Examensarbeit, 2006
107 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Begrifflichkeiten
2.1.1 ERSTSPRACHE
2.1.2 MUTTERSPRACHE
2.1.3 ZWEITSPRACHE
2.1.4 MEHRSPRACHIGKEIT
2.1.5 BILINGUALISMUS
2.2 Einblick in die Spracherwerbstheorie
2.2.1 THEORIE DES BEHAVIORISMUS
2.2.2 THEORIE DES NATIVISMUS
2.3 Spracherwerb
2.3.1 MONOLINGUALER ERSTSPRACHERWERB
2.3.2 BILINGUALER ERSTSPRACHERWERB
3 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA DES BILINGUALISMUS
3.1 Zur Definition von Bilingualismus
3.2 Forschungsbereiche
3.2.1 PÄDAGOGIK
3.2.2 LINGUISTIK
3.2.2.1 Psycholinguistik
3.2.2.2 Neurolinguistik
3.2.2.3 Soziolinguistik
3.3 Hintergründe für die Entwicklung von Bilingualismus
3.3.1 FAMILIÄRE ASPEKTE
3.3.2 GESCHICHTLICHE ASPEKTE
3.3.3 GEOGRAFISCHE ASPEKTE
3.3.4 SOZIOKULTURELLE ASPEKTE
3.3.5 ASPEKT DER GLOBALISIERUNG
4 BILINGUALE SPRACHERZIEHUNG
4.1 Die Altersfrage
4.2 Familiäre bilinguale Erziehung
4.2.1 ALLGEMEINES
4.2.2 MODELLE UND METHODEN
4.3 Schulische bilinguale Erziehung
4.3.1 ALLGEMEINES
4.3.2 MODELLE UND METHODEN
4.3.2.1 Immersion
4.3.2.2 Kritische Betrachtung
5 BILINGUALISMUS UNTER SOZIOLINGUISTISCHEN GESICHTSPUNKTEN
5.1 Code-Choice
5.1.1 COMMUNICATION ACCOMMODATION THEORY (CAT)
5.1.2 MARKEDNESS MODELL (MM)
5.2 Code-Switching
5.2.1 DEFINITION
5.2.2. DEFIZITFRAGE
5.2.3 URSACHEN
6 VOR- UND NACHTEILE DES BILINGUALISMUS
6.1 Nachteile
6.2 Vorteile
6.3 Vergleichende Zusammenfassung
7 RESÜMEE
Die Arbeit untersucht das komplexe Phänomen des Bilingualismus, mit dem Ziel, eine strukturierte Übersicht über dessen theoretische Grundlagen, Erwerbsprozesse sowie familiäre und schulische Erziehungsmethoden zu vermitteln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der soziolinguistischen Perspektive des Code-Switchings sowie der kritischen Evaluation von Vor- und Nachteilen, um die Frage nach den Bedingungen für eine erfolgreiche zweisprachige Entwicklung zu beantworten.
1 Einleitung
In Anbetracht globaler Entwicklungen nehmen zwischenmenschli che, grenzüberschreitende Kontakte rapide zu. Sich verdichten de internationale Verflechtungen auf wirtschaftlicher Ebene bedeuten für viele Berufsspaten eine Unumgänglichkeit mehr sprachiger Befähigung. Auch die heutigen Reise- und Kommunika tionsmöglichkeiten fördern das Interesse und häufig die Not wendigkeit des Erlernens weiterer Sprachen neben der eigenen Muttersprache.
Nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Mischehen besteht für viele Kinder die Möglichkeit, schon von Geburt an zwei Sprachen zu erwerben. Diese Form des Zweisprachigkeitserwerbs ist jedoch bei weitem nicht die einzige und lässt sich durch zahlreiche weitere ergänzen. Diese Vielfalt kann als stellvertretend für das gesamte Feld der Zweisprachigkeit angesehen werden. Bei dem Versuch eines Einblicks in die Thematik des Bilingualismus werden Interessierte häufig mit einer kaum überschaubaren Fül le an Fachliteratur konfrontiert.
