Diplomarbeit, 2006
171 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangsposition und Problemstellung
1.2 Definition und Abgrenzung der Forschungsarbeit
1.2.1 Die Begriffe „Erwachsener“, „Bildung“ und „Erwachsenenbildung“
1.2.2 Weiterbildung als Terminus und seine Dimensionen
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.4 Zielsetzung und Hypothesen
1.5 Das Anliegen der Arbeit
2 Das Spannungsfeld „Weiterbildung“
2.1 „Alles bleibt anders“ – Die individualisierende Wissensgesellschaft
2.1.1 Der Anstieg der Dienstleistungsgesellschaft
2.1.2 Berufliche oder soziale Qualifikationen, was wird mehr benötigt?
2.2 Schlüsselqualifikationen und der Bereich „Soft Skills“
2.3 Die Nachfrageseite: Der Erwachsene, der sich weiterbilden will
2.3.1 Der Grundstein – „Die Motivation“
2.3.2 Zugangsbarrieren
2.3.2.1 Zeit(mangel)
2.3.2.2 Die Kosten für die Weiterbildung
2.3.2.3 Informationen und Altersgründe
2.3.3 Qualifikationsnachweis
2.4 Die Anbieterseite: Der Weiterbildungsmarkt in Österreich
2.5 Das Agieren auf dem Markt – „Cash Cows“ kontra „Totes Holz“
2.6 Computer / Sprachen / und dann folgt die Persönlichkeit?
2.7 Interview mit Herrn Mag. Wolfgang Sparer
3 Darstellung und Beschreibung der Weiterbildung
3.1 Mediation – „Eine neue Form der Konfliktregelung“
3.1.1 Begriffsdefinition
3.1.2 Die Geschichte von Mediation
3.1.3 Was sind die Merkmale einer Mediation?
3.2 Das Verfahren und der Ablauf einer Mediation
3.3 Voraussetzungen / Ziele / Grenzen der Mediation
3.4 „Der Beruf“ und „Die Tätigkeit“
3.4.1 Der Beruf des Mediators
3.4.2 Die Tätigkeit des/der Mediators/Mediatorin
3.5 Die Ausbildung
3.5.1 Ein Versuch der Kategorisierung
3.5.2 Komplette Auflistung aller Daten in Bezug auf diese Ausbildung
3.5.2.1 Die Dauer
3.5.2.2 Der Ablauf des gesamten Programms
3.5.2.2.1 Die Einführungsveranstaltung
3.5.2.2.2 Die Grundausbildung
3.5.2.2.3 Der Vertiefungskurs
3.5.2.2.4 Der „Leistungs- bzw. Könnennachweis“
3.5.2.2.5 Das Diplom
3.5.3 Eine Gesamtauflistung aller Aufwendungen für eine/n TeilnehmerIn
3.6 Der mögliche Nutzen dieser Weiterbildung
3.7 Möglicher Nutzen für die TeilnehmerInnen aus dem Lehrgang
3.8 Die „Zielgruppe“
3.9 Die Inhalte der Ausbildung
3.9.1 Der Grundkurs
3.9.2 Der Aufbaukurs
3.9.3 Didaktik und Interaktion
3.9.4 Das Modell der „Peer-Gruppen“
4 Die Evaluation dieser Weiterbildung
4.1 Fragestellung bzw. Zielexplikation und Aufbau dieser Untersuchung
4.1.1 Fragestellung
4.1.2 Aufbau der Evaluation
4.2 Terminologische Bestimmungen
4.3 Ausgewählte Probleme der traditionellen Evaluationsmethodik
4.3.1 Die Abhängigkeit des/der Evaluators/Evaluatorin
4.3.2 Das Entwicklungsstadium des Forschungsgegenstandes
4.3.3 Drei Arten von Evaluationsobjekten
5 Die Evaluationsmethode
5.1 Methodik und Inhalt der Untersuchung
5.2 Qualitative kontra quantitative Analyse
5.3 Das Datenerhebungsverfahren
5.4 Das Modell des Gruppendiskussionsverfahren
5.4.1 Terminologischer Beginn
5.4.2 Historischer Abriss und Rekonstruktion des Verfahrens
5.4.2.1 Focus groups
