Bachelorarbeit, 2005
24 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Kapitalstruktur
2.1 Bestandteile der Kapitalstruktur
2.2 Kennzahlen der Kapitalstruktur
2.2.1 Eigenkapitalquote
2.2.2 Fremdkapitalquote
2.2.3 Verschuldungsgrad
2.3 Optimale Kapitalstruktur und Trade-Off-Modell
3 Buchwert und Marktwert
3.1 Marktwert des Eigenkapitals
3.2 Marktwert des Fremdkapitals
4 Beispiele aus der Praxis
5 Abschließende Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht den Einfluss einer differenzierten Bewertung von Eigen- und Fremdkapital auf die Kapitalstruktur deutscher Unternehmen. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen buchhalterischen Werten und marktbezogenen Bewertungen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die finanzielle Beurteilung von Unternehmen im Kontext von Modellen wie dem Trade-Off-Modell aufzuzeigen.
3.1 Marktwert des Eigenkapitals
Bei der Ermittlung der Marktwerte, speziell bei der Ermittlung der Marktwerte des Eigenkapitals, muss unterschieden werden, ob das Unternehmen an einer Börse notiert ist oder nicht.
Der Marktwert des Eigenkapitals (auch Börsenwert oder Shareholder Value genannt) eines börsennotierten Unternehmens spiegelt den Wert des Unternehmens aus Sicht der Kapitalgeber wider. Ermittelt wird er, indem man den Aktienkurs mit der Anzahl der emittierten Aktien multipliziert.
Ist ein Unternehmen nicht an der Börse notiert, so gestaltet sich die Ermittlung des Marktwertes des Eigenkapitals ein wenig komplizierter, da für das Eigenkapital bzw. Eigenkapitalanteile solcher Unternehmen kein Markt existiert, an dem sie gehandelt werden könnten. Im Laufe der Zeit wurden jedoch einige Verfahren entwickelt, welche diesen Missstand beheben sollten.
Zu den bekanntesten Verfahren zählen: 1) das Substanzwertverfahren, 2) das Ertragswertverfahren, 3) das DCF-Verfahren und 4) das Marktvergleichsverfahren.
Mithilfe dieser Verfahren wird der Marktwert des Eigenkapitals nicht börsennotierter Unternehmen ermittelt, indem zunächst der Marktwert des Unternehmens berechnet wird (vgl. Tabelle 4). Von diesem wird dann der noch zu ermittelnde Marktwert des Fremdkapitals abgezogen. Die Differenz ergibt das vom Markt bewertete Eigenkapital des Unternehmens.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Kapitalstruktur vor dem Hintergrund von Basel II und skizziert den Aufbau der Untersuchung zur Differenzierung zwischen Eigen- und Fremdkapitalbewertungen.
2 Die Kapitalstruktur: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kapitalstruktur, erläutert deren Bestandteile und stellt zentrale Kennzahlen sowie das theoretische Trade-Off-Modell vor.
3 Buchwert und Marktwert: Es wird die methodische Differenz zwischen Buchwerten aus der Bilanz und marktorientierten Unternehmensbewertungen erörtert, inklusive spezifischer Ansätze für Eigen- und Fremdkapital.
4 Beispiele aus der Praxis: Anhand von Kennzahlen börsennotierter Unternehmen werden die Auswirkungen der Wahl zwischen Buch- und Marktwerten auf die Kapitalstrukturanalyse praktisch verdeutlicht.
5 Abschließende Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse über die Eignung theoretischer Modelle und die praktische Bedeutung marktorientierter Bewertungsansätze für deutsche Unternehmen zusammen.
Kapitalstruktur, Eigenkapital, Fremdkapital, Marktwert, Buchwert, Trade-Off-Modell, Verschuldungsgrad, Basel II, Unternehmensbewertung, Leverage-Effekt, Eigenkapitalquote, Finanzierungsregeln, DCF-Verfahren, Shareholder Value, Bilanzanalyse.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Verwendung von Markt- im Vergleich zu Buchwerten auf die Beurteilung der Kapitalstruktur deutscher Unternehmen auswirkt.
Die zentralen Themen sind Kapitalstrukturtheorien, Finanzkennzahlen, Unternehmensbewertungsmethoden sowie der Vergleich von Buchwerten und marktbezogenen Bewertungen.
Das Ziel ist es, den Einfluss einer unterschiedlichen Kapitalbewertung auf die Kapitalstruktur zu untersuchen und die Relevanz sowie Anwendbarkeit theoretischer Modelle wie des Trade-Off-Modells zu bewerten.
Der Autor kombiniert theoretische Analysen von Finanzmodellen mit einer empirischen Betrachtung anhand von Praxisbeispielen börsennotierter Unternehmen.
Der Hauptteil umfasst die Definition der Kapitalstruktur, die Diskussion von Kennzahlen, die theoretische Herleitung des Trade-Off-Modells sowie die detaillierte Darstellung von Bewertungsverfahren für Markt- und Buchwerte.
Die wichtigsten Schlagworte sind Kapitalstruktur, Marktwert, Buchwert, Trade-Off-Modell, Verschuldungsgrad und Unternehmensbewertung.
Basel II wird als aktueller Anlass genannt, da neue Bonitäts-Bewertungskriterien den Druck auf Unternehmen erhöhen, ihre Eigenkapitalbasis zur Sicherung der Finanzierung zu optimieren.
Das Modell wird zwar als gut geeignet zur theoretischen Erklärung einer optimalen Kapitalstruktur angesehen, weist jedoch in der praktischen Anwendung zur konkreten Bestimmung der Kapitalzusammensetzung kaum Nutzwert auf.
Marktwerte werden als informativer bewertet, da sie das Unternehmenspotenzial aus Sicht externer Kapitalgeber widerspiegeln und einen besseren Soll-Ist-Vergleich ermöglichen als die vergangenheitsorientierten Buchwerte.
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