Bachelorarbeit, 2007
15 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Gesetzliche Krankenversicherung
2.1 Überblick
2.2 Derzeitige Situation
2.3 Zwischenfazit
3. Bürgerversicherung
3.1 Der Begriff
3.2 Das Konzept
3.3 Probleme
4. Kopfpauschale
4.1 Der Begriff
4.2 Das Konzept
4.3 Probleme
5. Vergleich der Konzepte und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zwei zentralen Reformalternativen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale, um deren jeweilige Vor- und Nachteile sowie deren Eignung zur Lösung bestehender Finanzierungsprobleme parteineutral gegenüberzustellen.
3.3 Probleme
Offensichtlich hat das Modell der Bürgerversicherung viele Vorteile gegenüber dem jetzigen System. Es stellt sich aber die Frage, warum es bisher nicht realisiert wurde. Die Umsetzung stößt auf vielerlei Widerstand, vor allem bei unionsregierten Bundesländern und den PKV, die lukrative Kunden verlieren würden. Aber auch unabhängig von politischen Auseinandersetzungen hat die Bürgerversicherung entscheidende Nachteile. Allein der Zugriff auf Zins- und Miteinnahmen würde durch die steigende Anzahl an Versicherten den sowieso schon erhöhten bürokratischen Aufwand, nochmals enorm steigern (Pilz, 2004). Zwar käme es durch die Erweiterung des Versichertenkreises und durch den Wegfall der BBG zu einer kurzfristigen Beitragssenkung. Diese würde aber durch die steigenden Kosten des medizinischen Fortschritts aufgezehrt. Somit wird allerdings auch eine Senkung der Lohnnebenkosten und damit eine Entlastung der Arbeitgeber verhindert. Längerfristig gesehen könnte deren Steigerung sogar nur mit einer Deckelung des Arbeitgeberanteiles gestoppt werden (Biback, 2005).
Das wohl größte Defizit ist die Tatsache, dass die Bürgerversicherung dem zu erwartenden demographischen Wandel nichts entgegenzusetzen vermag. Rücklagen, ähnlich wie sie der RSA der PKV heute darstellt, sind nicht vorgesehen. Die Bürgerversicherung würde von der Hand in den Mund leben und hätte eine Alternative, nämlich die PKV quasi liquidiert (Pilz, 2004 und Pitschas, 2004).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems ein und stellt die beiden Reformkonzepte vor, die in der Arbeit untersucht werden.
2. Die Gesetzliche Krankenversicherung: Dieses Kapitel beschreibt den aktuellen Zustand der GKV, inklusive ihrer finanziellen Herausforderungen durch den demographischen Wandel und den medizinischen Fortschritt.
3. Bürgerversicherung: Hier wird das Konzept der Bürgerversicherung erläutert, das auf einer Erweiterung des Versichertenkreises und einkommensabhängigen Beiträgen basiert, sowie kritisch analysiert.
4. Kopfpauschale: Dieses Kapitel stellt das Prämienmodell der Kopfpauschale vor, bei dem die Versicherung unabhängig vom Einkommen erhoben wird, und diskutiert dessen Ausgestaltung und Probleme.
5. Vergleich der Konzepte und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung beider Reformvorschläge zur Lösung der zentralen Strukturprobleme des Gesundheitssystems.
Gesundheitsreform, Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Bürgerversicherung, Kopfpauschale, Kopfprämie, Gesundheitsprämie, demographischer Wandel, Finanzierung, Solidarprinzip, Lohnnebenkosten, Beitragsbemessungsgrenze, Versicherungspflichtgrenze, Gesundheitswesen
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit einer Reform des deutschen Gesundheitssystems und stellt zwei konträre Lösungsansätze gegenüber: die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Finanzierungslage der gesetzlichen Krankenversicherung, der demographische Wandel, die Lohnnebenkosten sowie die detaillierte Darstellung und Kritik der beiden genannten Reformmodelle.
Das Ziel ist eine parteineutrale Darstellung und ein Vergleich der beiden Reformkonzepte, um ihre Vorzüge und Nachteile sowie ihre Eignung zur Überwindung der aktuellen Probleme des Gesundheitssystems zu prüfen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende Reformmodelle sowie die theoretischen und ökonomischen Debatten zu diesem Thema aufzuarbeiten und zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der GKV, eine detaillierte Konzeptvorstellung und Problemanalyse der Bürgerversicherung sowie eine entsprechende Analyse der Kopfpauschale.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesundheitsreform, Bürgerversicherung, Kopfpauschale, demographischer Wandel und Finanzierungsprobleme der GKV charakterisieren.
Sie wird kritisch gesehen, da sie dem demographischen Wandel keine ausreichenden Rücklagen entgegensetzt und mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden ist.
Der Hauptkritikpunkt ist die soziale Belastung für Geringverdiener, da sie das paritätische Finanzierungsprinzip aufgibt und sehr konjunkturabhängig ist.
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