Examensarbeit, 2007
92 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
1. Fragestellung und Ziele der Arbeit
2. Aufbau der Arbeit
II. Kind und Tod
1. Der Tod in der heutigen Gesellschaft
2. Kinder erleben den Tod
2.1 Erste Erfahrungen von Trennung und Verlust
2.2 Phasenmodelle des Trauerns
2.2.1 Kindheitsvorstellungen in der Vergangenheit
2.2.2 Mögliche Phasenkonstellationen
2.3 Verena Kast und ihr vierphasiges Modell
2.4 Entwicklung des Todeskonzeptes bei Kindern
2.4.1 Todesvorstellungen in den einzelnen Altersgruppen
2.4.2 Umgang mit kindlichen Todesvorstellungen
2.5 Trauerkonzepte und der Trauerzyklus als Modell
3. Kindliche Trauer und Hilfen zu ihrer positiven Bewältigung
3.1 Orientierungshilfen
3.2 Leitfragen
3.3 Impulse für kreative Möglichkeiten der Trauerarbeit mit Kindern
III. Tod im Religionsunterricht der Grundschule
1. Vorbereitung
2. Geeigneter Zeitpunkt
3. Klassenklima
4. Lernziel
5. Lehrplan NRW Religion
6. Bildungsstandards
IV. Kinderbücher über den Tod
1. Potential der modernen Kinderliteratur hinsichtlich der Todesthematik
2. Reine Bilderbücher
3. Illustrativ unterstützte Textbücher
4. Kriterien zur Analyse von Kinderbüchern zum Thema Tod und Sterben
5. Das Buch „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley
6. Das Buch „Hat Opa einen Anzug an“
7. Kurzer Vergleich der beiden Bücher
8. Zum Einsatz der beiden Bücher im Religionsunterricht der Grundschule
V. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Thema Sterben und Tod im Religionsunterricht der Grundschule als fester Bestandteil integriert werden kann, um Kindern zu helfen, Ängste zu bewältigen und einen angstfreien Blick auf die Endlichkeit des Lebens zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Eignung des Mediums Buch als Brücke für kindgerechte Trauerarbeit und die methodische Umsetzung in der Schule.
2. Kinder erleben den Tod
Oftmals wird behauptet, Kinder seien zu jung, um mit dem Thema Tod konfrontiert zu werden. Indem man sie in „Watte“ packe, wolle man sie vor der Trauer und dem Kummer bewahren. Das ist erkennbar an Floskeln, wie: „Kinder dürfen nicht mit zur Beerdigung der Oma“ und „der Wellensittich ist nicht tot, sondern in den Vogelhimmel geflogen.“ Es gibt eine vielfältige Palette von Möglichkeiten, wie auch Kinder mit Sterben und Tod konfrontiert werden: Kinder sehen einen toten Vogel am Wegesrand liegen, eigene Familienmitglieder sterben wie Oma, Opa oder sogar ein Geschwisterkind. Erwachsene wünschen sich für Kinder, dass deren Kindheit unbelastet und freudig verläuft. Da hat so ein trauriges Thema wie Tod und Sterben keinen Platz. So schmerzlich diese Erfahrungen für den Einzelnen sind, so sind sie aus dem Leben der Schülerinnen und Schüler einfach nicht wegzudenken.
So gern Erwachsene auch versuchen die Kinder vor Leid, Trauer und Schmerzen zu bewahren, es wird der Zeitpunkt kommen, vielleicht sehr viel eher als erwartet, wo Kinder dem Thema Tod direkt gegenüberstehen und ihm aufgrund der fehlenden Erfahrung und Auseinandersetzung völlig hilflos ausgesetzt sind. Viele Erwachsene sind sich nicht dessen bewusst, dass die Natur einen anderen Weg, Kinder mit dem Thema Trauer zu konfrontieren, geebnet hat. Es gibt zwei unumkehrbare Ereignisse im Leben: die Geburt und der Tod. Geborenwerden und Sterben setzen beide einen klaren Punkt, indem sie eine Grenze überschreiten, die nur in eine Richtung überschreitbar ist. Gleichzeitig sind sie nur in einem Moment in einem großen zusammenhängenden Prozess, der sich lange vorbereitet und lange weiterwirkt.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Tod und Sterben in der heutigen Gesellschaft ein und begründet, warum die Grundschule als Lebensort eine wichtige Rolle in der Trauerbegleitung einnimmt.
II. Kind und Tod: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Aspekte der kindlichen Trauer, Phasenmodelle und die Entwicklung des Todeskonzeptes bei Kindern in verschiedenen Altersgruppen.
III. Tod im Religionsunterricht der Grundschule: Der Abschnitt diskutiert die praktischen Bedingungen, Vorbereitungen und methodischen Ansätze für eine gelungene Thematisierung von Tod und Sterben im schulischen Religionsunterricht.
IV. Kinderbücher über den Tod: Hier werden die Möglichkeiten und Kriterien für den Einsatz von Kinderliteratur vorgestellt und zwei spezifische Werke exemplarisch analysiert und verglichen.
V. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass das Medium Buch einen wertvollen Beitrag leistet, um Kindern die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen und den Dialog über Tod und Trauer zu fördern.
Tod, Sterben, Trauerarbeit, Religionsunterricht, Grundschule, Kindliche Entwicklung, Todeskonzept, Kinderliteratur, Trauerphasen, Trauerbegleitung, Abschied, Verlust, Hoffnung, Ethik, Pädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit, das Thema Sterben und Tod als Bestandteil in den Religionsunterricht der Grundschule zu integrieren.
Die Arbeit deckt die psychologische Entwicklung des kindlichen Todesverständnisses, die Bedeutung von Trauerritualen und die Analyse von Kinderbüchern als didaktisches Werkzeug ab.
Ziel ist es, Pädagogen aufzuzeigen, wie sie Kindern durch Literatur einen geschützten Zugang zu Themen wie Verlust, Abschied und Trauer ermöglichen können.
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Grundlagen aus der Psychologie (Trauerphasenmodelle) und Pädagogik sowie eine textanalytische Untersuchung von Kinderliteratur anhand spezifischer Kriterien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung kindlicher Trauer, die schulpraktische Vorbereitung im Religionsunterricht und die detaillierte Analyse zweier ausgewählter Kinderbücher.
Zentrale Begriffe sind Kindliche Trauer, Religionsunterricht, Todeskonzept, Trauerbegleitung, Kinderliteratur und Sterbeprozess.
Die Familie ist die primäre Bezugseinheit; die Arbeit betont, dass Kinder aktiv in Rituale eingebunden werden sollten, statt vor der Realität „in Watte“ gepackt zu werden.
Das Buch dient als Beispiel für den Einsatz von Tiercharakteren, um das Thema Sterben für Kinder auf eine distanzierte, aber dennoch persönliche und tröstliche Weise zugänglich zu machen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

