Bachelorarbeit, 2006
20 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was ist Gerechtigkeit?
3. Warum Gerechtigkeit?
4. Wege zu mehr Gerechtigkeit- Entwicklungstheorien im Widerspruch
4.1. Imperialismustheorie
4.2. Dependenztheorie
4.3. Modernisierungsthorie
4.4. Die Bedeutung von Entwicklungstheorien in der aktuellen Diskussion
5. Entwicklungshilfe in Zeiten der Globalisierung - Moderne Ansätze zur Wiederherstellung von Gerechtigkeit
6. Resumee
7. Literatur
Die Arbeit untersucht die Problematik internationaler Gerechtigkeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern und analysiert kritisch, wie verschiedene theoretische Ansätze der Entwicklungspolitik dazu beitragen können, Ungerechtigkeiten zu überwinden und nachhaltige Lösungswege aufzuzeigen.
4.2. Dependenztheorie:
Die Dependenztheorie (vom Span. dependencia - Abhängigkeit) ist eine Mitte der 60er-Jahre von einer Vielzahl lateinamerikanischer Autoren erstellt worden, die ebenfalls die Existenz hierarchischer Abhängigkeiten (Dependenzen) zwischen Industrie- und Entwicklungsländern betonen. Auch hier werden Dependenzen mit dem Modell der Peripherien und Zentren erklärt. Die Autoren wandten sich vor allem auch gegen modernisierungstheoretische Erklärungen von Unterentwicklung als Folge von hausgemachten Defiziten. Sie begründeten sie mit der Ausbeutung der Kolonien durch die europäischen Nationen. Exogene Faktoren, sollten also für die Unterentwicklung verantwortlich sein. Die Europäer hätten die erworbenen Gebiete ausgebeutet, die dort lebenden Völker entmachtet und deren kulturellen Eigenheiten und gesellschaftlichen Strukturen, wenn sie im Wege standen, deformiert oder gar zerstört. Durch Machtausübung gelänge es den entwickelten Ländern, die Unterentwickelten auch weiterhin arm zu halten. Dies funktioniere durch ungleiche Handelsbedingungen (Terms of Trade), wie die Konzentration der Entwicklungsländer auf wenige Rohstoffe unter Rückgriff auf ausländische Direktinvestitionen. Exporterlöse würden nur in geringem Maße der heimischen Wirtschaft und Ausdehnung ihres Leistungsprogramms dienen. Dies hätte hauptsächlich Vorteile für die herrschende Oberschicht
1. Einleitung: Stellt die drastischen statistischen Unterschiede in der weltweiten Wohlstandsverteilung dar und führt in die Fragestellung der internationalen Gerechtigkeit ein.
2. Was ist Gerechtigkeit?: Erläutert John Rawls' Theorie der Gerechtigkeit als Basis für einen universellen Gerechtigkeitsbegriff und das Prinzip der Chancengleichheit.
3. Warum Gerechtigkeit?: Untersucht die Beweggründe für Gerechtigkeitsforderungen, von wirtschaftlichen Eigeninteressen bis hin zu globaler Solidarität und ethischer Verantwortung.
4. Wege zu mehr Gerechtigkeit- Entwicklungstheorien im Widerspruch: Analysiert verschiedene Theorien, die Unterentwicklung zu erklären versuchen, sowie deren begrenzte Anwendbarkeit in der Realität.
5. Entwicklungshilfe in Zeiten der Globalisierung - Moderne Ansätze zur Wiederherstellung von Gerechtigkeit: Diskutiert zeitgemäße Strategien wie "Hilfe zur Selbsthilfe" und den Ruf nach globaler Strukturpolitik zur Überwindung von Desintegration.
6. Resumee: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit konsequenter institutioneller Reformen für eine stabilere globale Zukunft.
Internationale Gerechtigkeit, Entwicklungspolitik, Globalisierung, John Rawls, Armutsbekämpfung, Dependenztheorie, Modernisierungstheorie, Imperialismustheorie, Globale Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe, Nord-Süd-Konflikt, Wirtschaftsordnung, Strukturpolitik, Unterentwicklung, Chancengleichheit.
Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Ungerechtigkeiten zwischen armen und reichen Ländern und sucht nach Wegen, diese durch entwicklungspolitische Ansätze zu überbrücken.
Im Zentrum stehen die philosophische Begründung von Gerechtigkeit, die Kritik an klassischen Entwicklungstheorien sowie die Analyse moderner Strategien zur globalen Armutsbekämpfung.
Ziel ist es, zu hinterfragen, wie Gerechtigkeit auf globaler Ebene theoretisch definiert und praktisch durch politische Reformen und neue Handelsmodelle umgesetzt werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf politikwissenschaftlichen und philosophischen Grundlagen basiert, um die Entwicklung der Nord-Süd-Politik nachzuzeichnen.
Der Hauptteil widmet sich der Analyse von Gerechtigkeitsbegriffen, der Gegenüberstellung von Imperialismus-, Dependenz- und Modernisierungstheorien sowie modernen Ansätzen wie der "globalen Strukturpolitik".
Kernbegriffe sind Internationale Gerechtigkeit, Entwicklungspolitik, John Rawls, Globalisierung und Globale Solidarität.
Dieser von John Rawls geprägte Begriff dient als Gedankenexperiment, in dem Gerechtigkeit nur dann als fair empfunden wird, wenn man seine eigene soziale Position nicht kennt und somit für alle Eventualitäten vorsorgen muss.
Der Autor konstatiert, dass bisherige Entwicklungshilfeprojekte oft nur wie "Tropfen auf den heißen Stein" gewirkt haben und plädiert daher für einen Wandel hin zu strukturellen, institutionellen Reformen.
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