Magisterarbeit, 2003
170 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
Teil I: Theoretischer Teil
2 Annäherung an das Phänomen Terrorismus
2.1 Entwicklung und Bedeutung des Begriffs
2.2 Definition des Begriffs Terrorismus
2.3 Strukturen des islamistischen Terrorismus
3 Stand der Forschung
3.1 Studien und Sichtweisen in der Terrorismusforschung
3.1.1 Diverse Ansätze und Entwicklungen
3.1.2 Aktueller Forschungsstand
3.2 Terrorismus und Kommunikation
3.2.1 Terrorismus als Kommunikationsakt
3.2.2 Typen der Kommunikation im Terrorismus
3.2.3 Medien und Terrorismus – eine Symbiose?
4 Zur Terrorismus-Berichterstattung
4.1 Selektionskriterien der Nachrichtenproduktion
4.1.1 Konzept der Nachrichtenfaktoren
4.1.2 Nachrichtenwertigkeit terroristischer Ereignisse
4.2 Kriterien zur emotionalen Wirkung
4.2.1 Mittel der Emotionalisierung
4.2.2 Theoretische Ansätze zum „Spiel“ mit Angst und Unsicherheit
4.3 Stereotype, Vorurteile und Feindbilder
4.3.1 Unterscheidung von Stereotypen und Vorurteilen
4.3.2 Theoretische Grundlagen von Feindbildern
4.3.3 Das Feindbild Islam
Teil II: Empirische Ergebnisse
5 Forschungsfragen und Hypothesen
6 Methodisches Design
6.1 Untersuchungsmethode: Inhaltsanalyse
6.2 Auswahl des Untersuchungsmaterials
6.2.1 Untersuchungsgegenstand
6.2.2 Auswahl von Sendungen und Beiträgen
6.2.3 Untersuchungszeitraum
6.2.4 Untersuchungseinheiten
6.3 Operationalisierung
6.3.1 Kategoriensystem und Variablen
6.3.2 Codierung
7 Ergebnisse der Untersuchung
7.1 Nachrichtenwert und formale Präsentation des Themas
7.1.1 Einfluss der Nachrichtenfaktoren auf die Berichterstattung
7.1.2 Zusammenfassung der Ergebnisse zur ersten Forschungsfrage
7.2 Inhaltliche Präsentation: Einsatz von Emotionalisierung
7.2.1 Explizite und implizite Emotionen
7.2.2 Visualisierung von Emotionen
7.2.3 Emotionalisierung in Sprache und Ton
7.2.4 Darstellung der Unsicherheit und Gefahr
7.2.5 Zusammenfassung der Ergebnisse zur zweiten Forschungsfrage
7.3 Inhaltliche Präsentation: negative Stereotype und Feindbilder bezüglich der islamischen und arabischen Welt
7.3.1 Genauigkeit der Darstellungen von islamistischen Terrorismus
7.3.2 Feindbildmerkmale
7.3.3 Art der Schuldzuweisung
7.3.4 Auffälligkeiten in Sprache und Bildsprache
7.3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse zur dritten Forschungsfrage
8 Resümee und Ausblick
9 Literatur
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Merkmale der Fernsehberichterstattung über terroristische Ereignisse am Beispiel der Anschläge in Kenia vom 28. November 2002 zu analysieren und insbesondere auf Emotionalisierung sowie negative Stereotype und Feindbilder gegenüber der islamischen Welt zu untersuchen.
3.2.1 Terrorismus als Kommunikationsakt
“The immediate victim is merely instrumental, the skin on a drum beaten to achieve a calculated impact on a wider audience. As such, an act of terrorism is in reality an act of communication“ (Schmid/de Graaf 1982: 14).
Gewalt als Mittel der Kommunikation ist seit Entstehung der Massenmedien ein Teil terroristischer Strategie, da diese Kommunikationsform kaum ignoriert werden kann. Aus diesem Grunde ist Terrorismus nicht bloß als pure Gewalt zu verstehen (ebd.), sondern als eine Folge misslungener Kommunikation (vgl. Fuchs 2002).
