Bachelorarbeit, 2007
77 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 DAS WESEN VON NON-PERFORMING LOANS
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Gegenstände einer NPL-Transaktion
2.2.1 Differenzierung von Problemkrediten
2.2.2 Besicherte und unbesicherte Kredite
2.2.3 Zusammensetzung und Umfang einer NPL-Transaktion
2.2.4 Kreditarten
3 GRÜNDE FÜR DAS HOHE NPL-VOLUMEN IN DEUTSCHLAND
4 WAHL DER HANDLUNGSALTERNATIVEN IM UMGANG MIT PROBLEMFORDERUNGEN
4.1 Gegenüberstellung der Handlungsalternativen im Umgang mit NPL
4.2 Eigenes Work Out
4.3 Outsourcing
4.4 Ausbau des internen Work Outs (ggf. NPL-Ankauf)
4.5 Verkauf
5 DER MARKT FÜR NPL IN DEUTSCHLAND
5.1 Entstehung von Sekundärmärkten für NPL
5.2 Status Quo auf dem deutschen NPL-Markt
5.3 Weitere Entwicklung des deutschen Marktes
6 MARKTTEILNEHMER UND IHRE MOTIVATION
6.1 Verkäuferseite
6.1.1 Akteure
6.1.2 Motivation der Verkäufer
6.2 Investorenseite
6.2.1 Akteure
6.2.2 Strategien der Investoren
6.2.3 Das Geschäftsmodell der Investoren
7 DER VERKAUFSPROZESS
7.1 Strukturvarianten einer Portfoliotransaktion
7.1.1 Outright Sale
7.1.2 Joint Venture
7.1.3 Ausgliederung / Abspaltung
7.2 Dauer und Phasen des Verkaufsprozesses
7.2.1 Dauer eines Transaktionsprozesses
7.2.2 Phase 1: Entscheidungs- und Verkaufsvorbereitung
7.2.3 Phase 2: Vermarktungsphase
7.2.4 Phase 3: Due Diligence
7.2.5 Phase 4: Vertragsverhandlungen und Vertragsdurchführung
7.3 Erfolgsfaktoren einer Transaktion
8 DER FORDERUNGSVERKAUF DER NIEDERSCHLESISCHEN SPARKASSE
8.1 Vorstellung der Niederschlesischen Sparkasse
8.2 Verkaufsentscheidung
8.3 Zusammensetzung und Größe des Portfolios
8.4 Käufer
8.5 Verfahren und Art des Transfers
8.6 Motive der Niederschlesischen Sparkasse
8.7 Ablauf der Transaktion
8.8 Fazit der Niederschlesischen Sparkasse
9 FAZIT
Diese Bachelor-Thesis untersucht den Markt für Non-Performing Loans (NPL) in Deutschland, mit dem Ziel, die Beweggründe und Vorteile für Kreditinstitute bei der Veräußerung notleidender Forderungen herauszuarbeiten. Die Arbeit analysiert dabei den Verkaufsprozess sowie die Rolle und Motivation der beteiligten Marktteilnehmer, um zu erörtern, ob der NPL-Verkauf ein nachhaltiger Baustein im modernen Kreditrisikomanagement sein kann.
7.2.1 Dauer eines Transaktionsprozesses
In der Literatur findet man verschiedene Angaben über die Dauer des Verkaufsprozesses. Während Gleumes von einem Zeitrahmen von 6 Wochen bis 6 Monaten ausgeht125, rechnen die Verfasser des Werkes „Non Performing Loans (NPL) in Deutschland“ mit einer Dauer zwischen neun Monaten und zwei Jahren126.
Im Allgemeinen hängt die Zeitdauer wesentlich ab von
• dem Volumen der verkauften Forderungen,
• der Homogenität des Portfolios sowie
• der Art der Transaktion (Portfolio, Single-Name- oder Basket-Transaktion).
Dementsprechend verlängert sich der Prozess mit zunehmender Komplexität der Transaktion.127
Ein relativ kleines Portfolio mit gleichartigen Forderungsarten (z. B. ausschließlich Privatkredite) verursacht einen deutlich geringeren Bearbeitungsaufwand als ein inhomogenes Portfolio mit einem höheren Volumen.