5.4.2.2 Group discussions
5.4.3 Anwendung des Verfahrens
5.4.3.1 Zu den Grenzen des Verfahrens
5.4.3.2 Forschungsstand und Methode
5.4.3.3 Realgruppen oder künstlich zusammengestellte Gruppen
5.5 Die Möglichkeiten der Datenerhebung und deren Analyse
6 Die Evaluation – praktisch betrachtet
6.1 Der Ablauf der Evaluation
6.2 Die Auswertung
6.2.1 Die Ausbildung selbst
6.2.2 Die AusbildnerInnen
6.2.3 Der Inhalt
6.2.4 Die Interaktivität
6.2.5 Die Anwendbarkeit dieser Ausbildung
6.2.5.1 Der Beruf
6.2.5.2 Die Tätigkeit des/der Mediators/Mediatorin
6.3 Die Aufwendungen und der Nutzen
6.4 Die geschlechterspezifische Betrachtung
6.4.1 Die Ausbildung
6.4.2 Die Anwendbarkeit dieser Ausbildung
6.5 Die Abläufe der Fokus-Gruppen (inklusive Statement eines externen Beobachters)
6.6 Die Wirksamkeit dieser Methodik aus der Sicht des Evaluators
6.7 Versuch der Zusammenführung
7 Schlusswort
Diese Arbeit analysiert ein spezifisches Weiterbildungsprogramm zu Mediation und Konfliktmanagement aus Sicht der TeilnehmerInnen. Ziel ist es, Stärken und Schwächen der Ausbildung zu identifizieren, den Bildungstransfer zu bewerten und die vielfältigen individuellen Erwartungen sowie Anforderungen an eine solche Weiterbildung in der heutigen Arbeitswelt sichtbar zu machen.
1.1 Ausgangsposition und Problemstellung
Den Ausgang für die nun folgende Arbeit bildete die Ausbildung zum/zur MediatorIn und KonfliktmanagerIn, die ich auch selbst absolvierte. Ich erhielt damals von diesem Weiterbildungsinstitut das Diplom, auf dem zu lesen stand: “Herr … hat den einjährigen Lehrgang für Mediation und Konfliktmanagement im Ausmaß von … Stunden erfolgreich abgelegt.“
Somit durfte ich nun den Titel „MediatorIn und KonfliktmanagerIn führen. Die TeilnehmerInnen (alles Erwachsene) des Lehrgangs kamen aus den unterschiedlichsten Berufsparten und hatten somit auch verschiedene Vorkenntnisse, Erwartungen, Sehnsüchte und Wünsche. Während und auch nach der Ausbildung wurde sehr intensiv über die Qualität dieser Ausbildung und die Verwertbarkeit des Titels „MediatorIn und KonfliktmanagerIn“ diskutiert. Auch bei mir selbst gab es viele verschiedene Ansichten hinsichtlich der Qualität und Rentabilität dieser Ausbildung.
Daraus lässt sich die Problemstellung ableiten. Wenn sich Personen Weiterbildungszweige aussuchen, so müssen diese Entscheidungen treffen bezüglich des Aufwand/Nutzen-Kalküls, immer auf ihre individuelle, momentane (Lebens)Situation bezogen. Die Präferenzen sind somit von einer sehr großen Vielschichtigkeit geprägt. Jedes Institut, das Weiterbildung anbietet, konkurriert im direkten Vergleich mit anderen Institutionen, die dieselbe Ausbildung anbieten, und muss deshalb versuchen, auf dem Markt erfolgreich zu sein. Es muss sich die Frage stellen, welche Ausbildungen müssen für welches Klientel angeboten werden und soll der Erfolg über Qualität oder Quantität erfolgen? Eine Mischung dieser Faktoren ist durchaus vorstellbar, nur stellt sich dann die Frage der Gewichtung derselben.
