Diplomarbeit, 2006
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Informationen und Emotionen in der Werbung
2.1 Kennzeichnung der Werbung
2.2 Verarbeitung von Informationen und Emotionen
2.2.1 Biologische Grundlagen
2.2.2 Der Aufbau des Gehirns
2.2.3 Das Zwei-Hemisphären-Modell
2.2.4 Kognitive Psychologie
2.2.5 Aktivierende Prozesse
2.2.6 Alternative Erklärungsansätze des Neuromarketings
2.3 Vergleich kognitiver und emotionaler Prozesse
2.4 Informierende Werbung
2.4.1 Begriff der Information
2.4.2 Informationsaufnahme
2.4.3 Beispiele für informierende Werbung
2.5 Emotionale Werbung
2.5.1 Abgrenzung des Begriffs Emotion
2.5.2 Einordnung von Emotionen
2.5.3 Emotionen in der Werbung
2.5.4 Beispiele für emotionale Werbung
3. Wirkung und Eignung
3.1 Definition der Wirkung
3.2 Wirkungsarten am Beispiel der Massenmedien
3.3 Reaktionen auf Werbung
3.4 Behavioristische Modelle
3.4.1 Das S-R und das S-O-R Modell
3.4.2 Emotionale Konditionierung
3.5 Involvement Modelle
3.5.1 Involvement-Konzepte
3.5.2 Elaboration Likelihood Modell
3.5.3 Alternative-Wege-Modell
3.5.4 Modell der Wirkungspfade
3.6 Emotional filter model
3.7 Vergleich der Werbewirkungsmodelle
4. Weitere Wirkungsfaktoren
4.1 Zielgruppencharakteristika
4.1.1 Persönlichkeitsvariablen
4.1.2 Psychografische Faktoren
4.1.3 Vergleich der Wirkung und Eignung bei verschiedenen Zielgruppen
4.2 Werbeträger
4.2.1 Audiovisuell
4.2.2 Visuell
4.2.3 Auditiv
4.2.4 Vergleich der Medien
5. Zusammenfassung und Vergleich
Die Arbeit untersucht die Wirkungsweise sowie die Eignung von emotionaler versus informierender Werbung und arbeitet heraus, unter welchen Bedingungen und bei welchen Zielgruppen die jeweilige Werbeform am effektivsten eingesetzt werden kann.
2.4.1 Begriff der Information
Es gibt unterschiedliche Definitionen des Begriffs Information in der Literatur, wobei sich dieser Begriff in der Betriebswirtschaftslehre eher auf Nachrichten oder auf Wissen bezieht. Unter dem nachrichtenbezogenen Informationsbegriff versteht man ein wertfreies Signal, welches von einer Quelle ausgesendet wird. Dabei werden das Verhalten der Empfänger und die Bedeutung der Nachricht außer Acht gelassen. Es geht hier also nur um ein syntaktisches, physikalisches Signal, welches Träger von Zeichen ist, wie beispielsweise die Schrift. Beim wissensbezogenen Informationsbegriff spielen Kognitionen und Ergebnisse auf der Seite des Empfängers durchaus eine wichtige Rolle. Es geht um die prozessbezogene Übermittlung von Wissen, als auch um das zweckorientierte und ergebnisbezogene Wissen mit einer inhaltlichen Interpretation und Bedeutung. Information ist hier - im Gegensatz zum nachrichtenbezogenen Begriff - eine subjektive, vom Empfänger und seiner Informationsverarbeitung abhängige Größe (Eisend, 2003, S. 8ff.). Kuhlmann (1970, S. 30f.) unterscheidet sogar drei Stufen der Kommunikation (Semiotik): Syntaktik, Semantik und Pragmatik. Auf der Stufe der Syntaktik handelt es sich bei dem Signal lediglich um eine kodierte physikalische Substanz ohne inhaltliche Bedeutung. Erst auf der nächsten Stufe, der Semantik, bekommt das Signal eine Bedeutung. Es wird nämlich vom Empfänger decodiert. Beispielsweise wird die Abfolge von Buchstaben als ein bestimmtes Wort mit seiner Bedeutung erkannt. Dieses mit Inhalt gefüllte Signal bekommt durch die Decodierung die Gestalt einer Nachricht - beispielsweise einer Werbenachricht. Ob diese Nachricht eine Relevanz für den Empfänger hat, zeigt sich erst auf der nächsten Stufe, der sog. Pragmatik. Nur ein kleiner Teil der auf den Empfänger eintreffenden Werbenachrichten stimmt mit seinen Konsumbedürfnissen überein, und nur wenn diese Nachrichten bezüglich der Bedürfnisse des Konsumenten relevant sind, werden sie zur Information.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Werbewirkungsforschung ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Eignung von emotionaler versus informierender Werbung auf.
2. Informationen und Emotionen in der Werbung: Dieses Kapitel erläutert biologische und psychologische Grundlagen der Informationsverarbeitung und definiert informierende sowie emotionale Werbung anhand konkreter Beispiele.
3. Wirkung und Eignung: Verschiedene traditionelle und neuere Werbewirkungsmodelle werden analysiert, um zu verstehen, wie Konsumenten auf Werbung reagieren und welche psychologischen Prozesse dabei ablaufen.
4. Weitere Wirkungsfaktoren: Dieser Teil untersucht, wie spezifische Zielgruppenmerkmale und die Wahl des Werbeträgers die Effektivität von emotionaler oder informierender Werbung beeinflussen.
5. Zusammenfassung und Vergleich: Die wesentlichen Erkenntnisse werden zusammengefasst und in einer Entscheidungsheuristik gegenübergestellt, um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
Werbewirkung, Emotionale Werbung, Informierende Werbung, Konsumentenverhalten, Neuromarketing, Kognitive Psychologie, Involvement, Werbeträger, Zielgruppen, Elaboration Likelihood Modell, Werbewirkungsmodelle, Informationsaufnahme, Reizwirkung, Kaufentscheidung, Werbepsychologie.
Die Diplomarbeit vergleicht die Wirkungsweise und Eignung von emotionaler und informierender Werbung unter Berücksichtigung psychologischer und neurologischer Erkenntnisse.
Die Arbeit behandelt die Informationsverarbeitung im Gehirn, verschiedene Werbewirkungsmodelle sowie die Einflüsse von Zielgruppenmerkmalen und Medientypen auf die Werbeeffektivität.
Das Ziel ist es herauszuarbeiten, wie emotionale und informierende Werbearten wirken und welche Form für welches Produkt oder welche Zielgruppe jeweils am besten geeignet ist.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte aus der Psychologie, dem Marketing und der Neurowissenschaft zusammenführt und daraus eine Entscheidungsheuristik ableitet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Wahrnehmung, die Vorstellung zahlreicher Werbewirkungsmodelle sowie eine detaillierte Untersuchung von Wirkungsfaktoren wie Alter, Geschlecht und den verschiedenen Werbeträgern.
Zentrale Begriffe sind Werbewirkung, Emotionen, Information, Involvement, Konsumentenverhalten und Werbeträger.
Das Modell postuliert, dass jede Sinneswahrnehmung emotional gefiltert wird, bevor eine rationale Verarbeitung stattfindet, was die Bedeutung emotionaler Werbung für die Entscheidungsfindung hervorhebt.
Hoch involvierte Personen suchen aktiv nach Informationen und lassen sich besser durch informative Argumente überzeugen, während bei wenig involvierten Personen emotionale Appelle und die mediale Inszenierung im Vordergrund stehen sollten.
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