Examensarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Wahrnehmung – Definition
2.1 Das Zentralnervensystem – (ZNS)
2.2 Grundbegriffe und Verlauf der Wahrnehmung
2.3 Die Sensorische Integration
2.4 Die Entwicklung der Sinneswahrnehmung
2.5 Wahrnehmung und Bewegung
2.6 Die unterschiedlichen Sinnessysteme
2.6.1 Das taktile System
2.6.2 Das kinästhetische System
2.6.3 Das vestibuläre System
2.6.4 Das visuelle System
2.6.4 Das auditive System
2.6.5 Das gustatorische System
2.6.6 Das olfaktorische System
2.7 Wahrnehmungsstörungen
2.7.1 Ursachen
2.7.2 Störungsbilder
3. Die Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) oder Legasthenie
3.1 Historische Entwicklung und Begriffsklärung – Definition
3.2 Der Prozess des Lesen- und Schreibenlernens
3.2.1 Grundlagen für das Lesen- und Schreibenlernen
3.2.2 Entwicklungsmodell der Schriftsprache
3.3 Ursachen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
3.3.1 Phonologische Bewusstheit
3.3.2 Phonologisches Rekodieren
3.4 Diagnostik
3.4.1 Die Differenzierungsprobe für Sechs- bis Siebenjährige (DP 2)
3.4.2 Das Bielefelder Screening (BISC)
3.4.3 Diagnostischer Rechtschreibtest (DRT)
4. Wahrnehmungsförderung
4.1 Programme zur Förderung der Wahrnehmung
4.1.1 Die Förderung nach Breuer und Weuffen
4.1.2 Die Förderung der Sinne nach Montessori
4.1.3 Die Förderung der Lernvoraussetzungen nach Sommer-Stumpenhorst
4.1.4 Das Würzburger Trainingsprogramm
4.2 Spiele zur Wahrnehmungsförderung
4.3 Elternarbeit
5. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Wahrnehmung für den Schriftspracherwerb bei Kindern und analysiert, wie Wahrnehmungsstörungen mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) zusammenhängen. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Förderprogramme vorzustellen und auf ihre Brauchbarkeit hin zu überprüfen, um Lehrkräften Orientierung bei der Unterstützung betroffener Schüler zu bieten.
2. Wahrnehmung – Definition
Die Wahrnehmung bildet die Grundlage für die kindlichen Lern- und Kommunikationsprozesse sowie für die Bewegungshandlungen. Sie ist stets an die Interaktion mit der Umwelt gebunden und bestimmt das tägliche Handeln der Kinder. Sie umfasst die Aufnahme von Umwelt- und Körperreizen über verschiedene Rezeptoren und hat die Aufgabe, aus einer Fülle von Reizen die Information auszuwählen, zu verarbeiten und zu speichern, die für die momentane Situation von Bedeutung ist (vgl. Zimmer 2004, 15ff.).
Zimmer definiert Wahrnehmung als „[…] den Prozess der Informationsaufnahme aus Umwelt- und Körperreizen (äußere und innere Wahrnehmung) und der Weiterleitung, Koordination und Verarbeitung dieser Reize im Gehirn. In diesen Prozess gehen individuelle Erfahrungen, Erlebnisse und subjektive Bewertungen ein. In der Regel folgen der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen Reaktionen in der Motorik oder im Verhalten eines Menschen, die wiederum zu neuen Wahrnehmungen führen.“ (Zimmer 2004, 32).
Die Wahrnehmung ist für uns selbstverständlich. Wir nehmen die Eindrücke aus der Umwelt auf und verwenden die für uns wichtigen Informationen für das alltägliche Leben. Kinder brauchen daher genügend Freiräume und vielfältige Möglichkeiten, um sich mit ihrer Umwelt aktiv auseinander zu setzen und diese mit allen Sinnen erfahren zu können. Das selbständige Erleben und Ausprobieren fördert die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit. Kinder nehmen Eindrücke über ihre Sinne auf, verarbeiten und speichern diese, so dass sich Erfahrungen und Erkenntnisse entwickeln, auf die das Kind in späteren Situationen wieder zugreifen kann. Durch eine gut ausgebildete Wahrnehmung werden Kinder sicherer in ihren Bewegungen und in den an sie gestellt Anforderungen. Dies bezieht sich auf alle Bereiche des Lernens.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Wahrnehmung für den Schriftspracherwerb und beschreibt, wie Wahrnehmungsschwächen zu Problemen beim Lesen und Schreiben führen können.
2. Wahrnehmung – Definition: Dieses Kapitel definiert den Wahrnehmungsprozess, erläutert die Rolle des ZNS, die Sensorische Integration sowie die einzelnen Sinnessysteme und deren Störungsbilder.
3. Die Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) oder Legasthenie: Hier wird der Prozess des Lesen- und Schreibenlernens sowie dessen Störungen thematisiert, inklusive der Diagnostik und der historischen Einordnung des Begriffs.
4. Wahrnehmungsförderung: Das Kapitel widmet sich konkreten Programmen zur Wahrnehmungsförderung, verschiedenen Förderbeispielen und der Bedeutung der Elternarbeit.
5. Schlussbemerkung: Die Autorin fasst die Kernpunkte zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Wahrnehmungsförderung in der Grundschulpraxis.
Wahrnehmung, Wahrnehmungsstörungen, Lese- und Rechtschreibschwäche, Legasthenie, Schriftspracherwerb, Phonologische Bewusstheit, Diagnostik, Wahrnehmungsförderung, Würzburger Trainingsprogramm, Sensorische Integration, Grundschule, Pädagogik, Sinnessysteme, Lernvoraussetzungen, Elternarbeit
Die Hausarbeit untersucht die enge Verbindung zwischen der Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern und ihrem Erfolg beim Erwerb der Lese- und Rechtschreibkompetenz.
Die Themen umfassen die Definition von Wahrnehmung, die Beschreibung einzelner Sinnessysteme, die Ursachen und Diagnostik von LRS sowie praktische Ansätze zur Wahrnehmungsförderung im schulischen Alltag.
Das Ziel ist es, den Einfluss von Wahrnehmungsprozessen auf das Schreiben- und Lesenlernen aufzuzeigen und Lehrkräften wissenschaftlich fundierte Förderprogramme vorzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit bestehenden Theorien zur Wahrnehmungsentwicklung und aktuellen Modellen der LRS-Förderung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sinnessysteme (Kapitel 2), die Analyse von LRS und Legasthenie (Kapitel 3) sowie eine umfassende Übersicht verschiedener Förderprogramme (Kapitel 4).
Wahrnehmung, Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS), Schriftspracherwerb, Wahrnehmungsförderung und Phonologische Bewusstheit sind die zentralen Begriffe.
Das Programm wird aufgrund der wissenschaftlich nachgewiesenen Erfolge bei der Förderung der phonologischen Bewusstheit als ein besonders effektives Instrument zur Prävention von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten hervorgehoben.
Die Elternarbeit wird als unverzichtbar angesehen, da die emotionale Unterstützung im Elternhaus maßgeblich zum Erfolg der schulischen Fördermaßnahmen beitragen kann.
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