Diplomarbeit, 2006
164 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Vorgehensweise
2. Shareholder Value-Management
2.1. Begriff und Grundlagen des Shareholder Value-Management
2.2. Entstehungsursachen des Shareholder Value-Management
2.2.1. Merger & Acquisitions
2.2.2. Dysfunktionalität traditioneller Kennzahlen
2.2.3. Informationsasymmetrien zwischen Management und Eigentümer
2.2.4. Institutionelle und ausländische Investoren
2.3. Shareholder- versus Stakeholder-Orientierung
2.4. Shareholder Value-Netzwerk
3. Intangible Assets
3.1. Begriff und Kategorisierung der Intangible Assets
3.1.1. Begriff
3.1.2. Kategorisierung
3.1.3. Abgrenzung vom Goodwill
3.2. Intangible Assets und der Shareholder Value
3.2.1. Betriebswirtschaftliche Besonderheiten der Intangible Assets
3.2.1.1. Nicht-Rivalität
3.2.1.2. Zunehmende Grenzerträge
3.2.1.3. Netzwerkeffekte
3.2.1.4. Partielle Exkludierbarkeit
3.2.1.5. Inhärentes Risiko
3.2.1.6. Eingeschränkte Handelbarkeit
3.2.2. Entwicklung zum dominanten Wertschöpfungsfaktor
3.2.3. Evidenz der zunehmenden ökonomischen Relevanz
3.2.3.1. Investitionen in Intangible Assets und Markenwerte
3.2.3.2. Divergenz von Buchwert und Marktkapitalisierung
3.2.4. Wertentstehung durch Intangible Assets
3.2.4.1. Allgemeine Darstellung
3.2.4.2. Exemplarische Darstellung
3.2.5. Evidenz der Wertrelevanz einzelner Intangible Assets
3.3. Notwendigkeit der adäquaten Abbildung in der Rechnungslegung
4. Intangible Assets in der Rechnungslegung
4.1. Abbildung der Intangible Assets nach IFRS
4.1.1. Bilanzansatz
4.1.1.1. Abstrakte Aktivierungsfähigkeit
4.1.1.2. Konkrete Aktivierungsfähigkeit
4.1.2. Bilanzbewertung
4.1.2.1. Zugangsbewertung
4.1.2.2. Folgebewertung
4.1.3. Angaben im Anhang
4.2. Kritische Beurteilung der Abbildung der Intangible Assets nach IFRS
4.2.1. Defizite der Rechnungslegung nach IFRS
4.2.1.1. Bilanzansatz
4.2.1.2. Bilanzbewertung
4.2.2. Konsequenzen der Defizite der Rechnungslegung nach IFRS
4.3. Ansätze zur wertadäquaten Abbildung der Intangible Assets
4.3.1. Modifikation der traditionellen Rechnungslegung
4.3.2. Notwendigkeit einer ergänzenden Berichterstattung
5. Intangible Assets im Value Reporting
5.1. Grundlagen des Value Reporting
5.1.1. Begriff und inhaltliche Abgrenzung
5.1.2. Ziele und Funktionen
5.1.3. Anforderungen und Grundsätze
5.2. Ergänzende Berichterstattung über Intangible Assets
5.2.1. Integration in das Value Reporting
5.2.2. Klassifizierung der Ansätze
5.2.3. Ausgewählte Ansätze
5.2.3.1. Value Chain Scoreboard
5.2.3.1.1. Konzeption
5.2.3.1.2. Kritische Beurteilung
5.2.3.2. Intellectual Capital Statement
5.2.3.2.1. Konzeption
5.2.3.2.2. Kritische Beurteilung
5.2.4. Eigener Ansatz: Intangible Asset Scorecard
5.2.4.1. Entwicklung der Konzeption
5.2.4.1.1. Komponenten
5.2.4.1.2. Gesamtsystem
5.2.4.2. Entwicklung der Indikatoren
5.2.4.2.1. Anforderungen an die Indikatoren
5.2.4.2.2. Indikatoren des Human Capital
5.2.4.2.3. Indikatoren des Customer Capital
5.2.4.2.4. Indikatoren des Structural Capital
5.2.4.2.5. Indikatoren des Innovation Capital
5.2.4.2.6. Gesamtsystem
5.2.4.3. Kritische Beurteilung
5.3. Ort der Publikation des Value Reporting
5.3.1. Konzern-Lagebericht
5.3.2. Nicht prüfungspflichtiger Teil des Konzern-Geschäftsberichts
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die wachsende Relevanz immaterieller Vermögenswerte (Intangible Assets) und deren Einfluss auf den Unternehmenswert sowie die Auswirkungen auf die externe Rechnungslegung kapitalmarktorientierter Konzerne. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Eignung aktueller Rechnungslegungsstandards zur Abbildung dieser Werte und der Notwendigkeit einer ergänzenden Berichterstattung (Value Reporting), um Informationsasymmetrien am Kapitalmarkt zu reduzieren.