Als Kommunikationsakt umfasst Terrorismus die vier Grundkomponenten: TRANSMITTER (Terrorist) – BOTSCHAFT (gesendet über Gewalt) – BEABSICHTIGTER REZIPIENT (Zielobjekt) – FEED BACK (Empfänger-Reaktionen). Unbedingter Bestandteil des Kommunikationsprozesses ist eine Vermittlungsinstanz – ein Medium (vgl. Burkart 1998: 35). Das Medium ist Ausdrucksmittel der kommunikativen Aktivität und gilt als Transportmittel der Botschaft. Bedient man sich eines solchen Mediums, um Bedeutungsinhalte miteinander zu teilen, benutzt man Zeichen. Demzufolge stellt der Kommunikationsprozess auch immer ein Zeichenprozess dar.
1 Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfragen sowie Eingrenzung der untersuchten terroristischen Ereignisse.
2 Annäherung an das Phänomen Terrorismus: Theoretische Definition und Strukturierung des Terrorismus-Begriffs sowie des islamistischen Terrorismus.
3 Stand der Forschung: Überblick über kommunikationswissenschaftliche Ansätze, die das Verhältnis zwischen Medien, Terrorismus und deren symbiotischer Beziehung beleuchten.
4 Zur Terrorismus-Berichterstattung: Analyse von journalistischen Selektionskriterien, Emotionalisierungstechniken und medienpsychologischen Wirkungsmechanismen bei der Berichterstattung.
5 Forschungsfragen und Hypothesen: Formulierung der forschungsleitenden Hypothesen, die auf den theoriegeleiteten Erkenntnissen aufbauen.
6 Methodisches Design: Beschreibung der angewandten Inhaltsanalyse, des Untersuchungsmaterials und des Kategoriensystems zur empirischen Untersuchung.
7 Ergebnisse der Untersuchung: Darstellung und Diskussion der quantitativen und qualitativen Ergebnisse bezüglich der drei Hauptforschungsfragen.
8 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse der Arbeit sowie Einordnung der Befunde in den aktuellen Forschungskontext und Ausblick auf zukünftige Studien.
9 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Terrorismus, Medienberichterstattung, Inhaltsanalyse, Emotionalisierung, Nachrichtenfaktoren, Fernsehnachrichten, Feindbilder, Islam, Angst, Gewaltwirkung, transnationale Kommunikation, Stereotype, al-Qaida, Bin Laden, Konstruktivismus.
Die Magisterarbeit untersucht, wie deutsche Fernsehsender über terroristische Ereignisse, speziell die Anschläge in Kenia im Jahr 2002, berichtet haben.
Die zentralen Felder sind die Nachrichtenauswahl, die mediale Emotionalisierung der Berichterstattung und die Verwendung negativer Stereotype gegenüber der islamischen und arabischen Welt.
Das Ziel ist es, inhaltliche und formale Merkmale der Terrorismus-Berichterstattung zu identifizieren und zu prüfen, ob bestimmte Nachrichtenfaktoren und Emotionalisierungstechniken dominieren.
Die Autorin verwendet eine qualitative und quantitative Inhaltsanalyse von Nachrichtensendungen der Sender ARD, ZDF, RTL und N-TV.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Terrorismus, Kommunikation und medialer Emotionalisierung erarbeitet, gefolgt von einer empirischen Analyse des Untersuchungsmaterials.
Schlüsselbegriffe sind Terrorismus, Medienberichterstattung, Nachrichtenfaktoren, Emotionalisierung, Feindbilder, Islam, Inhaltsanalyse und Konstruktion sozialer Wirklichkeit.
Bin Laden dient als Personifizierung des Terrors, wobei die Arbeit kritisiert, dass dieser Fokus oft Hintergründe und komplexere Ursachenzusammenhänge verdeckt.
Ja, die Arbeit stellt fest, dass private Sender wie N-TV und RTL deutlich stärker auf Emotionalisierung und Dramatisierung setzen als die öffentlich-rechtlichen Sender.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

