Lizentiatsarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1.0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der psychoaktiven Wirkung von Psilocybin, einem halluzinogenen Wirkstoff, und dessen Einfluss auf die neuronalen 5-HT2A Rezeptoren. Die Studie untersucht die Parallelen zwischen den durch Psilocybin induzierten psychischen und neurophysiologischen Effekten und den Symptomen der Schizophrenie.
Die Einleitung führt in die Thematik der Schizophrenie ein und beleuchtet den theoretischen Hintergrund der Studie. Sie beschreibt das Konzept des Arbeitsgedächtnisses, insbesondere seine Bedeutung für die Schizophrenieforschung, und erörtert die Rolle von Neurotransmittern, insbesondere des Serotonins, bei der Entstehung psychischer Erkrankungen. Des Weiteren werden die psychoaktiven Eigenschaften von Psilocybin und die Gründe für die Verwendung dieses Stoffes in der Studie erläutert.
Die Hypothesen des Experiments werden im zweiten Kapitel vorgestellt. Diese umfassen die erwarteten Veränderungen der ereigniskorrelierten Potentiale (EKP) und die Auswirkungen von Psilocybin auf das Arbeitsgedächtnis.
Kapitel 3 beschreibt die Methoden, die in der Studie angewendet wurden, darunter die Auswahl der Versuchspersonen, die Durchführung der Psilocybingabe, die Erhebung neuropsychologischer Daten und die Messung der ereigniskorrelierten Potentiale.
Die Resultate der Studie werden im vierten Kapitel präsentiert. Hier werden die beobachteten Veränderungen des Verhaltens und die Ergebnisse der neuropsychologischen Tests sowie die Daten der ereigniskorrelierten Potentiale dargestellt.
Im fünften Kapitel werden die Resultate der Studie diskutiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Interpretation der Daten im Kontext der Hypothese einer 5-HT2A Überaktivität bei Schizophrenie. Die Auswirkungen von Psilocybin auf das Arbeitsgedächtnis und die EKP werden eingehend analysiert, und die Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse für das Verständnis der Schizophrenie und die Entwicklung neuer Behandlungsansätze wird beleuchtet.
Schizophrenie, Psilocybin, 5-HT2A Rezeptor, Arbeitsgedächtnis, Ereigniskorrelierte Potentiale, Neurotransmitter, Halluzinogene, Ketanserin, Neuropsychologie, Elektrophysiologie, psychische Erkrankungen
Die Einnahme von Psilocybin führt zu einer Verringerung der Leistung des visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses.
Die Studie fokussiert auf den Serotonin-Unterrezeptor 5-HT2A, dessen Überaktivität mit Schizophreniesymptomen in Verbindung gebracht wird.
Die P300 ist ein ereigniskorreliertes Potential im EEG. Unter Psilocybin verflacht diese Amplitude, was ein bekanntes Merkmal der Schizophrenie ist.
Ketanserin wirkt als spezifischer 5-HT2A-Antagonist und kann die durch Psilocybin induzierten Beeinträchtigungen des Arbeitsgedächtnisses und der P300 dämpfen oder aufheben.
Der Fragebogen erfasst außergewöhnliche Bewusstseinszustände wie optische Phänomene, Ich-Störungen sowie Änderungen der Zeit- und Raumwahrnehmung.
Ja, die Arbeit thematisiert neben psychischen auch physische Effekte, die durch die Stimulierung der 5-HT2A-Rezeptoren ausgelöst werden.
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