1 Einleitung: Diese Kapitel definiert den Forschungsbereich, erläutert die methodische Vorgehensweise und steckt das Ziel sowie die Hypothesen der Arbeit ab.
2 Das Spannungsfeld „Weiterbildung“: Hier werden aktuelle gesellschaftliche Trends in der Weiterbildung wie die Bedeutung von Soft Skills und Motivation sowie die Marktsituation in Österreich analysiert.
3 Darstellung und Beschreibung der Weiterbildung: Dieser Teil beschreibt detailliert die theoretischen Grundlagen der Mediation sowie den konkreten Ablauf und die Inhalte des evaluierten Lehrgangs.
4 Die Evaluation dieser Weiterbildung: Das Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen Fundierung der Evaluation, inklusive der Zielsetzung und der Problematiken traditioneller Evaluationsmethoden.
5 Die Evaluationsmethode: Hier wird der Einsatz der Fokus-Gruppen als qualitatives Erhebungsinstrument begründet und das Verfahren der Inhaltsanalyse erläutert.
6 Die Evaluation – praktisch betrachtet: Der praktische Teil berichtet von der Durchführung der Gruppendiskussionen, wertet die Ergebnisse nach Kategorien aus und vergleicht sie geschlechterspezifisch.
7 Schlusswort: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über den Markt für Mediation, die Wirksamkeit der Fokus-Gruppen-Methode und den Bildungstransfer aus Sicht der Teilnehmer zusammen.
Weiterbildung, Mediation, Konfliktmanagement, Evaluation, Fokus-Gruppen, Soft Skills, Erwachsenenbildung, Bildungstransfer, Sozialkompetenz, Arbeitsmarkt, Qualitative Analyse, Berufliche Qualifikation, Teilnehmerorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Evaluation eines spezifischen Weiterbildungsprogramms zum Thema "Mediation und Konfliktmanagement" aus der Perspektive der Teilnehmenden.
Neben der theoretischen Einordnung von Weiterbildung in der Wissensgesellschaft analysiert die Arbeit die Anbieter- und Nachfrageseite des Weiterbildungsmarktes, Soft Skills sowie die praktischen Erfahrungen der AbsolventInnen.
Ziel ist es, Stärken und Schwächen des Lehrgangs herauszuarbeiten, den Bildungstransfer in die Praxis zu bewerten und ein besseres Verständnis für die Erwartungen und Aufwendungen von Erwachsenen in der Weiterbildung zu erlangen.
Die Evaluation stützt sich auf ein qualitatives Forschungsdesign, konkret auf das Verfahren der Fokus-Gruppen-Diskussion, um die subjektiven Erfahrungen und Haltungen der TeilnehmerInnen zu erfassen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Spannungsfeldes Weiterbildung gelegt, anschließend wird das Konzept der Mediation sowie die Organisation und die Inhalte des Lehrgangs im Detail beschrieben.
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Mediation, Evaluation, Fokus-Gruppen, Bildungstransfer, Soft Skills und Erwachsenenbildung.
Der Autor entschied sich für diese Methode, da sie die Komplexität der Teilnehmer-Emotionen und individuellen Einstellungen besser erfassen kann als ein standardisierter Fragebogen.
Die befragten TeilnehmerInnen bewerteten den Markt für Mediation als schwierig oder gesättigt; die Ausbildung wird eher als persönliche Kompetenzerweiterung oder ergänzendes Werkzeug denn als alleinige Grundlage für einen neuen Beruf gesehen.
Ja, Frauen neigten dazu, die Ausbildung insgesamt etwas weniger kritisch zu betrachten und sahen den persönlichen Nutzen in sozialen Berufen stärker, während Männer bei der Evaluation der ökonomischen Verwertbarkeit oft kritischer agierten.
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