Magisterarbeit, 2004
102 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob konsequentialistische Ethiken, wie der Gerechtigkeitsutilitarismus, prinzipiell als Makroethik einsetzbar sind. Der Gerechtigkeitsutilitarismus zeichnet sich dabei durch seine Berücksichtigung der Wertvorstellungen der Betroffenen bei der Entscheidungsfindung aus, was ihn sowohl für die Entscheidungsfindung selbst als auch für die Analyse und Rekonstruktion von vergangenen Entscheidungen geeignet macht. Durch die Bewusstmachung von Entscheidungsprozessen werden die mit ihnen verbundenen Wertvorstellungen offengelegt, was dazu beitragen kann, Entscheidungen, die sonst aus dem Bauch heraus getroffen werden, auf eine rationale Basis zu stellen.
Kapitel 2: Der Konsequentialismus
Dieses Kapitel behandelt die Struktur des Konsequentialismus und grenzt ihn von den deontologischen Ethikkonzepten ab. Es wird das Savage Modell für Entscheidungen unter Risiko verwendet, um die Struktur des Konsequentialismus zu erläutern. Die Vor- und Nachteile des Konsequentialismus gegenüber dem Deontologismus werden ebenfalls diskutiert.
Kapitel 3: Der Utilitarismus
In diesem Kapitel wird der Utilitarismus als eine Variante des Konsequentialismus vorgestellt. Es werden das individuelle und das soziale summum bonum, sowie die zentrale und dezentrale Bewertung des Glücks diskutiert.
Kapitel 4: Der Gerechtigkeitsutilitarismus
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Gerechtigkeitsutilitarismus und erläutert die Bestimmung der reinen Nutzenwerte und die Berücksichtigungswürdigkeit von Individuen. Die mathematischen und ethischen Eigenschaften der Aggregationsfunktion des Gerechtigkeitsutilitarismus werden ebenfalls behandelt.
Konsequentialismus, Gerechtigkeitsutilitarismus, Makroethik, Deontologismus, Utilitarismus, Wertvorstellungen, Entscheidungsfindung, Savage Modell, Entscheidungstheorie, Nutzenwerte, Berücksichtigungswürdigkeit.
Die Arbeit untersucht, ob konsequentialistische Ethiken, insbesondere der Gerechtigkeitsutilitarismus, als Makroethik für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse eingesetzt werden können.
Der Gerechtigkeitsutilitarismus berücksichtigt in besonderer Weise die individuellen Wertvorstellungen der Betroffenen und integriert Aspekte der Gerechtigkeit in die Nutzenkalkulation.
Das Savage-Modell wird verwendet, um die Struktur des Konsequentialismus bei Entscheidungen unter Risiko und Unsicherheit theoretisch zu erläutern.
Während der Konsequentialismus Handlungen primär nach ihren Folgen bewertet, fokussiert sich der Deontologismus auf die Einhaltung von Pflichten und Regeln, unabhängig von den Konsequenzen.
Ja, die Arbeit diskutiert ein gerechtigkeitsutilitaristisches Staatsmodell und die Anwendung dieser Ethikform auf politische Entscheidungsprozesse.
Unter Makroethik versteht man ethische Systeme, die auf die gesamte Gesellschaft oder große Institutionen angewendet werden, um kollektive Handlungen rational zu begründen.
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