Diplomarbeit, 2006
103 Seiten, Note: 1,7
1 Grundlagen
1.1 Was ist Informatik?
1.2 Aufbau des Studiums an der Universität Potsdam
1.3 Was ist ein Test?
1.4 Gütekriterien eines Tests
1.4.1 Hauptgütekriterien
1.4.2 Nebengütekriterien
1.5 Zusammenfassung
2 Analyse bestehender Eignungstests
2.1 Ermittlung relevanter Tests und Testsysteme
2.2 Untersuchung bestehender Testsysteme
2.2.1 ELIGO-Testsystem
2.2.2 pro facts Testsystem
2.3 Untersuchung universitärer Testverfahren
2.3.1 Selbsttest der Ludwig-Maximilians-Universität München
2.3.2 Selbsttest der Technischen Universität Chemnitz
2.4 Zusammenfassung
3 Auswertung der Umfragen
3.1 Umfrage unter den Studenten
3.1.1 Statistische Grundlagen der Studentenumfrage
3.1.2 Wahrnehmung und Einstieg in das Informatikstudium
3.1.3 Meinungen zu einem Eignungstest der Informatik
3.2 Umfrage unter den Professoren
3.2.1 Statistische Grundlagen der Professorenumfrage
3.2.2 Problemerkennung der Studenten
3.3 Zusammenfassung
4 Debatte: Ausrichtung des Testverfahrens
5 Entwurf des Testkonzepts
5.1 Softwarekonzeption
5.1.1 Konzeptidee
5.1.2 Bewertungsschema
5.1.3 Wartung
5.2 Konzeption des Eignungstests
5.2.1 Abänderung des Begriffs Eignungstest
5.2.2 Ziele des Eignungstests
5.2.3 Auswahl der Inhalte
5.2.4 Testbereiche
5.2.5 Testbewertung
5.3 Zusammenfassung
6 Technische Dokumentation
6.1 Konventionen
6.1.1 Bezeichnungen
6.1.2 Use-Beziehung
6.1.3 Begriffsdefinition Komponente
6.1.4 Variablentypen
6.2 Datenbankstruktur
6.3 Sessionverwaltung
6.4 Verzeichnisstruktur
6.5 Basisdateien
6.6 Funktionsdateien
6.6.1 Datei db_operationen.php
6.6.2 Datei register_user.php
6.6.3 Datei func_bereiche.php
6.6.4 Datei func_aufgaben.php
6.6.5 Datei func_tests.php
6.6.6 Datei func_zuweisung.php
6.6.7 Datei func_loesungen.php
6.6.8 Datei func_gewichtung.php
6.7 Komponente Login
6.7.1 Datei login_check.php
6.7.2 Datei login.php
6.7.3 Datei form_login.php
6.7.4 Datei logout.php
6.8 Komponente Testumgebung
6.8.1 Datei index.php
6.8.2 Datei testwahl.php
6.8.3 Datei aufgabenwahl.php
6.8.4 Datei aufgabe.php
6.8.5 Datei auswertung.php
6.9 Komponente Administration
6.9.1 Datei index.php
6.9.2 Datei bereiche.php
6.9.3 Datei tests.php
6.9.4 Datei aufgaben.php
6.9.5 Datei aufgabenzuweisung.php
6.9.6 Datei gewichtung.php
6.9.7 Datei form_testauswahl.php
6.9.8 Datei form_aufgabenzuweisung.php
6.9.9 Datei form_bereichsgewichtung.php
6.10 Sicherheit
6.11 Aufgabenerstellung
7 Beurteilung des Testkonzepts
7.1 Validation des Konzepts
7.2 Gütekriterien
7.3 Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines einfach zu bedienenden, computergestützten Testsystems zur Überprüfung persönlicher Informatikfähigkeiten, um Studienanfänger frühzeitig über die Anforderungen des Informatikstudiums an der Universität Potsdam aufzuklären.
1.1 Was ist Informatik?
„Beginnend mit dem Bau und der Programmierung reiner »Rechenmaschinen« hat sich die Informatik rasch weiter Arbeitsbereiche in Produktion, Organisation und Verwaltung angenommen. Inzwischen macht sie den Computer nicht mehr nur zur Arbeitsmaschine, sondern auch zum Medium, Wissensträger, Manager, Unterhaltungskünstler und Steuerungsinstrument, ja sogar zu einer Art neuen Wahrnehmungsorgans für die meisten Wissenschaften.“ [zitiert nach. INFORMATIK 2005, S.4]
Doch was ist Informatik? Was charakterisiert sie und wodurch zeichnet sie sich aus? Wie in jeder anderen Wissenschaft, so können auch in der Informatik diese Fragen gestellt werden. Auf den ersten Blick scheint sie für viele Menschen einfach zu beantworten zu sein. So ist auch die Frage nach der Ausrichtung der Biologie und Chemie einfach. Jedoch hat die Informatik seit den Anfängen mit Vorurteilen und Mißverständnissen zu kämpfen. Daraus resultiert, daß nahezu jeder eine eigene Interpretation entwickelt hat, was Informatik ist. Die Vielschichtigkeit dieser sehr speziellen Wissenschaft führt zu ebenso vielen Interpretationen. Darunter eine „korrekte“ zu finden ist schwer - falls dies überhaupt möglich ist.
