Examensarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Rückschlagspiele mit Schläger und Ball
2.1 Definition Rückschlagspiele
2.2 Einfeldspiele
2.2.1 Squash
2.2.2 Racquetball
2.2.3 Paddleball
2.3 Zweifeldspiele
2.3.1 Badminton
2.3.2 Tennis
2.3.3 Tischtennis
2.3.4 Paddle-Tennis
2.3.5 Plattform-Tennis
2.3.6 Pickle-Ball
2.4 Alternative Spiele
2.4.1 GOBA
2.4.2 Speckbrett
2.5 Rückschlagspiele im Schulsport
3 Koordination
3.1 Modelle zur Schulung der Koordination
3.1.1 Modell der sieben koordinativen Fähigkeiten nach HARRE
3.1.2 Modell der koordinativen Aufgaben- bzw. Anforderungsklassen
3.2 Koordinative Schulung
3.2.1 Bedeutung der koordinativen Fähigkeiten im Sport und Alltag
3.2.2 Lernalter
4 Koordinative Schulung bei Rückschlagspielen mit Schläger und Ball
4.1 Koordinative Schulung nach dem Modell der koordinativen Aufgaben- bzw. Anforderungsklassen
4.1.1 Theoretischer Hintergrund
4.1.2 Übungsbeispiele für das Modell der koordinativen Aufgaben- bzw. Anforderungsklassen
4.2 Koordinative Schulung nach dem Modell der sieben koordinativen Fähigkeiten
4.2.1 Theoretischer Hintergrund
4.2.2 Übungsbeispiele für das Modell der sieben koordinativen Fähigkeiten
5 Koordinative Schulung im Tennis
5.1 Theoretischer Hintergrund
5.2 Ballkontrolle
5.3 Distanzregulation
5.4 Timing
6 Möglichkeiten des Tennisspiels in der Schule
6.1 Kooperation Schule Verein
6.2 Schülermentoren
6.3 Schulprojekte
6.4 Tennis bei „Jugend trainiert für Olympia“
6.5 Tennis als Angebot an Ganztagsschulen
6.6 Tennis im Sportunterricht
7 Unterrichtseinheit: Einführung in das Tennis unter Berücksichtigung der koordinativen Schulung in Klasse 5
7.1 Ziel der Unterrichtseinheit
7.2 Zeitraum
7.3 Unterrichtseinheiten
7.4 Bezug zum Bildungsplan
7.5 Allgemeine methodische Hinweise
7.6 Sicherheitshinweise
7.7 Unterrichtsstunde – Gewöhnung an Schläger und Ball
7.7.1 Situationsanalyse
7.7.2 Sachanalyse
7.7.3 Didaktisch-methodische Überlegungen
7.7.4 Lehr- und Lerngelegenheiten
7.7.5 Begründung des geplanten Unterrichtsverlaufs
7.7.6 Hypothetische Reflexion
8 Grenzen des Tennisspiels in der Schule
8.1 Organisatorischer Aufwand
8.2 Große Schülerzahlen in einer Klasse
8.3 Zeitlicher Aspekt im Schuljahr
8.4 Örtliche Begebenheiten
8.5 Fehlende Ausstattung
8.6 Unqualifizierte Lehrkräfte
8.7 Desinteresse der Schüler
9 Nachwort
Die Arbeit untersucht, wie eine koordinative Schulung speziell für Rückschlagspiele mit Schläger und Ball in den Sportunterricht an Realschulen integriert werden kann. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen des Tennisspiels in der Schule aufzuzeigen und einen didaktischen Rahmen für die Einführung in Klasse 5 zu schaffen, um Schülern durch koordinatives Training den Zugang zu dieser Sportart zu erleichtern.
Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
Unter kinästhetischer Differenzierungsfähigkeit versteht man „die Fähigkeit zum Erreichen einer Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen, die in großer Bewegungsgenauigkeit und Bewegungsökonomie zum Ausdruck kommt. Sie beruht auf der bewussten, präzisen Wahrnehmung der Kraft-, Zeit- und Raumparameter des aktuellen Bewegungsvollzuges und dem Vergleich mit dem auf verschiedenen Regulationsebenen kodierten Handlungsprogramm“ (MEINEL / SCHNABEL, 1998, S. 212 f).
Für Rückschlagspiele mit Schläger und Ball lässt sich daraus ableiten, dass die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit für die Feinanpassung zuständig ist. Beim Aufschlag beispielsweise entscheiden Schlagwinkel, Drall und Schlaglänge über das Gelingen. Diese Bewegungen, bei denen es schon bei einer geringen Abweichung zu einem Fehler kommen kann, laufen inerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne (Schlagablaufzeit: 0,5-0,9 sec, Kontaktzeit: 0,005-0,003 sec) ab (vgl. DTB, 1996, S. 94). Das heißt, es müssen über bewegungsempfindliche Analysatoren die optimalen Bewegungen erkannt bzw. die falschen abgeändert werden, um erfolgreich abschließen zu können.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die abnehmende Popularität des Tennissports und stellt die Bedeutung einer frühzeitigen koordinativen Schulung für die Entwicklung von Spielfähigkeiten im Sportunterricht dar.
