Diplomarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Eisenbahn als Netzmarkt zwischen natürlichem Monopol und Wettbewerb
2.1. Betriebsgrößenersparnisse als Markteintrittsschranke im Netzmarkt Eisenbahn
2.1.1. Economies of Scale und Economies of Density
2.1.2. Economies of Scope
2.2. Von Betriebsgrößenvorteilen zum natürlichen Monopol
2.3. Identifikation des monopolistischen Bottlenecks im Eisenbahnmarkt
2.3.1. Zur Existenz monopolistischer Bottlenecks
2.3.2. Disaggregierung des Netzmarkts Eisenbahn zur Identifikation monopolistischer Bottlenecks
2.3.2.1. Die Schieneninfrastruktur
2.3.2.2. Die Überwachung des Zugverkehrs
2.3.2.3. Das Angebot von Transportleistungen
3. Grundzüge der Regulierung
3.1. Was ist Regulierung? Zum Begriff der Regulierung im normativen und im positiven Sinn
3.1.1. Rechtfertigung von Regulierung in der normativen Regulierungstheorie
3.1.2. Kritische Auseinandersetzung mit Regulierung: Die positive Regulierungstheorie
3.2. Formen der Regulierung
3.2.1. Marktstrukturregulierungen
3.2.1.1. Vertikale Separierung vor- und nachgelagerter Märkte
3.2.1.2. Horizontale Aufspaltung von integrierten Netzindustrien
3.2.2. Franchising
3.2.3. Marktverhaltensregulierung
3.2.3.1. Zwischen Kostendeckung und Wohlfahrtsoptimierung: Preissetzung und Regulierung
3.2.3.2. Rentabilitäts- und Price Cap-Regulierung als indirekte Regulierungsinstrumente
3.3. Zwischenfazit zum zweiten und dritten Kapitel
4. Die Wettbewerbs- und Regulierungsstruktur der Eisenbahn in Deutschland
4.1. Die Entwicklung der Schiene im intermodalen Wettbewerb
4.2. Die deutschen Eisenbahnen nach der Bahnreform
4.3. Der regulatorische Rahmen in Deutschland: Der Zugang zum Schienennetz und die Struktur der Trassenpreise
4.4. Zwischenfazit zum vierten Kapitel
5. Internationale Ansätze zur Strukturierung und Regulierung der Eisenbahn im Vergleich
5.1. Grunddimensionen der Organisation von Bahnsystemen
5.2. Großbritannien, Schweden und die USA als Beispiele für die Durchführung von Eisenbahnreformen
5.2.1. Großbritannien
5.2.1.1. Ausgangssituation
5.2.1.2. Reformansätze
5.2.1.3. Entwicklung nach der Reform
5.2.1.4. Fazit zur Reform der britischen Eisenbahnen
5.2.2. Schweden
5.2.2.1. Ausgangssituation
5.2.2.2. Reformansätze
5.2.2.3. Entwicklung nach der Reform
5.2.2.4. Fazit zur Reform der schwedischen Eisenbahnen
5.2.3. USA
5.2.3.1. Ausgangssituation
5.2.3.2. Reformansätze
5.2.3.3. Entwicklung nach der Reform
5.2.3.4. Fazit zur Reform der amerikanischen Eisenbahnen
5.3. Zwischenfazit zum fünften Kapitel
6. Der Einfluss von Wettbewerb auf die Produktivität im Eisenbahnwesen
6.1. Der „Liberalisierungsindex Bahn 2002“
6.2. Die Auswahl von Produktivitätskennziffern
6.3. Die Wettbewerbs- und Produktivitätskennziffern im Vergleich
7. Rückschlüsse für die weitere Entwicklung in Deutschland und Europa
7.1. Nationale Grenzen als Hindernisse für den europäischen Eisenbahnverkehr
7.2. Outputspezifische Fokussierung als Erfolgsfaktor für mehr Verkehr auf der Schiene
7.3. Die Auswirkungen von Regulierung und Wettbewerb auf die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie der Verkehrsträger Eisenbahn seine Zukunftsfähigkeit im Spannungsfeld zwischen staatlicher Regulierung und Wettbewerb in Deutschland und Europa langfristig stärken kann, wobei der Fokus auf Effizienzsteigerungen und einer wettbewerbsorientierten Marktgestaltung liegt.
2.1.1. Economies of Scale und Economies of Density
Unter Skalenerträgen versteht man die Abhängigkeit der Ausbringungsmenge von der Menge der Produktionsfaktoren. Bei positiven Skalenerträgen steigt die Produktionsmenge bei einer Erhöhung der Menge der Inputfaktoren um a% um mehr als a%, die Skalenelastizität ist also größer als 1.
