die Beitrittskandidaten.
Zu den zentralen Themen gehören der Beitrittsprozess selbst, die wirtschaftlichen Beitrittskriterien, die ökonomischen Effekte von Zoll- und Währungsunion sowie die Analyse von Chancen und Risiken durch eine weitere EU-Erweiterung.
Ziel der Arbeit ist es, Transparenz über die Auswirkungen der EU-Erweiterung zu schaffen und ökonomische Vor- und Nachteile für die Union und ihre (zukünftigen) Mitglieder herauszuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des Erweiterungsprozesses, der ökonomischen Beitrittskriterien und der Auswertung statistischer Daten zu Wirtschaftswachstum, Handel und Arbeitsmarkt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung des Beitrittsprozesses, eine Analyse wirtschaftlicher Folgen (Zoll, Währung, Steuern) sowie eine umfassende Gegenüberstellung von Chancen und Risiken für die Union.
Die wichtigsten Schlagworte sind EU-Erweiterung, Beitrittskandidaten, Wirtschaftswachstum, Binnenmarkt, Zollunion, Arbeitsmarkt, Wettbewerbsfähigkeit und Kopenhagener Kriterien.
Die Türkei stellt aufgrund ihrer Größe, ihrer wirtschaftlichen Struktur und ihrer geopolitischen Lage ein besonderes Fallbeispiel dar, das die Kapazitätsgrenzen und die spezifischen Beitrittshindernisse der EU besonders verdeutlicht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die bisherigen Erweiterungen für die EU überwiegend positive wirtschaftliche Vorteile geschaffen haben, wobei die Vorteile die negativen Aspekte überwiegen.
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