2 Rückschlagspiele mit Schläger und Ball: Dieses Kapitel definiert Rückschlagspiele und differenziert zwischen verschiedenen Spielformen wie Einfeld-, Zweifeld- und alternativen Spielen, um die Vielfalt für den Schulsport zu verdeutlichen.
3 Koordination: Hier werden theoretische Grundlagen zur Bewegungskoordination sowie zwei zentrale Modelle (Hirtz/Harre und Roth) vorgestellt, welche die Basis für das folgende Training bilden.
4 Koordinative Schulung bei Rückschlagspielen mit Schläger und Ball: Auf Basis der zuvor genannten Modelle werden praxisnahe Übungsbeispiele entwickelt, die unter verschiedenen "Druckbedingungen" (Zeit-, Präzisions-, Komplexitätsdruck etc.) angewendet werden können.
5 Koordinative Schulung im Tennis: Das Kapitel überträgt die allgemeinen Koordinationsmodelle auf den Tennissport und fokussiert auf die Dimensionen Ballkontrolle, Distanzregulation und Timing.
6 Möglichkeiten des Tennisspiels in der Schule: Es werden verschiedene Wege aufgezeigt, wie Tennis in den Schulalltag integriert werden kann, darunter Kooperationen mit Vereinen, der Einsatz von Schülermentoren und die Teilnahme an Wettbewerben.
7 Unterrichtseinheit: Einführung in das Tennis unter Berücksichtigung der koordinativen Schulung in Klasse 5: Der praktische Teil der Arbeit entwirft eine konkrete Unterrichtseinheit für die 5. Klasse, inklusive didaktischer Hinweise und einer detaillierten Planung der Einführungsstunde.
8 Grenzen des Tennisspiels in der Schule: Das Kapitel reflektiert kritisch über Herausforderungen wie organisatorischen Aufwand, Klassengrößen, räumliche Gegebenheiten und das Desinteresse einiger Schüler.
9 Nachwort: Der Autor resümiert, dass trotz der genannten Hürden der Tennisunterricht an Schulen durch gute Organisation und ein Verständnis für koordinative Schulung eine wertvolle Bereicherung darstellt.
Koordination, Rückschlagspiele, Tennis, Schulsport, Ballkontrolle, Distanzregulation, Timing, Unterrichtseinheit, koordinative Fähigkeiten, Grundschläge, Sportpädagogik, Bewegungslehre, Sportunterricht, Kleinfeldtennis, Schülermentoren
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung koordinativer Schulungen im Rahmen von Rückschlagspielen, mit besonderem Fokus auf die Einführung von Tennis im Sportunterricht der 5. Klasse.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Rückschlagspielen, theoretische Modelle zur Koordination, das koordinative Anforderungsprofil im Tennis sowie die organisatorischen Möglichkeiten und Grenzen der Integration dieses Sports in den Schulalltag.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch ein gezieltes, koordinationsorientiertes Training die Grundlagen für Rückschlagspiele schaffen können, um Schülern einen erfolgreichen Einstieg in das Tennisspiel zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung sportwissenschaftlicher Fachliteratur zur Motorik und Koordination sowie der praktischen didaktischen Planung einer Unterrichtseinheit.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung koordinativer Fähigkeiten, die Vorstellung konkreter Übungsbeispiele unter verschiedenen Druckbedingungen und die tennisspezifische Anwendung dieser Prinzipien.
Die zentralen Begriffe sind Koordination, Rückschlagspiele, Tennis, Schulsport, Ballkontrolle, Distanzregulation und Timing.
Die Arbeit betont, dass Kinder zwischen ca. 6 und 13 Jahren sich im "koordinativen Lernalter" befinden, da in dieser Phase die Plastizität des Nervensystems eine besonders effiziente Trainierbarkeit der Koordination erlaubt.
Die Unterrichtseinheit ist speziell auf Klasse 5 zugeschnitten und stellt die "Gewöhnung an Schläger und Ball" durch spielerische Stationen in den Vordergrund, um die koordinative Basis vor den technischen Aspekten zu festigen.
Als wesentliche Grenzen identifiziert der Autor unter anderem den hohen organisatorischen Aufwand für Lehrer, zu große Klassengrößen, knappe Zeitbudgets in den Sportstunden und die teils fehlende sportliche Ausstattung.
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