Diplomarbeit, 1999
140 Seiten, Note: 2,0
1 Die Suche nach Kundenbedürfnissen als primärer Erfolgsansatz
1.1 Krisen sind Chancen
1.2 Zielsetzung und Aufbau
1.3 Die Firma Berner
1.4 Marketing als Basis
1.4.1 Die Idee des Marketing
1.4.2 Vom Wandel im Marketingverständnis
1.4.3 Markt- und Marketingforschung
1.5 Gegenstand der Untersuchung
1.5.1 Untersuchungsfeld
1.5.2 Untersuchungsdesign
2 Der Handwerksbetrieb zwischen Tradition und Zukunft
2.1 Die Geschichte des Handwerks
2.2 Der Stand des Handwerks in Wirtschaft und Gesellschaft
2.2.1 Begriff und Abgrenzung des Handwerks
2.2.2 Organisationsstrukturen im Handwerk
2.2.3 Volkswirtschaftliche Entwicklung und Bedeutung
2.3 Betriebsstrukturen und Arbeitssituation im Tischlerhandwerk
2.3.1 Situation im technisch/produktiven Arbeitsbereich
2.3.2 Situation im kaufmännisch/administrativen Arbeitsbereich
2.3.3 Der Unternehmer zwischen Kaufmann und Tischler
2.4 Herausforderungen an d. Tischlerhandwerk und das Handwerk allgemein
2.4.1 Externe Herausforderungen
2.4.1.1 Markt und Wettbewerb
2.4.1.2 Technologien
2.4.2 Interne Herausforderungen
2.4.2.1 Strategische Ausrichtung
2.4.2.2 Personalqualifikation und -beschaffung
2.4.2.3 Führungsqualifikation
2.4.2.4 Struktur und Organisation
2.4.2.5 Nachfolge und Erbschaftsregelung
2.4.2.6 Finanzen und Finanzierung
2.5 Perspektiven erfolgreichen Agierens im Tischlerhandwerk
2.5.1 Wandel strategisch denken und mitteilen
2.5.2 Stärken und Schwächen analysieren
2.5.3 Ausbau des Leistungsspektrums
2.5.4 Spezialisierung über Technologisierung und Personalqualifikation
2.5.5 Interne und externe Kooperation und Allianzen
2.5.6 Implementierung von Marketing
3 Ansätze zur Kundenorientierung (Tischler) der Firma Berner
3.1 Produktbezogener Zusatznutzen
3.2 Branchen- und handwerksbezogene Leistungen
3.3 Visuell/strategisches Konzept
4 Resümee
Ziel dieser Arbeit ist die Erfassung der Herausforderungen, die durch den Strukturwandel im Handwerk entstehen, um daraus für die Firma Berner kundenorientierte Marketingansätze abzuleiten, die speziell auf die Bedürfnisse von Tischlerbetrieben zugeschnitten sind.
1.1 Krisen sind Chancen
Wir erleben momentan einen seit ca. 10 Jahren anhaltenden, gewaltigen wirtschaftlichen Umbruch. Die Globalisierung ist ein wichtiger Faktor in diesem Wandel. Zersplitterte und abgeschottete Märkte wurden geöffnet, der europäische Binnenmarkt hat viele Barrieren für grenzüberschreitendes Wirtschaften abgebaut.
Es geht aber nicht nur um die immense globale Neuordnung. Dieser Strukturwandel ist auch als ein endogen ausgelöster regionaler Prozeß zu betrachten. Nicht nur Technik, Märkte und Qualifikationen verändern sich mit großer Geschwindigkeit. Das subjektive Bedürfnis, das Denken, Fühlen und Handeln des einzelnen Menschen tritt in den Vordergrund. In die Ökonomie übersetzt heißt das, freies Äußern der individuellen Bedürfnisse und Wünsche. Das führt zu einer kundenorientierten Dienstleistungwirtschaft oder vielmehr zu einer Verflechtung von wissensintensiven Dienstleistungen und Tätigkeiten des verarbeitenden Gewerbes. Es entstehen sogenannte servoindustrielle Sektoren.