Die allgemeine Auffassung der Informatik bringt diese umgehend mit dem Thema Computer in Verbindung. Nicht selten wird die Informatik auch auf reine Programmierung reduziert. Kann dieser Sachverhalt bei Nichtinformatikern noch toleriert werden, so ist die Situation bei potentiellen Studenten der Informatik weitaus problematischer. Zwar haben viele zukünftige Studenten ein besseres Verständnis von der Informatik, doch erwarten auch hier viele von der Informatik hauptsächlich „Arbeit am Computer“ und vor allem viel Praxis. Die Forderung nach mehr Praxis ist grundlegend nicht falsch, doch sind sich viele Studenten bei der Bewerbung für einen Informatikstudiengang nicht der theoretischen und vor allem der abstrakten Wurzeln dieser Wissenschaft bewußt. Aber auch mit dem nötigen Verständnis für die Materie ist das Fach zu umfangreich, um sie mit wenigen Worten zu erläutern. Wie jede andere Wissenschaft ist auch sie in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, die einzeln jeweils mehr oder weniger mit dem allgemeinen Meinungskanon konform gehen.
1 Grundlagen: Vermittlung des theoretischen Rahmens zur Informatik, des Studienaufbaus an der Universität Potsdam sowie allgemeiner psychologischer Testtheorien und Gütekriterien.
2 Analyse bestehender Eignungstests: Überblick über existierende Testverfahren und deren Eignung für den universitären Kontext, inklusive einer kritischen Betrachtung bestehender Selbsttests.
3 Auswertung der Umfragen: Darstellung und Analyse der Ergebnisse aus den Onlineumfragen unter Studenten und Professoren zur Erhebung von Schwachstellen und Anforderungen an ein Testsystem.
4 Debatte: Ausrichtung des Testverfahrens: Diskussion verschiedener Ansätze für Eignungstests und Abwägung der Vor- und Nachteile hinsichtlich Verbindlichkeit und Konsequenzen.
5 Entwurf des Testkonzepts: Konzeptionelle und technische Planung des Testportals, basierend auf den erhobenen Anforderungen und Modellen bestehender Testsysteme.
6 Technische Dokumentation: Detailbeschreibung der technischen Implementierung, einschließlich Datenbankstruktur, Skripten und Funktionen für die Administration und Testdurchführung.
7 Beurteilung des Testkonzepts: Validierung des entwickelten Konzepts, Überprüfung der Gütekriterien sowie abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf Erweiterungsmöglichkeiten.
Informatik, Eignungstest, Studienanfänger, Universität Potsdam, Testkonzept, Studienabbruch, Selbsteinschätzung, Informatikstudium, Modulare Tests, Didaktik, IT-Kompetenz, Wissensvermittlung, Algorithmisches Denken, Web-basiertes Testsystem, Studienorientierung.
Die Arbeit entwickelt ein modulares, computergestütztes Eignungstest-Konzept für Studienanfänger der Informatik an der Universität Potsdam, um eine bessere Studienorientierung und Aufklärung über die tatsächlichen Anforderungen des Fachs zu ermöglichen.
Sie umfasst die theoretischen Grundlagen der Informatik und Testdiagnostik, die Analyse existierender Testsysteme, die Auswertung empirischer Umfragen unter Studierenden und Dozenten sowie die technische Konzeption und Dokumentation eines eigenen Testportals.
Das primäre Ziel ist nicht eine strenge Selektion der Bewerber, sondern die Bereitstellung eines aufklärenden „Wegweisers“, der potenziellen Studenten hilft, ihre Eignung und Erwartungen mit der Realität des Informatikstudiums abzugleichen.
Neben einer Literaturanalyse bestehender Testverfahren werden Onlineumfragen unter Informatikstudierenden und Professoren der Universität Potsdam durchgeführt, um datenbasierte Anforderungen für das neue Testsystem abzuleiten.
Der Hauptteil beschreibt die Konzeption und Implementierung eines PHP- und MySQL-basierten Portals, das eine freie Aufgabenerstellung, eine flexible Testkonfiguration und eine automatische Auswertung der Leistungen ermöglicht.
Kernbegriffe sind insbesondere Test-Modularität, Lern- und Aufklärungseffekt, Studienvorbereitung, algorithmisches Verständnis und die Bewältigung von Defiziten in mathematischen Grundlagen.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass ein verpflichtender Test mit Konsequenzen (wie einer Zulassungsbeschränkung) von der Mehrheit abgelehnt wird und den Fokus von der aufklärenden und motivierenden Funktion weg zur reinen Selektion verschieben würde.
Das System zielt darauf ab, Teilnehmern über spezifische Aufgabenbereiche auf ihre Defizite hinzuweisen und durch Bereitstellung von Lösungen und Erläuterungen Lernanreize zu schaffen, statt sie lediglich durch das System auszuschließen.
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