Examensarbeit, 2007
110 Seiten, Note: 2
Vorwort
1. Einleitung
2. Fachliche Grundlagen
2.1 Allgemeine Definitionen in der Literatur
2.1.1 Teilchen
2.1.2 Modell
2.1.3 Chemisches Gleichgewicht
2.1.4 Komplexe
2.1.5 Koordinationszahl (KZ)
2.1.6 Ligand
2.1.7 Zentralatom / Zentralion
2.1.8 Chelateffekt
2.1.9 Ligandenfeld-Theorie
2.1.10 Molekülorbital-Theorie (MO-T)
3. Die Geschichtliche Entwicklung der Chemie der Komplexe
4. Über Fehlvorstellungen zum korrekten Chemieverständnis
5. Analyse ausgewählter Schulbücher
5.1 „Elemente Chemie“
5.2 „Stoff – Formel – Umwelt“
5.3 „Chemie heute – Sekundarbereich II“
5.4 Vergleich der Schulbücher
6. Konzeption der Untersuchung
6.1 Methodik der Untersuchung
6.1.1 Ziele definieren
6.1.2 Erstellung des Fragebogens
6.1.2.1 Inhalte
6.1.2.2 Umfang der Befragung
6.1.2.3 Ablauf und zeitlicher Rahmen
6.1.2.4 Auswahl der Zielgruppe
6.1.2.5 Demographische Angaben
6.2 Die Voruntersuchung
6.2.1 Die Voruntersuchung – Planung
6.2.2 Die Voruntersuchung – Ergebnisse und Diskussion
6.3 Konzeption des Fragebogens
6.4 Durchführung der Hauptuntersuchung
6.4.1 Planung der Hauptuntersuchung
6.4.2 Durchführung der Untersuchung
7. Auswertung – Ergebnisse und Diskussion
Demographische Angaben:
Semesterzahl:
Geschlecht:
Studiengang:
Auswertung der Frage 1:
Auswertung der Frage 2:
Auswertung der Frage 3:
Auswertung der Frage 4:
Auswertung der Frage 5:
Teil a):
Teil b):
Auswertung der Frage 6:
Auswertung der Frage 7:
Teil a):
Teil b):
Teil c):
Teil d):
Auswertung der Frage 8:
Teil a):
Teil b):
Auswertung der Frage 9:
Teil a):
Teil b):
Gesamtauswertung:
8. Prävention: Perspektiven für den Chemieunterricht
9. Zusammenfassung und Ausblick
Das primäre Ziel der Arbeit ist die Diagnose von Fehlvorstellungen bei Lehramtsstudierenden im Bereich der Komplexchemie. Durch eine empirische Erhebung soll ermittelt werden, welches Vorwissen und welche Modellvorstellungen die Studierenden besitzen, um daraus Perspektiven für eine verbesserte didaktische Vermittlung dieses Themas abzuleiten.
1. Einleitung
„Wenn wir die ganze Psychologie des Unterrichts auf ein einziges Prinzip reduzieren müssten, würden wir dies sagen: Der wichtigste Faktor, der das Lernen beeinflusst, ist das, was der Lernende bereits weiß. Dies ermitteln Sie, und danach unterrichten Sie Ihren Schüler“ [AUSUBEL 1980].
Was David P. AUSUBEL knapp aber dennoch klar formuliert, klingt auf den ersten Eindruck einfach und einleuchtend. Doch im Allgemeinen ist das Gegenteil der Fall. Denn gerade in naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie oder Physik bringen Schüler – die Personengruppe lässt sich auf alle Lernenden der Naturwissenschaften, wie z.B. Studenten, erweitern - ihre Alltagsvorstellungen mit in den Unterricht. Doch in den meisten Fällen erweisen sich diese Alltagsvorstellungen als Fehlvorstellungen. Somit konstruieren sich die Lernenden eigene Erklärungen zu naturwissenschaftlichen Phänomenen, die jedoch wissenschaftlich nicht korrekt sind [BARKE 2006]. Und deshalb bedarf es einer großen Anstrengung, diese Fehlvorstellungen aufzuspüren, zu diskutieren und letzt endlich zu Gunsten von wissenschaftlich korrekter Sicht zu ändern.
In der Arbeit Komplexchemie – Diagnose und Prävention von Fehlvorstellungen werden die jeweiligen Fehlvorstellungen der Studierenden der Chemie in dem Bereich der Komplexchemie untersucht. Das besonderes Interesse gilt dabei den Lehramtskandidaten. Erstens weil ich selbst dieses Fach studiere und zweitens weil diese künftigen Lehrer später selbst festzustellen haben, mit welchem Vorwissen die Schüler in den Unterricht kommen und mit welcher Kompetenz sie von Jahrgang zu Jahrgang zum Schulabschluss gelangen. Nur wenn die Chemielehrer selbst keine Fehlvorstellungen in den Unterricht hineintragen, ist es gewährleistet, dass die Schüler wissenschaftlich korrekt und didaktisch angemessen unterrichtet werden können.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Arbeit, indem sie die Bedeutung von Vorwissen für den Lernprozess hervorhebt und das Ziel festlegt, Fehlvorstellungen bei Studierenden der Chemie im Bereich der Komplexchemie zu identifizieren.