Die vorliegende Arbeit bezweckt eine Reduzierung auf einige grundlegende Aspekte des ausgedehnten Themenfeldes des Bilin gualismus, welche eine klar strukturierte Übersicht bieten sollen. Anhand dieser wird ein Einfinden in die Materie ermög licht und gleichzeitig wird der Leser für die Komplexität der Thematik sensibilisiert.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Mehrsprachigkeit durch globale Vernetzung und skizziert das Ziel der Arbeit, eine strukturierte Übersicht über das Themenfeld des Bilingualismus zu geben.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, erläutert die Theorien des Behaviorismus und Nativismus sowie den Prozess des Erstspracherwerbs bei monolingualen und bilingualen Kindern.
3 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA DES BILINGUALISMUS: Hier werden Definitionen des Bilingualismus diskutiert, wichtige Forschungsbereiche wie Pädagogik und Linguistik vorgestellt sowie Entstehungsursachen des Bilingualismus erörtert.
4 BILINGUALE SPRACHERZIEHUNG: Das Kapitel befasst sich mit der Altersfrage beim Sprachenlernen sowie mit Methoden der familiären und schulischen bilingualen Erziehung, wobei die Immersion besonders hervorgehoben wird.
5 BILINGUALISMUS UNTER SOZIOLINGUISTISCHEN GESICHTSPUNKTEN: Hier erfolgt eine Analyse des Sprachwechsels (Code-Switching) mittels Modellen wie der Communication Accommodation Theory und des Markedness Modells.
6 VOR- UND NACHTEILE DES BILINGUALISMUS: Das letzte inhaltliche Kapitel wägt kognitive und persönliche Vor- sowie Nachteile der Zweisprachigkeit ab und diskutiert diese kritisch vor dem Hintergrund unterschiedlicher Faktoren.
7 RESÜMEE: Das Resümee fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont, dass eine bilinguale Erziehung bei konsequenter Umsetzung als große Chance zu werten ist.
Bilingualismus, Mehrsprachigkeit, Erstspracherwerb, Spracherwerbstheorie, Code-Switching, Code-Choice, Immersion, Sprachprestige, Kognitive Entwicklung, Psycholinguistik, Soziolinguistik, Fremdspracherwerb, Bilinguale Erziehung, Sprachwechsel.
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in das Thema Bilingualismus, unterteilt in theoretische Grundlagen, Erziehungsmethoden und soziolinguistische Aspekte.
Die Arbeit behandelt Spracherwerbstheorien, familiäre und schulische Erziehung, Sprachwechselphänomene wie Code-Switching sowie die Vor- und Nachteile der Zweisprachigkeit.
Das Ziel ist eine strukturierte Übersicht, die den Leser in die komplexe Materie des Bilingualismus einführt und für die verschiedenen Einflussfaktoren sensibilisiert.
Die Arbeit stützt sich auf die Erörterung und Abgleichung ausgewählter Theorien mit alltagsbezogenen Forschungsbereichen und Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Einführung in die Thematik, bilinguale Erziehungsmethoden und soziolinguistische Aspekte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bilingualismus, Mehrsprachigkeit, Spracherwerb, Code-Switching und Immersion charakterisiert.
Es ist eine der empfohlenen Methoden der familiären bilingualen Erziehung, bei der jedes Elternteil konsequent in seiner Erstsprache mit dem Kind kommuniziert.
Oft wird es fälschlicherweise als mangelnde Sprachbeherrschung interpretiert, während die Forschung zeigt, dass es sich um eine bewusste oder unbewusste kommunikative Kompetenz handelt.
Beim simultanen Bilingualismus erwirbt das Kind zwei Sprachen von Geburt an parallel, beim konsekutiven Bilingualismus folgt der Erwerb der zweiten Sprache zeitlich verzögert.
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