Examensarbeit, 2005
86 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit untersucht die Versprachlichung körperlich-sportlicher Wettkampfformen im Kontext der deutschen HipHop-Jugendkultur. Sie betrachtet den „Battle“-Gedanken als zentrales Prinzip dieser Kultur und beleuchtet dessen Einfluss auf die Entwicklung und Ausprägung von Rap, Breakdance, Graffiti und DJing.
Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten, das Phänomen HipHop zu verstehen und einzuordnen, sowie die Tendenz, einzelne Facetten der Kultur zu instrumentalisieren. Sie führt den Begriff des „Battle“ ein und stellt ihn als Schlüssel zum Verständnis des Mysteriums „HipHop“ dar.
Das zweite Kapitel bietet grundlegende Definitionen zu den Begriffen „Battle“, „Beef“ und „Diss“ und beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des HipHop in den USA und Deutschland.
Kapitel 3 widmet sich den verschiedenen Betrachtungsweisen zur Kultur des HipHop in der Fachliteratur und betrachtet das Wesen von Aggression und Wettkampf.
Kapitel 4 beleuchtet die soziologischen Aspekte der HipHop-Kultur, darunter Normen und Werte, sowie das Wettkampfprinzip als Gegenentwurf zu hierarchischen Modellen.
In Kapitel 5 werden die verschiedenen Erscheinungsformen des „Battle“ in den einzelnen Disziplinen des HipHop (Freestyle Battle, Disstrack-Battle, Breakdance Battle, DJ Battle, Graffiti Battle) vorgestellt.
Kapitel 6 untersucht den „Battle“ als ritualisierte Form des Wettstreits und beleuchtet dessen konstituierende Elemente: Teilnehmer, Ziele und Motive, Bühne oder Arena, „Crowd“ und Eskalationsdynamik.
Kapitel 7 analysiert die Geschichte des Sprachwettkampfs im HipHop und beleuchtet die Praxis des Rap-Battles anhand von Beispielen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen HipHop, Battle, Wettkampf, Kultur, Jugendkultur, Aggression, Soziologie, Normen und Werte, Ritualisierung, Sprache, Rap-Battle, Freestyle, Disstrack, Breakdance, DJing, Graffiti, und die Beziehung zwischen HipHop und Sport.
Ein Battle ist eine ritualisierte Form des Wettkampfs, bei der zwei Kontrahenten in Disziplinen wie Rap, Breakdance oder DJing gegeneinander antreten, um ihre Überlegenheit zu beweisen.
Beide basieren auf dem Leistungsprinzip, festen Regeln, Fairness (trotz Aggression) und der Bewertung durch ein Publikum oder eine Jury.
Hierbei improvisieren Rapper ihre Texte spontan vor Ort, wobei es darauf ankommt, den Gegner durch Wortwitz, Rhythmus und Technik zu übertreffen.
Das Publikum ist die wertende Instanz. Durch Applaus oder Buhrufe entscheidet es oft über Sieg oder Niederlage und sanktioniert Verstöße gegen die ungeschriebenen Regeln.
Ja, soziologisch betrachtet bietet der Battle eine Arena, in der Aggressionen kreativ und gewaltfrei kanalisiert werden können, was besonders in der Entstehungsgeschichte des HipHop wichtig war.
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