Masterarbeit, 2006
100 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Intention
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Beratungstheoretische Einführung
2.1 Begriffsbestimmungen und Eingrenzung zum Thema Fernberatung
2.1.1 Der Begriff „online“
2.1.2 Der Begriff „Coaching“
2.1.3 Was unterscheidet Coaching von Supervision?
2.2 Historische Betrachtung der Entwicklung von Beratungssettings
2.2.1 Entwicklung von Coaching
2.2.2 Entwicklung von Supervision
2.2.3 Resümee zur Entwicklung von Supervision und Coaching
2.2.4 Der „Online-Coach“ - ein etwas anderer Zugang
2.3 Methoden in der Beratung und forschungstheoretische Ansätze
2.3.1 Kommunikation allgemein
2.3.2 Die Bedeutung verschiedener Beratungsansätze
2.3.3 Humanistische Grundprinzipien
2.3.4 Interventionen in der Gestalttheorie
2.3.5 Interventionen im Psychodrama
2.3.6 Interventionen in der Systemtheorie
2.4 Das BeraterInnen-KlientInnen-System
2.5 Der äußere Rahmen
3 Marktrecherche zur Fernberatung
4 Hypothesen
5 Untersuchungsmethode
6 Stichprobenerhebung zur Bedürfnislage und Akzeptanz
6.1 Ziel der Befragung
6.2 Auswahlkriterien
6.3 Der Fragebogen
6.4 Auswertung und Diskussion
7 Ein Modell der Fernberatung
Die Arbeit untersucht, ob klassische Beratungsmethoden auf den Bereich der Fernberatung übertragbar sind und ob moderne Kommunikationsmedien die Qualität und Effizienz von Coaching- und Supervisionsprozessen unterstützen können. Ziel ist es, ein Modell für Online-Beratung zu entwickeln, das wissenschaftlich fundiert ist und den Bedürfnissen potenzieller Klientinnen und Klienten entspricht.
2.2.4 Der „Online- Coach“- ein etwas anderer Zugang
Wenn man die BeraterInnen- Szene verlässt und sich einem anderen Bereich zuwendet, dem e-learning-Markt, kann eine andere Entwicklung vorgefunden werden, die auch zum Begriff Coaching führt.
„Online-Coaching betreiben zu können ist keine Sonderaufgabe, sondern ist eine natürliche Fortsetzung der Trainertätigkeit mit den aktuell verfügbaren Medien, durch die Seminarteilnehmer stark orts- und zeitunabhängig unterstützt werden können“ (Busch/Mayer, 2002, S.14).
E- Learning hat sich vor mehreren Jahren bereits etabliert und ist aus der heutigen betrieblichen Weiterbildung nicht mehr wegzudenken. Dabei wurden die TrainerInnen nicht überflüssig, sondern es werden andere Kompetenzen von Ihnen abverlangt. Inzwischen werden unterschiedliche Funktionen beschrieben, wie etwa die der/des Teletutorin/Teletutor, die/der Tele-Coach und die/der E-TrainerIn. Lernen im betrieblichen Umfeld wird beschrieben als Änderung im Verhalten, Wissen oder auch Bewerten und Empfinden, die durch Erfahrungen ausgelöst wurde. Gefordert wird konstruktivistisches Lernen, das sich vor allem als Lernangebot versteht. Online-Coaching ist dann in diesem Kontext die Weiterarbeit an individuellen Problemstellungen der SeminarteilnehmerInnen nach Präsenztrainings. (vgl. Busch/Mayer, 2002, S.12).
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der Arbeit, Erläuterung der Motivation und Darstellung der Zielsetzungen.
2 Beratungstheoretische Einführung: Detaillierte Definition der Begriffe, historische Herleitung und Untersuchung der psychologischen sowie systemischen Grundlagen.
3 Marktrecherche zur Fernberatung: Übersicht über aktuell existierende Online-Beratungsangebote und deren technische Umsetzung.
4 Hypothesen: Herleitung wissenschaftlicher Annahmen über die Umsetzbarkeit von Fernberatung auf Basis der Theorie.
5 Untersuchungsmethode: Beschreibung des deduktiven Vorgehens und der Stichprobenerhebung zur Prüfung der Hypothesen.
6 Stichprobenerhebung zur Bedürfnislage und Akzeptanz: Analyse der Daten aus der Befragung hinsichtlich der Akzeptanz verschiedener Kommunikationsmedien.
7 Ein Modell der Fernberatung: Konzeption eines praxistauglichen Modells zur Durchführung von Online-Beratung unter Einbeziehung technischer Werkzeuge.
Fernberatung, Online-Coaching, Supervision, Kommunikation, Beratungstheorie, Systemtheorie, Gestalttheorie, Medientechnik, Akzeptanz, Problemlösung, Beratungsmodell, Online-Beratung, Psychodrama, Interventionsmethoden.
Die Arbeit analysiert, ob Online-Coaching und Online-Supervision eine Zukunft als ernstzunehmende Beratungsmethoden haben, indem sie Differenzen und Gemeinsamkeiten zum klassischen persönlichen Setting untersucht.
Die Arbeit deckt beratungstheoretische Grundlagen, historische Entwicklungen von Coaching und Supervision, kommunikationstheoretische Modelle sowie eine Marktanalyse und empirische Akzeptanzstudien ab.
Das Ziel ist es, theoretisch und praktisch zu prüfen, ob klassische Beratungsmethoden via moderne Medien übertragen werden können und wie ein zukunftsfähiges Beratungsmodell für das Internet aussehen könnte.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zur Theoriebildung sowie einer empirischen Stichprobenerhebung mittels Fragebögen, um die Akzeptanz und Bedürfnislage bei potenziellen Klienten und Beratern zu prüfen.
Der Hauptteil widmet sich der Übertragung spezifischer Beratungsansätze – wie etwa der Humanistischen Psychologie, der Gestalttheorie, des Psychodramas und der Systemtheorie – auf die Bedingungen der Fernkommunikation.
Zentrale Begriffe sind neben der Fernberatung vor allem die digitale vs. analoge Kommunikation, das Berater-Klienten-System, verschiedene Interventionsmethoden und die Akzeptanz technischer Medien.
Der Autor beantwortet die Titelfrage nach einer Zukunft von Online-Coaching eindeutig mit "JA", wobei er betont, dass es ein Lernprozess für alle Beteiligten ist, in die neuen digitalen Medien hineinzuwachsen.
Die Technik wird als Rahmenbedingung und Werkzeug gesehen. Der Autor schlägt unter anderem synchrone Tools wie "Werkzeugleisten" (Toolbars) für das Online-Coaching vor, um systemische Interventionen wie Skalierungen zu visualisieren.
Obwohl Anonymität als ein theoretischer Vorteil der Fernberatung identifiziert wird, zeigt die Befragung, dass dies von der Zielgruppe tendenziell weniger stark gewichtet wird als Faktoren wie Zeitersparnis und Flexibilität.
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