Economies of Scale treten auf im Bereich mit steigender Ausbringungsmenge fallender Durchschnittskosten, d.h. bis die Grenzkosten den Durchschnittskosten entsprechen. Die Steigerung der Ausbringungsmenge ist ökonomisch sinnvoll im gesamten Bereich steigender Skalenerträge. Ursache für positive Skalenerträge können etwa Arbeitsteilung und Spezialisierung, Transaktionskosten oder die Existenz von unabhängig von der Ausbringungsmenge anfallenden Fixkosten sein.
Zu unterscheiden ist zwischen Skalen- und Dichteeffekten: Skalenvorteile treten auf, wenn der Einsatz aller Produktionsfaktoren ausgeweitet wird, also bei Netzindustrien auch eine Vergrößerung der Netzlänge erfolgt. Sie sind damit zu unterscheiden von Dichtevorteilen, die sich auf die Effekte einer Vergrößerung der Ausbringungsmenge bei gegebenen Kapazitäten beziehen.
2. Die Eisenbahn als Netzmarkt zwischen natürlichem Monopol und Wettbewerb: Analyse der ökonomischen Eigenschaften der Netzindustrie Bahn, insbesondere in Bezug auf Betriebsgrößenersparnisse und die Identifikation monopolistischer Bottlenecks.
3. Grundzüge der Regulierung: Erörterung der theoretischen Grundlagen für staatliche Markteingriffe, deren Formen und die verschiedenen Instrumente zur Regulierung monopolistischer Bereiche.
4. Die Wettbewerbs- und Regulierungsstruktur der Eisenbahn in Deutschland: Darstellung der Entwicklung des deutschen Eisenbahnsystems nach der Bahnreform, einschließlich des regulatorischen Rahmens und der Struktur der Trassenpreise.
5. Internationale Ansätze zur Strukturierung und Regulierung der Eisenbahn im Vergleich: Vergleichende Analyse der Bahnsysteme in Großbritannien, Schweden und den USA hinsichtlich ihrer Reformen und Organisationsstrukturen.
6. Der Einfluss von Wettbewerb auf die Produktivität im Eisenbahnwesen: Empirische Untersuchung des statistischen Zusammenhangs zwischen der Wettbewerbsintensität und verschiedenen Produktivitätskennziffern in europäischen Ländern.
7. Rückschlüsse für die weitere Entwicklung in Deutschland und Europa: Diskussion von Hindernissen für den europäischen Eisenbahnverkehr und Entwicklung von Strategien zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch strukturelle und regulatorische Maßnahmen.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Reformergebnisse und Ableitung von Zukunftsperspektiven für die Eisenbahn als zukunftsträchtiger Verkehrsträger.
Eisenbahn, Wettbewerb, Regulierung, natürliches Monopol, Netzmarkt, Privatisierung, Produktivität, Trassenpreise, Schienengüterverkehr, Infrastruktur, Deregulierung, Open Access, Bahnreform, Effizienz, Marktstruktur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn im Spannungsfeld zwischen notwendiger Regulierung natürlicher Monopole und der Förderung eines effizienten Wettbewerbs langfristig zu verbessern.
Die zentralen Felder sind die ökonomische Analyse von Netzindustrien, die verschiedenen Formen der Marktregulierung sowie der Vergleich internationaler Ansätze der Eisenbahnreform.
Das Ziel ist die Entwicklung von Möglichkeiten, durch eine Verminderung staatlicher Einflüsse und eine stärkere Wettbewerbsorientierung die Effizienz der Bahnen zu steigern.
Neben einer theoretischen Analyse der Regulierungstheorie nutzt die Arbeit eine empirische, lineare Regression, um den Zusammenhang zwischen Wettbewerbsintensität und Produktivitätskennziffern zu prüfen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detaillierte Fallbeispiele (Deutschland, Großbritannien, Schweden, USA) analysiert und die Auswirkungen von Wettbewerb auf Produktivität statistisch ausgewertet.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wettbewerb, Regulierung, natürliches Monopol, Trassenpreise und Schienengüterverkehr.
In den USA dominieren privatwirtschaftlich organisierte, integrierte Unternehmen ohne staatliche Subventionen, während in Europa historische, bürokratische und technische Hürden sowie eine stärkere staatliche Steuerung vorherrschen.
Obwohl der Price Cap-Ansatz Anreize zur Kostenminimierung bietet, liegt die Herausforderung in der korrekten Festlegung des Produktivitätsfaktors, da Fehlkalkulationen existenzbedrohend wirken oder ineffizient sein können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