Es ist Tatsache, daß das Handwerk gleichermaßen an dieser Entwicklung partizipiert, wie alle anderen Wirtschaftsbereiche. Das bedeutet aber nicht, daß die Wandlungsprozesse die differierenden Wirtschaftssektoren immer positiv durchdringen. Gewaltige Veränderungen sind immer als Krisen zu sehen, Krisen als eine Ära von schweren Entscheidungen, welche gleichermaßen Chancen und Risiken in sich bergen.
Gezeichnet durch seine geschichtliche Entwicklung und die besonderen Betriebsstrukturen im Handwerk sind die neuen Chancen diffiziler zugänglich und risikolastiger. Es ist also nicht verwunderlich, daß der Handwerker an seinen traditionellen Arbeitsweisen festhält und einer technischen, wirtschaftlichen und personellen Neuorientierung kritisch gegenübersteht und sich davon distanziert.
1 Die Suche nach Kundenbedürfnissen als primärer Erfolgsansatz: Dieses Kapitel erläutert den wirtschaftlichen Strukturwandel und definiert die Grundlagen für ein kundenorientiertes Marketing, das den Tischler als Kernzielgruppe versteht.
2 Der Handwerksbetrieb zwischen Tradition und Zukunft: Hier wird der historische Kontext und der aktuelle Status des Handwerks in Deutschland und Österreich detailliert analysiert, inklusive der spezifischen Herausforderungen und Arbeitsstrukturen im Tischlerhandwerk.
3 Ansätze zur Kundenorientierung (Tischler) der Firma Berner: Dieser Teil entwickelt konkrete, auf den Tischler ausgerichtete Marketingstrategien und Konzepte, wie die Firma Berner ihre Zusammenarbeit mit den Betrieben optimieren kann.
4 Resümee: Der Verfasser fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer menschlich geprägten Partnerschaft zwischen der Firma Berner und den Handwerksbetrieben.
Handwerk, Tischlerhandwerk, Marketing, Kundenorientierung, Strukturwandel, Firma Berner, Marktforschung, Unternehmensführung, Betriebsstrukturen, Wettbewerb, Qualifikation, Servicestrategie, Betriebsführung, Erfolgsansatz
Die Arbeit untersucht die Entwicklungsperspektiven des europäischen Holzhandwerks vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Strukturwandels und leitet daraus kundenorientierte Strategien für die Zusammenarbeit mit einem Zulieferer ab.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Handwerks, die aktuelle Betriebssituation von Tischlereien, die Auswirkungen des globalen Wandels auf kleine Betriebe sowie die Notwendigkeit von modernem Marketing im Handwerk.
Das Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen des Tischlerhandwerks zu identifizieren und der Firma Berner als Zulieferer Ansätze für ein kundenbedürfnisorientiertes Marketing und eine Optimierung der Geschäftsbeziehungen zu liefern.
Es wird eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse, explorativer Forschung sowie einer empirischen Untersuchung durch eine telefonisch/schriftliche Befragung von Handwerksbetrieben und Experteninterviews genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Zustandsanalyse des Handwerks, die Identifikation von internen und externen Herausforderungen für Tischler sowie die Entwicklung strategischer Ansätze zur Zukunftsfähigkeit der Betriebe.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie "Kundenorientierung", "Strukturwandel", "Betriebsstrukturen", "Spezialisierung" und "ganzheitliches Marketing" geprägt.
Die Untersuchung dient als unterstützende Analyse für die Firma Berner, um deren Bestrebungen zu fördern, die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe der Tischler gezielter und effizienter zu gestalten.
Tischlerbetriebe sind oft klein und administrativ schwach aufgestellt, verfügen aber über eine hohe fachliche Kompetenz, die durch bessere Marketing- und Managementansätze zukünftig wirtschaftlich besser nutzbar gemacht werden sollte.
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