Examensarbeit, 2006
79 Seiten, Note: 2
1 Musik und Musikunterricht - eine Chance für Schlüsselkompetenzen
2 Kreativität – Wertung oder Lernweg?
3 Songwriting – Kreativität und didaktischer Ansatz für Popularmusik im Musikunterricht
3.1 Eigenkreativität und Interesse – Werk oder Song?
3.2 Songwriting als didaktischer Ansatz der Popularmusik - Grenzüberwindung zwischen Schule und Freizeit
4. Allgemeines zum Thema Songwriting: Songwriter - Songwritingteams - Hookline
5. Der Songwritingprozess: Melodie – Rhythmus - Songproduktion
5.1 Der Einklang von Körper und Verstand
5.2 Die Bedeutung für den Musikunterricht
6. Die Melodie im Songwritingprozess
6.1 Definition des Songelements Melodie
6.2 Tonhöhe und Tontendenzen
6.3 Die Auflösungstendenz von unstabilen Töne
6.4 Übungen zum tonalen Empfinden innerhalb des Musikunterrichts
6.5 Das Spiel mit Erwartungen innerhalb einer Melodiephrase
6.6 Geschlossene und offene Melodiephrasen
6.7 Strukturbildung durch Tontendenzen
6.8 Zeitpunkt der Auflösung
6.9 Fazit
7 Der Rhythmus in der Melodie
7.1 Die theoretischen Grundkenntnisse
7.1.1 Definition
7.1.2 Schwerpunktskandierung
7.1.3 Metrische und Rhythmische Betonung
7.1.4 Summative Betonungen
7.1.5 Techniken der Schwerpunktsetzung
7.2 Anwendungsideen für den Musikunterricht
7.2.1 Der Rhythmus in der Phrase
7.2.2 Die Rhythmisierung eines Textes
8. Die Produktion eines Songelements
8.1 Die Formteile eines Songs
8.2 Textanalyse und Rhythmisierung
8.3 Die Konstruktion eine melodischen Kontur
8.4 Die Ausschmückung einer melodischen Kontur
8.4.1 Die Gestaltungsmöglichkeiten der Ausschmückung
8.4.2 Aspekte der Melodieführung
8.5 Die phrasale Geschwindigkeit als Kontrast- und Ausdruckmittel
8.5.1 Phrasale Beschleunigung und Verlangsamung
8.5.2 Die Produktion einer Bridge
8.6 Entwicklungstechniken
8.6.1 Augmentation und Diminution
8.6.2 Spiegelung und Krebs
8.6.3 Wiederholung-Sequenz-Variation
8.6.4 Die Produktion eines Refrain
9 Die Harmonisierung
9.1 Funktionsharmonik und harmonische Progressionen anhand der leitereigenen Dreiklänge
9.1.1 Tonika - Akkorde
9.1.2 Subdominant – Akkorde
9.1.3 Dominant - Akkorde
9.2 Harmonische Progression
9.2.1 Melodische und harmonische Wechselwirkungen
9.2.2 Harmonisch abhängige und unabhängige Melodieprogressionen
9.3 Die Harmonisierung eines Song
9.4 Popularmusikspezifische Harmonieelemente
9.4.1 Tensions
9.4.2 Slash-Akkorde
9.4.3 Powerchords
9.4.4 Sus-Akkorde
9.5 Die Komplettierung eines Songs
9.5.1 Die Reharmonisation
9.5.2 Die Konzeption einer Intro / Interlude / Coda
9.5.3 Das lead sheat
10 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein didaktisches Konzept für das Songwriting im Musikunterricht zu entwickeln, um Schülern unabhängig von ihren Vorkenntnissen einen eigenkreativen und motivierenden Zugang zur Musik zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Songwriting als Instrument zur Förderung von Schlüsselkompetenzen und zur Grenzüberwindung zwischen schulischer Bildung und Freizeitinteressen genutzt werden kann, indem Theorie und Praxis direkt miteinander verknüpft werden.