3.2.1.1. Nicht-Rivalität
Eines der wichtigsten Merkmale immaterieller Werte ist ihre Nicht-Rivalität. Materielle und finanzielle Vermögenswerte können nicht simultan für mehrere Tätigkeiten verwendet werden, d.h. eine bestimmte Verwendung dieser rivalisierenden Vermögenswerte schließt ihren gleichzeitigen Einsatz für andere Zwecke aus. So kann ein Flugzeug, das gerade von Dortmund nach München fliegt, nicht gleichzeitig von Dortmund nach Berlin fliegen. Intangible Assets weisen diese Restriktionen im Allgemeinen nicht auf. Ein Softwareprogramm kann beliebig oft vervielfältigt und von mehreren Personen genutzt werden. Teilweise können mehrere Nutzer von unterschiedlichen Orten auf dasselbe Softwareprogramm zur gleichen Zeit zurückgreifen (z.B. Reservierungssystem für Urlaubsreisen). Intangibles können gleichzeitig mehreren Kunden überlassen bzw. simultan im Unternehmen eingesetzt werden. Sie weisen aufgrund ihrer Nicht-Rivalität keine Engpasseigenschaften auf, wie sie bspw. bei Anlagen in der industriellen Massenproduktion zu finden sind. Es entstehen keine Opportunitätskosten. Zudem erfahren Intangibles durch ihren Gebrauch keine Wertminderung.
Dies führt dazu, dass die Zahl der Kunden und damit das Wachstum allein durch die Größe des potentiellen Marktes oder Aktionen der Konkurrenz begrenzt wird.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz immaterieller Vermögenswerte vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Strukturwandels und formuliert das Ziel der Arbeit, Herausforderungen für Rechnungslegung und Unternehmenssteuerung zu adressieren.
2. Shareholder Value-Management: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Shareholder Value-Ansatzes dargelegt, insbesondere dessen Fokus auf Unternehmenswertmaximierung und die Bedeutung der Entstehungsursachen wie M&A-Aktivitäten.
3. Intangible Assets: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert immaterielle Vermögenswerte und erläutert deren spezifische betriebswirtschaftliche Eigenschaften wie Nicht-Rivalität und Netzwerkeffekte im Kontext des Shareholder Value.
4. Intangible Assets in der Rechnungslegung: Es erfolgt eine kritische Analyse der IFRS-Vorschriften zur Bilanzierung von Intangible Assets, wobei Defizite hinsichtlich Bilanzansatz und -bewertung aufgezeigt werden.
5. Intangible Assets im Value Reporting: Dieses Kapitel führt das Konzept des Value Reporting als ergänzende Berichterstattung ein, analysiert bestehende Ansätze und entwickelt mit der "Intangible Asset Scorecard" einen eigenen Vorschlag zur wertadäquaten Darstellung.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, immaterielle Werte durch ergänzende Instrumente transparent zu machen, um die Kapitalmarkteffizienz zu erhöhen.
Intangible Assets, Shareholder Value, Value Reporting, Immaterielle Vermögenswerte, IFRS, Wissensgesellschaft, Bilanzierung, Marktwert, Buchwert, Humankapital, Intellectual Capital Statement, Value Chain Scoreboard, Intangible Asset Scorecard, Unternehmensbewertung.
Die Arbeit behandelt die steigende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte (Intangible Assets) für den Unternehmenswert und die Herausforderungen, die sich daraus für die Rechnungslegung kapitalmarktorientierter Konzerne ergeben.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Shareholder Value-Management, den spezifischen Merkmalen immaterieller Werte sowie deren Abbildung innerhalb der Finanzberichterstattung und ergänzender Berichterstattungssysteme (Value Reporting).
Ziel ist es, einen Ansatz zur wertadäquaten Abbildung immaterieller Werte im Rahmen der Berichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen zu entwickeln und diesen kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der wissenschaftlichen Literatur und neuesten empirischen Studien, um Zusammenhänge zwischen Intangible Assets und Shareholder Value theoretisch abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Shareholder Value-Management, die Eigenschaften von Intangibles, die kritische Beurteilung aktueller IFRS-Standards und die Entwicklung der "Intangible Asset Scorecard".
Wichtige Begriffe sind insbesondere Intangible Assets, Value Reporting, Shareholder Value, Human Capital und die Bilanzierung nach IFRS.
Sie nutzt einen zweidimensionalen, prozessorientierten Ansatz (Input/Investition, Effekt/Zwischenerfolg, Performance/Wertbeitrag), um einerseits eine systematische Einordnung der Indikatoren zu ermöglichen und andererseits eine klare Verknüpfung zum Shareholder Value herzustellen.
Da die traditionelle Rechnungslegung aufgrund von Bilanzierungsverboten für selbst erstellte immaterielle Werte nur einen Ausschnitt des Unternehmenswertes abbildet, ist eine ergänzende, freiwillige Berichterstattung notwendig, um Informationsasymmetrien zwischen Management und Investoren abzubauen.
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