2. Fachliche Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Komplexchemie (wie Teilchen, Modell, Komplex, Ligand) definiert, wobei bewusst auch kontroverse oder in Lehrbüchern variierende Definitionen gegenübergestellt werden.
3. Die Geschichtliche Entwicklung der Chemie der Komplexe: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Meilensteine der Komplexchemie, mit einem besonderen Fokus auf den Arbeiten von Alfred WERNER.
4. Über Fehlvorstellungen zum korrekten Chemieverständnis: Hier werden theoretische Konzepte zur Entstehung und Beseitigung von Fehlvorstellungen, insbesondere die Ansätze des conceptual change und conceptual growth, diskutiert.
5. Analyse ausgewählter Schulbücher: Dieses Kapitel vergleicht die didaktische Aufbereitung des Themas Komplexchemie in drei gängigen Schulbüchern („Elemente Chemie“, „Stoff – Formel – Umwelt“, „Chemie heute – Sekundarbereich II“).
6. Konzeption der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt methodische Entscheidungen bei der Planung der Umfrage, die Durchführung einer Voruntersuchung zur Validierung des Fragebogens und den Aufbau der Hauptuntersuchung.
7. Auswertung – Ergebnisse und Diskussion: Dieser Hauptteil präsentiert die statistische Auswertung der Befragungsergebnisse, stellt die identifizierten Fehlvorstellungen der Studierenden zu den einzelnen Fragen detailliert dar und diskutiert diese.
8. Prävention: Perspektiven für den Chemieunterricht: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden Perspektiven für den Unterricht entwickelt, um frühzeitig Fehlvorstellungen zu verhindern und das Interesse der Lernenden zu fördern.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung der universitären Lehre und der schulspezifischen Curricula.
Komplexchemie, Fehlvorstellungen, Chemiedidaktik, Lehramtskandidaten, Modellvorstellungen, empirische Untersuchung, conceptual change, conceptual growth, Teilchenmodell, Koordinationszahl, Komplexbildung, Alltagsvorstellungen, Lehrerbildung, Chemieunterricht, Diagnostik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse von Fehlvorstellungen, die Chemie-Lehramtsstudierende im Bereich der Komplexchemie aufweisen, sowie mit Möglichkeiten, diese durch gezielte didaktische Maßnahmen zu korrigieren.
Im Zentrum stehen die fachlichen Grundlagen der Komplexchemie, die historische Entwicklung, die didaktische Aufbereitung in Schulbüchern sowie die empirische Untersuchung von studentischen Vorstellungen zu diesen Inhalten.
Das Hauptziel besteht darin, Fehlvorstellungen bei angehenden Chemielehrern zu diagnostizieren, da diese als Multiplikatoren die Qualität des späteren Chemieunterrichts entscheidend beeinflussen.
Der Autor führt eine empirische Untersuchung durch. Hierzu wurde ein Fragebogen entwickelt, der nach einer Voruntersuchung zur Optimierung, im Rahmen von Vorlesungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität eingesetzt wurde.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der Fragebogenergebnisse. Dabei werden für einzelne Aufgabenstellungen (z.B. Ligandenaustausch, chemisches Gleichgewicht) die Antworten der Studierenden analysiert und typische Fehlkonzepte sowie Defizite im Modellverständnis aufgezeigt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Komplexchemie, Fehlvorstellungen, Chemiedidaktik, Modellverständnis, Empirische Untersuchung und Lehramtsstudium charakterisieren.
Viele der untersuchten Fehlvorstellungen lassen sich darauf zurückführen, dass Studierende Modelle (wie das Teilchenmodell) nicht sachgerecht auf komplexe ionische Verbindungen anwenden können, sondern oft nur mit simplen, unzureichenden Vorstellungen arbeiten.
Das Fazit ist ernüchternd: Viele Studierende besitzen im Bereich der Komplexchemie eher formales Wissen als ein tiefgreifendes Verständnis. Der Autor fordert daher eine stärkere Gewichtung von Modellvorstellungen und Chemiedidaktik in der universitären Ausbildung.
Die Analyse zeigt, dass Schulbücher sehr unterschiedlich mit dem Thema umgehen. Der Autor empfiehlt eine Überarbeitung, um die Theorie zeitgemäßer und stärker an die Unterrichtspraxis angebunden zu präsentieren.
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