Diplomarbeit, 2005
102 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Spielfeld
2.1 Sportgroßveranstaltungen
2.2 Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft
2.2.1 1930 – 2006
2.2.2 Deutschland 2006
3 Auswirkungen sportlicher Großereignisse
3.1 Klassifizierung potentieller Wirkungen
3.2 Quantitativ
3.2.1 Primäreffekte
3.2.2 Sekundäreffekte
3.3 Qualitativ
4 Abschätzung makroökonomischer Effekte
4.1 Durchsicht
4.2 Kosten-Nutzen-Analyse
4.3 Input-Output-Analyse
5 Kritische Würdigung
6 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf das Gastgeberland. Im Zentrum steht die kritische Analyse der Effekte am Beispiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, um den wissenschaftlichen Diskurs über den tatsächlichen makroökonomischen Nutzen solcher Mega-Events zu beleuchten.
3.2.2 Sekundäreffekte
Im Zentrum der Abschätzung makroökonomischer Effekte sportlicher Großereignisse steht die Annahme, dass die dargestellten Primärimpulse weitere ökonomische Wirkungen auf zentrale Größen einer Volkswirtschaft induzieren. Die kurz-, lang- und mittelfristigen Reaktionen des Einkommens, der Produktion oder Beschäftigung auf die Impulse der direkten Effekte basieren auf den Wirkungszusammenhängen ökonomischer Aktivitäten der einzelnen Akteure einer Volkswirtschaft. Im Kern der Beziehungen lässt sich der sog. Multiplikatorprozess identifizieren, der die Auswirkungen autonomer Mittelzuflüsse theoretisch zu erklären versucht. Die Annahme einer andauernden Zirkulation der durch den anfänglichen Impuls generierten zusätzlichen Einkommen bestimmt den Prozess.
Demnach führt zusätzliche Nachfrage zu steigender Produktion und über die Veränderung der Arbeits- und Unternehmereinkommen zu neuerlichen positiven Wirkungen auf die Nachfrage, die wiederum in weiteren Prozessstufen Einkommen und Produktion beeinflussen. Primär- und Sekundäreffekt in der Summe ergeben den Gesamteffekt. Für unterschiedliche Impulse lassen sich unterschiedliche Multiplikatoren bestimmen. Zu den häufig verwendeten Multiplikatoren zählen der Transaktions-, der Investitions-, der Einkommens- und der Beschäftigungsmultiplikator. Am Beispiel der Konsumausgaben ausländischer Touristen bei Sportgroßveranstaltungen soll im Folgenden das Konzept des Multiplikators kurz erläutert werden. Mit dem Zufluss autonomer Mittel in die begünstigten Sektoren – vornehmlich sind die Unternehmen der Tourismusbranche, der Hotelbranche, des Transportgewerbes sowie Gastronomiebetriebe zu nennen – erfolgt eine gesteigerte Aktivität in Bezug auf Vorleistungseinkäufe bei anderen Unternehmen verschiedener Branchen, Personalaufwendungen sowie Steuerzahlungen. Ein Teil der zusätzlichen Einnahmen auf Seite der Unternehmen, der Beschäftigten sowie des Staates findet wiederum Verwendung in der Volkswirtschaft. Der Impuls pflanzt sich fort in neuerlichen Beschäftigungs-, Lohn- und Gewinnsteigerungen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Situation Deutschlands zum Zeitpunkt der WM 2006 ein und stellt die Forschungsfrage nach dem tatsächlichen Beitrag des Turniers zu den inländischen Herausforderungen.
2 Das Spielfeld: Dieses Kapitel klassifiziert Sportgroßveranstaltungen, definiert den Begriff des Mega-Events und analysiert das Beziehungsgeflecht der beteiligten Akteure rund um die FIFA WM.
3 Auswirkungen sportlicher Großereignisse: Hier werden die potenziellen ökonomischen Effekte in quantitative (Primär- und Sekundäreffekte) sowie qualitative (imagebildende und gesellschaftliche) Kategorien unterteilt und theoretisch erörtert.
4 Abschätzung makroökonomischer Effekte: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über methodische Ansätze wie die Kosten-Nutzen-Analyse und die Input-Output-Analyse zur Quantifizierung wirtschaftlicher Auswirkungen.
5 Kritische Würdigung: Hier werden die methodischen Fallstricke sowie die kontroverse ökonomische Diskussion um die Glaubwürdigkeit und Instrumentalisierung von Wirkungsstudien kritisch hinterfragt.
6 Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer differenzierten und vorsichtigen Interpretation von Prognosen im Kontext von Sport-Mega-Events.
Sportgroßveranstaltungen, Fußball-Weltmeisterschaft, FIFA, Makroökonomie, Kosten-Nutzen-Analyse, Input-Output-Analyse, Multiplikatoreffekte, Standorteffekte, Tourismus, Investitionen, Beschäftigungseffekte, Wirtschaftspolitik, Mega-Events, Stadionfinanzierung, Public-Private-Partnership.
Die Arbeit analysiert die makroökonomischen Effekte, die durch Sportgroßveranstaltungen, insbesondere die Fußball-Weltmeisterschaft, in einem Gastland entstehen können.
Zentral sind die Kategorisierung dieser Events, die ökonomischen Wirkungsmechanismen (Primär- und Sekundäreffekte) sowie die kritische Untersuchung von Bewertungsmethoden wie der Kosten-Nutzen-Analyse.
Ziel ist es, den Dissens in der ökonomischen Diskussion aufzugreifen und Herangehensweisen zur Abschätzung der tatsächlichen wirtschaftlichen Effekte einer WM kritisch zu würdigen.
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle wie die Input-Output-Analyse und die Kosten-Nutzen-Analyse, um die Auswirkungen von Investitionen und Konsumausgaben auf das BIP zu untersuchen.
Im Hauptteil werden die Kategorien der Effekte, die methodischen Ansätze zur Messung sowie die spezifische Rolle der Akteure (FIFA, Staat, Sponsoren) analysiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Multiplikatoreffekte, Standortwettbewerb, ökonomische Netto-Effekte, Mega-Events und die kritische Distanz zu ex-ante Prognosen.
Ex-ante Analysen prognostizieren Effekte vor dem Event, während ex-post Analysen nach dem Event versuchen, den ökonomischen Einfluss zu isolieren, was aufgrund mangelnder Nachfrage nach solchen Studien jedoch selten geschieht.
Die Arbeit betont, dass staatliche Subventionen für Stadien kritisch zu hinterfragen sind, da die Ressourcen an anderer Stelle (z.B. Kongresszentren oder Bildung) möglicherweise einen höheren volkswirtschaftlichen Nutzen hätten.
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