Diplomarbeit, 2007
254 Seiten, Note: 2,3
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, ob die organisierte Gruppenselbsthilfe (OGSH) im Wohnungsbau zur Entwicklung nachhaltiger Nachbarschaften beitragen kann. Die Arbeit untersucht die verschiedenen Modelle und Phasen der OGSH, analysiert die beteiligten Akteure und deren Aufgabenfelder sowie die Kostenaspekte im Bauprozess. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen der OGSH auf die Gestaltung des Wohnraums und die Entstehung von Nachbarschaftsstrukturen.
Die Diplomarbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungsgegenstand und die Relevanz des Themas im Kontext der Stadtentwicklung verdeutlicht. Es werden dabei die gesellschaftlichen Trends der Individualisierung und die Bedeutung des Wohnraums als Rückzugsort und Identifikationsraum beleuchtet.
Kapitel 2 gibt eine Kurzbeschreibung der organisierten Gruppenselbsthilfe (OGSH) und erläutert die zwei Modelle der OGSH (Trägermodell und Initiativmodell) sowie die vier Phasen der OGSH (Vorbereitungsphase, Planungsphase, Bauphase und Wohnphase).
Kapitel 3 widmet sich der theoretischen Annäherung an das Thema und beleuchtet die Individualisierung der Gesellschaft, Nachbarschaft als eine Form von sozialen Netzwerken und die Definition von „Nachhaltiger Nachbarschaft“. Zudem wird der Zusammenhang zwischen Individualisierungsprozessen, Nachbarschaft und OGSH aufgezeigt.
Kapitel 4 präsentiert verschiedene Formen der OGSH in der deutschen Geschichte, darunter die Genossenschaftsbewegung, die Siedlerbewegung und die Instandbesetzung. In Kapitel 5 werden die Prozessbeteiligten und deren Aufgabenfelder bei der OGSH, sowie die Kostenaspekte der Gruppenselbsthilfe beim Bauprozess beleuchtet.
Kapitel 6 skizziert die Grobstruktur des Untersuchungsvorhabens und erläutert Ziel und Weg der Diplomarbeit. Es werden Hypothesen aufgestellt und Forschungsfragen formuliert.
Kapitel 7 beschreibt den Weg zur Erstellung narrativer Projektbeschreibungen, wobei die Wahlbegründungen des qualitativen Interviews und die einzelnen Arbeitsschritte im Detail dargelegt werden.
Kapitel 8 präsentiert narrative Projektbeschreibungen von verschiedenen Wohnprojekten, die im Rahmen der Diplomarbeit untersucht wurden.
Organisierte Gruppenselbsthilfe, Wohnungsbau, nachhaltige Nachbarschaften, Stadtentwicklung, Individualisierung, soziale Netzwerke, Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Wohnraumgestaltung, Lebensqualität, soziale Integration, Kostenaspekte.
OGSH ist ein Modell im Wohnungsbau, bei dem zukünftige Bewohner gemeinsam planen, bauen und verwalten, um Kosten zu sparen und soziale Bindungen zu stärken.
Durch die gemeinsame Planungs- und Bauphase identifizieren sich die Bewohner stärker mit ihrem Wohnraum und entwickeln frühzeitig soziale Netzwerke.
Beim Trägermodell übernimmt eine Organisation (z.B. Genossenschaft) die Steuerung, während beim Initiativmodell die Baugruppe selbst als Bauherr auftritt.
Ja, durch Eigenleistungen am Bau und den Verzicht auf Bauträgergewinne können die Kosten erheblich gesenkt werden.
Der Architekt muss hier nicht nur planen, sondern auch zwischen den individuellen Bedürfnissen der Gruppenmitglieder und den technischen Möglichkeiten vermitteln.
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