6.5 Das Spiel mit Erwartungen innerhalb einer Melodiephrase
Eine gängige Songwritingtechnik ist das Spiel mit Erwartungen. Effektvolle Melodien kennzeichnen sich oftmals dadurch, dass gerade die Auflösung von unstabilen Tönen zu ihrem jeweilig natürlichen oder einem anderen stabilen Ton ausbleibt. Durch das Einbringen unstabiler Töne wird eine Spannung aufgebaut. Man erwartet dessen Auflösung. Durch das Hinauszögern oder gar Auslassen dieser Entspannung wird die Erwartung und die Spannung vergrößert. Dies kann beispielsweise durch die Aneinanderreihung von unstabilen Tönen erfolgen, wie die Folge von sechster und siebter Stufe.
1 Musik und Musikunterricht: Diese Einleitung betont die Notwendigkeit, Musikunterricht über die bloße Reproduktion hinaus zu entwickeln, um Kreativität und Schlüsselkompetenzen zu fördern.
2 Kreativität – Wertung oder Lernweg?: Das Kapitel diskutiert, dass kreatives Schaffen als ein fundierter Lernweg betrachtet werden sollte, anstatt musikalische Leistungen ausschließlich statisch zu bewerten.
3 Songwriting – Kreativität und didaktischer Ansatz für Popularmusik im Musikunterricht: Es wird erörtert, warum Songwriting die ideale Brücke zwischen der Lebenswelt der Schüler und dem Musikunterricht bildet.
4. Allgemeines zum Thema Songwriting: Songwriter - Songwritingteams - Hookline: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und Strukturen der professionellen Songwriting-Branche.
5. Der Songwritingprozess: Melodie – Rhythmus - Songproduktion: Der Fokus liegt auf der Wechselwirkung zwischen kreativem Intuition und rationalem Handwerk bei der Songentwicklung.
6. Die Melodie im Songwritingprozess: Hier werden theoretische Grundlagen der Melodik, wie Tontendenzen und Phrasenbildung, für den praktischen Einsatz im Unterricht aufbereitet.
7 Der Rhythmus in der Melodie: Die rhythmische Gestaltung wird als strukturbildendes Element analysiert, wobei metrische und rhythmische Betonungen im Zentrum stehen.
8. Die Produktion eines Songelements: Das Kapitel leitet die praktische Vertonung von Texten und die Konstruktion von Melodiekonturen schrittweise an.
9 Die Harmonisierung: Abschließend wird der harmonische Aufbau behandelt, von einfachen Funktionsharmoniken bis hin zu spezifischen Stilmitteln der Popularmusik.
10 Fazit: Das Fazit fasst das didaktische Konzept zusammen und unterstreicht die Bedeutung der Balance zwischen Theorie und Praxis.
Songwriting, Musikunterricht, Popularmusik, Kreativität, Melodie, Rhythmus, Harmonielehre, Songproduktion, Didaktik, Schlüsselkompetenzen, Hookline, Motivbearbeitung, Textvertonung, Musikpädagogik, Schüleraktivierung
Die Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept für den Musikunterricht, das das "Songwriting" als zentrale Methode nutzt, um Schülern durch aktives Schaffen einen motivierenden und analytischen Zugang zur Musik zu ermöglichen.
Die zentralen Felder umfassen die musikpädagogische Didaktik, die theoretischen Grundlagen der Popularmusik (Melodik, Rhythmik, Harmonik) und die praktische Anwendung von Songwriting-Techniken im Unterricht.
Das Hauptziel ist es, ein aufbauendes Modell zu kreieren, durch das Schüler – auch mit geringen Vorkenntnissen – befähigt werden, eigene Songs zu entwickeln und dabei musikalische Zusammenhänge besser zu verstehen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und deren Transfer in praktische didaktische Handlungsanweisungen für den Musikunterricht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Melodieentwicklung, rhythmische Gestaltung, Songproduktion und abschließende Harmonisierungstechniken, unterstützt durch zahlreiche Beispiele und praktische Übungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Songwriting, Popularmusik, Kreativität, Melodik, Rhythmik und Musikpädagogik maßgeblich charakterisiert.
Im Gegensatz zu einem oft rezipierenden Ansatz stellt dieses Konzept das "eigenschöpferische Tun" in den Vordergrund, wodurch Theorie durch Anwendung erfahrbar und verinnerlicht wird.
Die Popularmusik dient als Ausgangspunkt, da sie die emotionale Welt der Jugendlichen anspricht und somit ein intrinsisches Interesse weckt, das als Motor für das Lernen fungiert.
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