Der Transaktionsprozess kann in verschiedene Phasen eingeteilt werden. Je nach Art der Aufteilung, wird in der einschlägigen Literatur von drei bis acht Phasen gesprochen.
In der vorliegenden Arbeit wird sich auf die Einteilung in vier Phasen beschränkt.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz des NPL-Marktes in Deutschland und der Zielsetzung der Arbeit.
2 DAS WESEN VON NON-PERFORMING LOANS: Definition von NPL sowie Kategorisierung von Problemkrediten und Transaktionsgegenständen.
3 GRÜNDE FÜR DAS HOHE NPL-VOLUMEN IN DEUTSCHLAND: Erläuterung der ökonomischen Faktoren, wie schwache Konjunktur und Wettbewerbsdruck, die zum Anstieg notleidender Kredite führen.
4 WAHL DER HANDLUNGSALTERNATIVEN IM UMGANG MIT PROBLEMFORDERUNGEN: Vergleich verschiedener Strategien wie Work Out, Outsourcing und Verkauf vor dem Hintergrund strategischer Entscheidungsfaktoren.
5 DER MARKT FÜR NPL IN DEUTSCHLAND: Überblick über die historische Entwicklung und den Status quo des deutschen Sekundärmarktes.
6 MARKTTEILNEHMER UND IHRE MOTIVATION: Analyse der Akteure auf Verkäufer- und Investorenseite sowie deren jeweilige Beweggründe und Strategien.
7 DER VERKAUFSPROZESS: Detaillierte Darstellung der Strukturvarianten, Phasen und Erfolgsfaktoren einer NPL-Transaktion.
8 DER FORDERUNGSVERKAUF DER NIEDERSCHLESISCHEN SPARKASSE: Praxisbeispiel der ersten NPL-Transaktion einer Sparkasse in Deutschland.
9 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Marktentwicklung und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des NPL-Verkaufs.
Non-Performing Loans, NPL, Problemkredite, Kreditrisikomanagement, Forderungsverkauf, Portfoliotransaktion, Basel II, Banken, Risikomanagement, Investoren, Due Diligence, NPL-Markt, Kreditinstitut, Finanzsektor, Work Out
Die Arbeit befasst sich mit dem Verkauf und Handel von notleidenden Krediten, sogenannten Non-Performing Loans (NPL), in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Gründe für das hohe NPL-Volumen in deutschen Banken, die verschiedenen Handlungsalternativen (wie Work Out oder Verkauf), der deutsche Markt für NPL sowie der konkrete Ablauf von Verkaufsprozessen.
Das Hauptziel ist es, die Vorteile und Strategien bei der Veräußerung von NPL für Banken zu untersuchen und zu analysieren, ob der Forderungsverkauf ein fester Bestandteil des modernen Kreditrisikomanagements werden kann.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, ergänzt durch die Untersuchung von Marktdaten, Umfrageergebnissen und ein konkretes Praxisbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des NPL-Wesens, die Analyse der Marktgegebenheiten, die Betrachtung der Akteure (Banken als Verkäufer, Investoren als Käufer) sowie die detaillierte Prozessbeschreibung einer Transaktion.
Die wichtigsten Begriffe sind Non-Performing Loans (NPL), Kreditrisikomanagement, Portfoliotransaktionen, Basel II-Regelungen und Due Diligence.
Die Niederschlesische Sparkasse führte im Jahr 2004 als erstes öffentlich-rechtliches Kreditinstitut in Deutschland eine NPL-Transaktion durch und nimmt damit eine Vorreiterrolle im öffentlichen Sektor ein.
Basel II führt zu einer stärkeren risikobasierten Eigenkapitalunterlegung. Da NPL ein höheres Risiko aufweisen, erhöht sich der Eigenkapitalbedarf für die Banken massiv, was den Anreiz zur Bilanzentlastung durch Verkäufe deutlich steigert.
Investoren agieren meist als spezialisierte "Trader" oder "Work-Out-Investoren", die NPL weit unter Nominalwert kaufen und ihre Rendite durch effizientes Servicing oder Werterholung der Sicherheiten erzielen.
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